Schloss Filseck

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1230

1400

1721

1749

1906

1971

2016

©  unbekannt | Förderverein Schloss Filseck

Erster Grundriss von Filseck zur Stauferzeit

Burgbau

Die Burg Filseck wurde um ca. 1230, in der Stauferzeit, von Graf Egino von Aichelberg erbaut. Der Legende nach war die Burg Filseck zur Zeit Barbarossas (erster Stauferkaiser) eine Schutzburg für die Reichsstraße im Filstal und für die Klöster Faurndau und Sirnau. Außerdem galt sie als Vorwerk zur Burg Hohenstaufen. Zunächst bestand Filseck aus einem 10 x 10 m großen zweistöckigen Wohnturm mit einem 40 x 40 m großen Burghof. Die 4 m tiefen Burggräben dienten als Steinbruch.

©  unbekannt | Förderverein Schloss Filseck

Gemälde von Fritz Schurr ca. 1935

©  unbekannt | Förderverein Schloss Filseck

Aus der Kieselischen Fortskarte um 1530

14. bis 16. Jahrhundert

Im 14./15. Jahrhundert wurde an der Westseite eine Zehntscheuer für Naturalabgaben der Bauern gebaut. Von diesen Steuern, einem Teil der Ernte der Bauern, lebten die Burgherren. Im Jahr 1596 ging die Burg an Burkhard von Berlichingen. In den folgenden Jahren ließ Berlichingen die Burg zum Renaissanceschloss umbauen. 1596/97 wurde der Nord und teilweise der Ostflügel im Stil der Renaissance neu aufgebaut – ähnlich dem heutigen Erscheinungsbild. Weiterhin wird erwähnt, dass über Terrassen 99 Stufen zum Friedhof hinunter führten; vergleich Gemälde von Fritz Schurr.

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Gartenanlage

18. Jahrhundert – Freiherr von Ertringen

Carl Magnus Leutrum Freiherr von Ertingen kaufte 1721 Schloss Filseck und erweiterte dieses um ein zweites Stockwerk auf dem Ostflügel; es entstand ein vierflügeliges Schloss mit gleicher Firsthöhe. Zudem baute er 1733 den Charlottenhof und legte den Charlottensee an (heutiges Biotop), benannt nach seiner Gemahlin. Eine neu gepflanzte Allee verband das Schloss mit dem Charlottenhof. Unmittelbar neben dem Schloss entstanden eindrucksvolle Parkanlagen im Stile eines englischen Landschaftsgartens.

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Denkmal August Münch

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Schlosspark Skizze von 1853

Umbau durch Familie Münch

Der Augsburger Bankier Christian I. von Münch wurde im Jahr 1749 Besitzer von Schloss Filseck. Der Hauptsitz der Familie Münch war in Hohenmühringen. Schloss Filseck diente damals neben fünf weiteren Schlössern und Höfen als Sommersitz der Familie. Unter Christian III. (1752-1821) von Münch entstanden umfangreiche Gartenanlagen. Eine Säule im Park erinnerte an den früh gestorbenen Sohn August von Münch. 1851 wurde ein modernes Wirtschaftsgebäude südlich des Schlosses errichtet. Karl Wilhelm Friedrich von Münch (1834-1882) studierte Landwirtschaft in Hohenheim. Neue Pferde- und Kuhställe mit einem modernen Futtergang wurden gebaut und eine Wasserleitung, sowie Elektrizität und Telefon auf Schloss Filseck installiert. Um 1905 ließ Oskar von Münch ein Brunnenhäuschen bauen. Eine Pumpe beförderte das dort geschöpfte Wasser hinauf zum Wasserhochbehälter, zum heutigen Wasserreservoir, von wo es dann ins Schloss geleitet wurde.

