Grüngürtel Duisburg Nord

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© 2016  r+b landschaft s architektur Südliche Bastion mit Blick zum Stahlwerk 

© 2016  r+b landschaft s architektur Blick von der Kaiser-Wilhelm-Straße zum Landschaftsbauwerk mit Landschaftsschaukeln 

© 2016  Thomas Wolf | r+b landschaft s architektur Blick über den Parkraum gen Thyssen Krupp Steel 

© 2016  Thomas Wolf | r+b landschaft s architektur Fotomatrize "Schwarzer Diamant" Ecke Dieselstrasse 

© 2016  r+b landschaft s architektur Sportparcour an der Dieselstraße 

© 2016  Thomas Wolf | r+b landschaft s architektur Spielplatz "Hochofen" 

© 2016  r+b landschaft s architektur Landschaftsbauwerk und Kopfbauwerk Nord 

© 2016  r+b landschaft s architektur Neue Weite 

© 2015  Luftbild Blossey, Hans Blossey | r+b landschaft s architektur Schleuse und Spielplatz Nord 

© 2015  Luftbild Blossey, Hans Blossey | r+b landschaft s architektur Luftbild nach der Intervention 

Grüngürtel Duisburg Nord Bruckhausen


Der Park befindet sich an der Nahtstelle zwischen schwerindustriellen Anlagen von Thyssen Krupp Steel im Westen, Norden und Osten und dem gründerzeitlich geprägten Wohngebiet Bruckhausen.
Er ist Bindeglied zwischen dem Grüngürtel Nord „Marxloh“ und den im Süden angrenzenden Freiräumen Beeckerwerth und Rönsberghof.
Die drei elementaren Bausteine des Parks sind:
das Landschaftsbauwerk als begehbare Raumskulptur und Lärmschutz im Westen mit Aussichtpunkten, die mit Blüh- und Obstgehölzen flankierte Promenade im Osten und die zentralen Rasen- und Wiesenflächen.
Das klare Raumgerüst von baumbestandener Rahmung, Raumskulptur und offener Lichtung ermöglicht ein Empfinden von Dichte und Weite im Freiraum.
Die Gehölzstrukturen und Bodenmodellierungen schaffen es, durch bewusste Setzungen den Innenraum des Parks zu stärken und gleichzeitig an exponierten Stellen die Sichtbezüge zum Stadtraum und den Industrieanlagen herzustellen.

Mit dem neuen Park transformieren r+b landschaft s architektur einen ehemals dichtbebauten Stadtteil zu einem dynamischen Volkspark.
Im Rahmen einer der größten Stadtumbaumaßnahmen der alten Bundesländer entstand im Sanierungsgebiet Duisburg Bruckhausen, an der Nahtstelle zwischen gründerzeitlichen Wohnsiedlungsbereichen und industriell genutzten Flächen durch den zielgerichteten Rückbau von Wohnbebauung, eine Grünfläche von ca. 8,4 ha Größe. Die Flächen sind Teil des Grüngürtels Duisburg Nord, der sich von Bruckhausen im Süden bis nach Marxloh im Norden erstreckt und die Stadteile an die bestehenden überregionalen Grünzüge anbindet.
Der neue Park bildet künftig einen Puffer zwischen der Schwerindustrie westlich Bruckhausens und den Wohnbereichen und trägt dazu bei die Lebensqualität in dem Stadtteil zu verbessern. Als „Park vor der Haustür” sind Grün- und Freiflächen mit hoher Aufenthalts- und Gestaltungsqualität für die Bewohner Bruckhausens entwickelt worden. Die der vorangestellten Wettbewerbsaufgabe und im Rahmen der weiteren Planungen zu Grunde liegenden Ziele für die Gestaltung der Freiflächen wurden in einem intensiven Dialog mit der Bevölkerung vor Ort entwickelt.
Die Ortsteile sind u. a. geprägt von Umweltbelastungen in Verbindung mit einer überalterten Bausubstanz, hohen Leerständen, einer defizitären Grün- und Freiraumsituation sowie fehlender Infrastruktur, die Ursache städtebaulicher Missstände und erheblicher Funktionsverluste sind. Darüber hinaus sind die Ortsteile geprägt von sozialen und ökonomischen Problemlagen, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Projekte und Maßnahmen des Programms Soziale Stadt NRW verbessert werden konnten. Die generelle Problematik der Gemengelage konnte jedoch nicht aufgelöst werden.
In Teilbereichen von Bruckhausen und Beeck war in direkter Nachbarschaft zur Industrie eine besondere Kumulierung städtebaulicher Missstände gegeben.
Der neue Park steht im spannungsvollen Wechselspiel zwischen urbanen und landschaftlichen Atmosphären. Die drei elementaren Bausteine des Parks sind: das Landschaftsbauwerk als begehbare Raumskulptur und Lärmschutz, die mit Blüh- und Obstgehölzen flankierte Promenade im Osten und die zentralen Rasen- und Wiesenflächen.
Das klare Raumgerüst von baumbestandener Rahmung, Raumskulptur und offener Lichtung ermöglicht ein Empfinden von Dichte und Weite im Freiraum. Als idealisierter Naturraum, folgt er in seiner Grundkonzeption dem Motiv des Volksparks mit zentralen Rasenflächen zum Spielen, Grillen und Entspannen. Die Gehölzstrukturen und Bodenmodellierungen schaffen es, durch bewusste Setzungen den Innenraum des Parks zu stärken und gleichzeitig an exponierten Stellen die Sichtbezüge zum Stadtraum und den Industrieanlagen herzustellen.
Der Park verbindet und hebt gestalterische und ökologische Belange gleichermaßen hervor.
Wir hoffen, das mit der Realisierung des Parks ein Zeichen des Wandels und des Aufbruchs gesetzt werden konnte, der über die Grenzen des Ortsteils hinauswirken und einen Beitrag für ein positives Image sowie einer Stabilisierung des Stadtteils leisten kann.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Dipl.-Ing. Annegret Stöcker | Dipl.-Ing. Susanne Adolphi

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Bauleitung
Boschloos, Dipl.-Ing.(FH), Yves


Baugrund
GFP-Ingenieurbüro für Geotechnik und Umweltplanung GbR, Duisburg


Baufirmen
Heinrich Walter Bau GmbH | Garten- und Landschaftsbau Vornholt GmbH

Planung

r+b landschaft s architektur
Jens Rossa | Sonja Rossa-Banthien

Königstraße 12
01097 Dresden


Projektinformationen

Projektzeitraum
2010 - 2015

Größe
8,4 ha

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Duisburg, vertr. durch die EGDU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH

Adresse
Kaiser-Wilhelm-Straße 38-88
47169 Duisburg


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