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Gartenanlagen und frühere Einrichtungen auf Filseck nach einem alten Lageplan

©  C. Tschepe | knoll.neues.gruen

Historischer Nutzungsplan

Familie Waggershauser (1906 – 1969)

Jungbauer Otto und Veronika Waggershauser pachteten Schloss Filseck ab dem 2. Februar 1906. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Landwirtschaft mit Gutsverwaltern betrieben. Erste Baumaßnahmen waren ein Hühner- und Schweinestall und eine eigene Futterhalle. 1910 wurde das „Schweizerhäusle“ für den Viehpfleger gebaut. Zusammen mit der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim wurde der „Waggershauser Kolbendinkel“ gezüchtet. Sonntags spazierten damals viele Leute zum größten Hof im unteren Filstal, nach Filseck und bestaunten die vorbildhaften Felder und Ställe. Nach dem 1. Weltkrieg und dem Tod von Otto Waggershauser übernahm der Sohn Alfons Waggershauser viel Verantwortung für Filseck. Er forstete mit 2000 Obstbäume die Obstwiesen an den Hängen um das Schloss auf, da dort kein Ackerbau möglich war. Ein Bienenhaus zur Bestäubung der Bäume war von Nöten. Der Filsecker Apfel- und Birnenmost wurde bekannt und war eine wichtige Einnahme für die Familie. Im Keller des Schlosses lagerten mehrere 7000 Liter-Fässer. Nach der Hochzeit von Alfons und Ria Waggershauser begann die Großhühnerhaltung. Unter der Führung von Ria Waggershauser, der gelernten Geflügelzüchterin, wurden an den schattigen Hängen östlich vom Schloss Aufzuchthütten gebaut. Ein gutes Geschäft nach dem 2. Weltkrieg. Mit dem Auszug der Waggershauser 1969 verließ auch der letzte Bauer Schloss Filseck.

©  unbekannt | Förderverein Schloss Filseck

Brand auf Filseck 1971

©  unbekannt | Förderverein Schloss Filseck

Münch Bild 1753

Renovierungen in der heutigen Zeit

Ein Brand im Mai 1971 zerstörte auf Schloss Filseck vor allem die Ökonomiegebäude. Danach erwarb Doktor Manfred Beck aus Stuttgart das Schloss. In den folgenden Jahren scheiterten einige Versuche von Privatpersonen auf Grund der hohen Kosten für die Sanierung, bis der Landkreis Göppingen die „Ruine mit Dach“ im Jahre 1986 kaufte. Von 1989 – 1994 wurde Schloss Filseck renoviert. Seit dem 01.01.2008 ist Schloss Filseck im Besitz der Schloss-Filseck-Stiftung der Kreissparkasse. Heute befinden sich ein Restaurant, diverse Veranstaltungssäle, das Kreisarchiv und die Kreisarchäologie des Landkreises im Schloss, sowie der Sitz der Schloss-Filseck-Stiftung. Ohne den Wald und die Bäume, welche das Schloss umgeben und einfrieden, hätte dieses einen weit geringeren Reiz. „Du musst auf die Bäume schauen, dort wo sie schlank nach oben wachsen, ist der Boden tiefgründig und gut gepflegt!“ pflegte Alfons Waggershauser zu sagen.

© 2015 C. Tschepe | knoll.neues.gruen

Lageplan Schloss Filseck heute

© 2015 C. Tschepe | knoll.neues.gruen

Eingang in den Schlossgarten heute

Das Schloss Filseck heute

Mit dem Konzept des Landschaftsparks Filseck und der Sanierung des Schlossparks wird nachhaltiges wirtschaftliches Handeln in Wirklichkeit umgesetzt. Diese jüngsten Maßnahmen wurden von der der Schloss Filseck Stiftung von 2011 - 2015 veranlasst und geben der region ein altes neues Herz. Eine besondere Aufgabe ist die Entwicklung einer Identität des Ortes durch den Erhalt orts- und landschaftstypischer Merkmale einerseits und eine objektbezogene innovative Freiflächengestaltung andererseits.

 

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Workshop 14.04.2015 "Schlosspark – Grünes Klassenzimmer, Flora und Fauna, Spielplatz“

Workshop 11.07.2013 "Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck"

Achtung Bewohnt - Naturschutz im Schlosspark Filseck

Bodenradar – Aufnahmen des Verborgenen

Essbar und Schön – Beschilderung im Küchengarten

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Workshop Schlosspark – Grünes Klassenzimmer, Flora und Fauna, Spielplatz

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop Schlosspark – Grünes Klassenzimmer, Flora und Fauna, Spielplatz

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop Filseck – Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck

© 2013 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop Filseck – Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck

© 2013 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop 14.04.2015 "Schlosspark – Grünes Klassenzimmer, Flora und Fauna, Spielplatz“

Ideen wurden im Rahmen des Workshops am 14.04.15 eingebracht und diskutiert:

Das Grüne Klassenzimmer im Schlosspark ist nicht nur ein außerschulischer Lernort sondern der gesamte Landschaftspark bietet einen idealen Naturbeobachtungs- und Erlebnisraum für alle Bevölkerungsklassen und Altersstufen.

Nur was man kennt, kann auch geschätzt werden. So ist Naturbeobachtung im Totholzgarten mit Lebensraum für viele Käferarten, ein Insektenhotel und für Obstsorten in der Pomologie möglich. Bienenstände und vielfältige Blütensträucher zeigen die Bedeutung der Bestäubung und Honigproduktion auf. Wildstauden, Kräuter und historische Kulturpflanzen kann jedermann ausgeschildert im Küchengarten beobachten und kennenlernen.

Ziel ist es die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen, dazu wurde besonders sensibel in der Planungs- und Bauphase mit dem vorhandenen Grün- und Baumbestand umgegangen. Neben den naturschutzrelevanten Aspekten waren auch die kulturhistorischen Ausgangsbedingungen und gartendenkmalpflegerischen Aspekte Grundlage der Planung der Freianlagen am Schloss.

Folgende Ideen zum grünen Klassenzimmer wurden im Rahmen des Workshops eingebracht und diskutiert:

1. Veranstaltungen und Betreuung des Grünen Klassenzimmers

• Lehrveranstaltungen für Kinder und auch Erwachsene zum Beispiel im Bereich Obstbaumschnitt
• Ferienangebote für Familien mit Kindern
• Natur kennerlernen – Wildkräuter, Sträucher, Kulturpflanzen, Bäume und Wildtiere
• Equipment für Schulen und Kindergärten mit zum Beispiel Becherlupen und Bestimmungskarten

2. Information

• Informationsstand für Bienen
• Informationskonzepte für Schulen

3. Fragen und Inhalte an die Planer und Geschäftsleitung der Stiftung

• Wer übernimmt die Pflege des Grünen Klassenzimmers? Wird dafür eine Person ganzjährig angestellt? Aw: Das wird im gesamtzusammenhang überlegt, ist aber nicht Aufgabe der Stiftung.
• Wird es eine Wiese/ Freifläche für historische Spiele geben um eine Verbindung zwischen Historie und Natur zu bilden? Aw: Das ist möglich.
• Ist das Grüne Klassenzimmer auch einfach nur als Sitzgelegenheit für Gruppen verwendbar um einen Ort zu haben um zusammenzukommen? Aw: Das ist möglich.
• Angebotene Nisthilfen wurden schon bestellt und sind sinnvoll in Abstimmung mit dem Naturschutz.
• Wie läuft der Personentransport zum Grünen Klassenzimmer ab? Aw: In Klärung, buszufahrt und Parken sind in Zukunft problemlos.
• Können geführte Wandertage im Sommer angeboten werden? Aw: Im Prinzip ja.

4. Folgende Ideen – Lernort | Natur und Kultur | Flora und Fauna

• Experimenta Heilbronn als Vorbild für die Benutzung des Grünen Klassenzimmers
• Biologische Experimente
• Komplette Lehrkonzepte für Schulen anbieten
• Vermarktung des Obstes des Schloss Filseck

 

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Workshop Filseck – Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck

© 2013 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop Filseck – Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck Übersicht

© 2013 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Workshop 11.07.2013 "Perspektivische Weiterentwicklung des Gebäudes Schloss Filseck"

Ideen zur Entwurfsplanung wurden im Rahmen des Workshops am 11.07.2013 eingebracht und diskutiert:

Auftrag dieser Arbeitssequenz war es, Ideen für die perspektivische Weiterentwicklung der Nutzungskonzepte zu generieren. Die Teilnehmerinnen arbeiten in Kleingruppen an drei Themenschwerpunkten:

• Vermarktung der Veranstaltungsräume

• Außenbereich

• Ausstellungsräume/ Raumkonzept

Jede Gruppe bekam mehrere Leitfragen,die es zu diskutieren bzw. zu visualisieren galt.


Im Themenbereich Außenanlagen wurden folgende Fragen diskuttiert:

1. Wie kann die Parkplatzsituation besser gestaltet werden?
2. Welche Alternative gibt es zur Anlieferung durch den Innenhof?
3. Welche Erweiterungsmöglichkeiten sind für den gastronomischen Bereich Biergarten denkbar?
4. Quergedacht: Was würden Sie gerne im Außenbereich realisieren, wenn geld keine Rolle spielen würde?

• Parkplätze:
Einrichtung von ca. 140 Parkplätzen für den Tagesbetrieb und weiteren 200 geschotterten Parkplätzen für Veranstaltungen südlich des Schlosses. Die Parkplätze direkt am Schloss bleiben für Menschen mit Behinderungen sowie die MitarbeiterInnen des Schlosses erhalten.

• Anlieferung:
Die Anlieferungszone wird an der Westseite des Gebäudes eingerichtet. Hinzu kommt ein Geräteschuppen o.ä. für die technische Ausstattung (Schneeräumgerät, Rasenmäher, etc.).

• Biergarten/ Kastanienhof:
Der Biergarten soll mit ca. 300 Plätzen an der Ostseite des Schlosses angesiedelt werden.

• Quergedacht
- Rückzugsmöglichkeit schaffen für Gäste, die nicht ln den Biergarten sitzen, aber trotzdem etwas trinken möchten.
- Parkplätze am Schloss ganz aufgeben und den Schlossgarten auf der Ostseite erweitern
- Zimmer im Grünen für Trauungen
- Skulpturengarten im Schlossgarten

 

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Achtung Bewohnt

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Fledermausschutz

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Untersuchungen mittels Hubsteiger

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Achtung Bewohnt - Naturschutz im Schlosspark Filseck

Baumsanierung und Baumfällmaßnahme im Februar 2014 im Schlosspark und der Obstbaumwiese beim Schloss Filseck.

Die Arbeiten wurden durch Frau Leitz (Büro knoll.neues.gruen) und den Diplom-Biologen Herrn Erwin Rennwald betreut. Es sind alle auf Baumhöhlen verdächtigen Gehölze untersucht worden, bevor Bäume zur Fällung freigegeben wurden.

Auch wurde allen Hinweisen über Herrn Gunnar Herbert (Ref. Umweltschutz und Grünordnung) speziell zu einer Kastanie nachgegangen, die seit ca. 30 Jahren von einem Waldkauz oder Waldkauzpärchen bewohnt wird.
Damit die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleistet ist, wurde lediglich ein 60%-er Kronensicherungsschnitt durchgeführt. In Totholzbäumen wurde bei eingehender Untersuchung mittels Hubsteiger ein weiteres Quartier des Waldkauzes festgestellt und der Baumabschnitt gesichert.

Aus geeigneten Stammabschnitten wurden anschließend Totholzhaufen aufgeschichtet, sie bieten wichtigen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Arten wie für viele Käfer, Insekten und Waldvogelarten.
Weiterhin wurden drei Fledermauskästen im westlichen Schlossgartenbereich in drei Linden aufgehängt.

 

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Untersuchungsgebiet

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Bodenradar

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Bodenradar

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Untersuchungsergebnisse

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Bodenradar – Aufnahmen des Verborgenen

Während des denkmalschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens mussten tieferliegende Bodenschichten untersucht werden um Schädigungen der historischen Anlagen zu vermeiden. Im Einzelnen wurden mit dem RP durch Herrn Dr. Rademacher, Kreisarchäologie in den Bereichen die begründeten Verdachtsmomente untersucht:

- Innenhof
Bei der letzten Renovierung des Schlosses wurden teilweise die alten Burgmauern freigelegt und erfasst, diese verlaufen auch innerhalb des Innenhofes laut einer Planunterlage von Dr. Rademacher.

- geplanter Parkplatz im Süden
Verdachtsmomente im südlichen Gelände werden erwartet, wie Gebäude die als Vorwerk zu einer Burg gehörten z.B. Stallungen und Schmiede.

- Aufschüttung westlich
Hier wurde in den 70er Jahren der Brandschutt vom Schloss aufgeschüttet, bei der Abtragung werden hier Funde erwartet.

- bestehender Parkplatz im Südosten
Die sichtbare Böschung ist die letzte Spur des ehemaligen Burggrabens, er wurde vermutlich schon beim Bau des Renaissanceschlosses aufgefüllt, da es hierfür kein Nutzen mehr gab.

- Graben westlich
Der noch sichtbare Graben im Westen gehörte zum ehemaligen Burggraben und gilt als einzige sichtbare Spur aus der Stauferzeit. Herr Dr. Rademacher sieht in diesem Bereich keinen Handlungsbedarf, es gilt den Zustand zu erhalten.

- Herr Rademacher sieht kein Handlungsbedarf im nördlichen Hanggrundstück und der Fläche um das Pumpenhäuschen, hier werden bei Bedarf partiell Bodenschnitte vorgenommen.


Ergebnisse der Untersuchungen mittels Bodenradar:

Die Untersuchungsergebnisse im Schlossgarten konnten mit dem Bodenradar das Wegenetz sowie zwei Kreisanlagen nachweisen. Die Strukturen sind in der historischen Karte der Gartenanlage verzeichnet. Die direkte Wegverbindung zwischen den beiden Kreisen weicht von der historischen Karte ab.

Die historischen Anlagen und Wege wurden in der Gesamtplanung berücksichtigt, insofern, dass sie nicht durch Baumaßnahmen beschädigt oder verändert werden und die Sanierungsplanung sich der Gestaltung der historischen Wegeführung anpasst.

 

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Schloss Filseck Staudengarten

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Beschilderung

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Beschilderung

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Essbar und Schön

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen

Essbar und Schön – Beschilderung im Küchengarten

Ausführlicher beschäftigte sich das Büro mit dem Staudengarten und der Pomologie. Neben der Schlossanlage erinnern neu angelegte Küchen- und Staudengärten an den historischen Küchengarten. Hier wachsen zahlreiche regionale Kräuter und Stauden. Diese repräsentieren die große Vielfalt der regionalen, teils vergessenen, Kräuter und Nutzpflanzen. Aus dem Kräuter- und Küchengarten soll im wahrsten Sinne des Wortes ein Küchengarten für das Restaurant auf dem Schloss werden. Die Pomologie erstreckt sich westlich des Staudengartens und beherbergt zahlreiche Obstsorten. Dem in der Pomologie vorhandenen Baumbestand wurden mehrere alte Obstsorten (z.B.: Göppinger Musch, Börtlinger Weinapfel, Hauxapfel und andere) hinzugefügt. Durch die Obstwiese verläuft nun ein neuer Weg.

Gestaltung einer einheitlichen Beschilderung

Für den Stauden- und Kräutergarten sollte eine Beschilderung erstellt werden. Eine Mustervorlage welche als Grundlage diente, wurde erarbeitet mit den Schilder für die jeweiligen Staudenbereiche (insgesamt 6: Hochsommerbraut, Rosenkönigin mit Hofstaat, Präriewind, Steppenfürst, Waldsaumfee, Bauerngarten, Kräutergarten). Für die Kräuterschilder gibt es ein zusätzliches Informationsfeld über die Verwendung in der Küche. Hierfür wurden Inhalte recherchiert und verfasste mit pflanzenspezifischen, kurzen Hinweisen.

Der von der HfWU aufgestellte Beschilderungsleitfaden der Lehr- und Versuchsgärten, Frau Dr. Hüttenmoser, dient als Inspiration und ist Grundlage bei der Festlegung der Inhalte. Zwischendurch kamen immer wieder Diskussionen um Schildgröße, Inhalt und Schriftgröße auf. Es dauerte seine Zeit und einige Besprechungen bis die endgültigen Rahmenbedingungen geklärt waren. Das Ziel war es die Schriftgröße so groß wie möglich zu gestalten. Dadurch wird älteren und sehschwachen Besuchern das Lesen erleichtert und andererseits die Staudenbeete nicht zu überladen mit großformatigen Schildern.

Am Tag der Ausbringung war auch der Ausführungsbetrieb vor Ort und erledigte den Rückschnitt der Stauden, steckte die Zwiebeln für das nächste Jahr und pflanzte Sträucher. Frau Dr. Hüttenmoser von der HfWU war ebenfalls vor Ort, als Verantwortliche für das Pflanzkonzept der Staudenbeete.
Die Beschilderung des Staudengartens erfreut sich heute einer positiven Resonanz bei den Besuchern und wird gerne angenommen.

 

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© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Biergarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Biergarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Biergarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Grünes Klassenzimmer 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Pomologie 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Pomologie 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Eingang 

 

© 2016 C. Tschepe | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Lageplan 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Schlossgarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Schlossgarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten Sommer 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Klettergarten 

 

© 2015 M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Klangspiel 

© 2016  C. Tschepe | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Lageplan 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Schlossgarten 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Schlossgarten 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten Sommer 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Klettergarten 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten Herbst 

© 2016  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Staudengarten Winter 

© 2015  M. Leitz | knoll.neues.gruen Schloss Filseck Klangspiel 

© 2012  Y. Altangerel | knoll.neues.gruen Vorentwurf Schloss Filseck 

© 2012  S. Knoll | knoll.neues.gruen Skizze Schloss Filseck 

© 2012  S. Knoll | knoll.neues.gruen Schloss Filseck 

Schloss Filseck Außenanlagen


Im Auftrag der Stiftung Schloss Filseck der Kreissparkasse Göppingen wurde im Rahmen eines Gesamtkonzeptes eines Landschaftsparks auch die Freianlagen um das Schloss umgestaltet. Die Planung legte Wert auf die Besonderheiten und den Charakter des Schlosses, der erhalten und gestärkt werden sollte.

Die neu geschaffenen sanierten Freianlagen verbinden verschiedene Ansprüche, Nutzflächen und neue Aufenthaltsbereiche in den Schlossanlagen Filseck. Es werden wichtige Sichtbezüge, z.B. in die umliegenden Ortschaften Uhingen und Faurndau geöffnet. Der Münch- und Schlosspark wurde nach dem Vorbild aus dem Jahr 1853 wieder neu hergestellt. Am heutigen Nebeneingang befindet sich der Kastanienhof mit Baumdach, der als Biergarten genutzt wird. Die Obstwiese wurde durch neu gepflanzte Obstbäume ergänzt und wurde so zur Pomologie im Westen von Schloss Filseck. Unmittelbar neben dem Schloss wurden Küchen- und Staudengärten angelegt, in Erinnerung des historischen Küchengartens. Um das restaurierte Pumpenhaus wurde eine Waldterrasse angelegt.

Die Außenanlagen am Schloss Filseck zeigen zum einen in modernen Nutzungs- und Gestaltungsformen die historischen Bezüge der ehemaligen Schlossanlagen auf und sind Ausgangspunkt und Herzstück des sich neu entwickelten Landschaftsparks Filseck.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

www.schloss-filseck.de

 


Downloads

 Broschüre Schloss Filseck
     3.47 MB

Planung

knoll.neues.gruen.gmbh-landschaftsarchitekten
Prof. Dipl.-Ing. Siegfried Knoll

Achalmstraße 34
71088 Holzgerlingen

BHM Planungsgesellschaft mbH
Prof. Dipl.-Ing. Sigurd Henne

Brunnsteige 15
72622 Nürtingen


Projektinformationen

Projektzeitraum
2011 - 2015

Auftraggeber • Bauherr
Stiftung der Kreissparkasse Göppingen

Adresse
Schloss Filseck
73066 Uhingen


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