Masterplan Regionalpark Rheinhessen

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Königstuhl

Landschaftsschaukel

Napoleonischer Telegraf

Vogelbeobachtungspunkt

Zöllerkreuz

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Bestand

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Planung

Königstuhl bei Lörzweiler

Herausragendes Element an der Regionalparkroute von Lörzweiler nach Nierstein ist der Königsstuhl. Der alte Flurname „Auf dem Königsstuhl“ gilt als Hinweis dafür, dass am 8. September 1024 der Salier Konrad II in der Gemarkung Lörzweiler zum deutschen König gewählt wurde. Heute ist der Königsstuhl unter anderem Schauplatz des Lörzweiler Weinfestes. In der Landschaft erinnert jedoch nur eine Texttafel an einem Findling an die historische Bedeutung. Über ein Impulsprojekt soll der Königsstuhl eine gestalterische Aufwertung erfahren, die seiner Bedeutung als historischer Ereignisstätte aber auch der heutigen Nutzung als Rast und Festplatz und Aussichtspunkt gerecht wird. Mit seiner historischen Bedeutung kann dieser Ort bei entsprechender Ausgestaltung auch eine Funktion als Freilandklassenzimmer für Schulen bekommen, damit hier Geschichtsunterricht lebendig vermittelt werden kann.

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Bestand

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Planung

Landschaftsschaukel am Rochusberg bei Bingen

Der Rochusberg ist ein bekannter und Jahrhunderte alter Wallfahrtsort und Stätte der jährlichen Bittprozession seit der Pestepidemie 1666. Zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität und des Freiraumes ist es erforderlich, die vorhandenen Nutzungen neu zu ordnen und zu entzerren. Neben der Aufwertung des Umfeldes der Rochuskapelle sind u.a. die Schaffung eines Aussichtspunktes mit Rheinblick am Kempter Eck und die Errichtung einer Landschaftsschaukel vorgesehen.

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Planung

Napoleonischer Telegraf bei Sprendlingen

Als besondere Attraktion an der Route soll auf der „Napoleonshöhe“ in der Gemarkung Sprendlingen ein optischer Telegraf aus napoleonischer Zeit als Neuinterpretation an historischem Standort entstehen. Optische Telegrafen wurden als Fernmeldesystem 1792 vom französischen Ingenieur Claude Chappe entwickelt. Die Telegrafen bestanden aus einem hohen Turm auf dem drehbare Zeigerbalken befestigt wurden. So konnten Botschaften mittels codierter optischer Zeichen von Turm zu Turm über lange Strecken übertragen werden. Im Jahr 1813 ließ Napoleon eine Telegraphenlinie aus 22 Stationen zwischen Mainz und Metz errichten. In Rheinhessen liegen 4 Standorte dieser alten Telegrafenlinie. Als Impulsprojekt ausgewählt wurde der historische Standort auf dem Hochpunkt bei Sprendlingen mit einer bemerkenswerten Fernsicht. Vorgeschlagen ist der Bau eines Turmes, der sowohl als Aussichtspunkt dient, als auch historische Hintergründe und Funktionsweise der napoleonischen Telegrafenlinie dokumentiert.

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Bestand

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Planung

Vogelbeobachtungspunkt an der Selz

An der ehemaligen Elftausend-Mägde-Mühle, am Rand des Naturschutzgebiets „Im Mayen“, wird ein Vogelbeobachtungspunkt als Impulsprojekt vorgeschlagen. Der Vorschlag ist Teil des projektierten Freilandklassenzimmers, das vor der Kulisse des wiederhergestellten Tors der Mühle entstehen soll. Hier können Themen der Orts- und Regionalgeschichte, wie auch naturkundliche Themen (Gewässerrenaturierung, Feuchtlebensräume) vermittelt werden.

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Bestand

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Planung

Das Zöllerkreuz am Erich-Koch Höhenweg bei Laubenheim

Das Zöllerkreuz wurde von einem Laubenheimer Bürger als Mahnmal für den Frieden gestiftet. Durch Verbuschung, mangelnde Pflege und Zugänglichkeit hat der Ort derzeit eine geringe Aufenthaltsqualität und Anziehungskraft. Es ist geplant, das Zöllerkreuz durch Schaffung von Sichtachsen wieder in den Blickpunkt zu rücken und somit einen attraktiven Aufenthaltsort entlang des Erich Koch Höhenwegs durch Anlage eines Platzes mit Sitzmöglichkeiten und Bepflanzungen zu schaffen.

 

Zeitblende

Stories

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Erste Werkstattrunde - die Ideensammlung

Zweite Werkstattrunde - Impulsprojekte erarbeiten

Entwicklungsschwerpunkte

Das Routenkonzept

Ausblick

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Regionalpark_Auftakt

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1. Werkstattverfahren - World Cafe

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1. Werkstattverfahren - World Cafe

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Verteilen der Wertungspunkte in der Ideensammlung

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Projektideen aus der 1. Planungswerkstatt in Nieder-Olm

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Werkstattergebnis: Routenvorschlag mit Ideen für Impulsprojekte

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Erste Werkstattrunde - die Ideensammlung

Zur Vorbereitung der Ideen- und Planungswerkstätten, wird eine Bestandsaufnahme der in der Region vorhandenen Potenziale, Aktivitäten und Einrichtungen durchgeführt. Dazu werden erste Vorschläge und Visualisierungen erarbeitet, die dem Einstieg in die inhaltliche Diskussion dienen.

Die Diskussion der ersten Werkstattrunde wird durch folgende Leitfragen strukturiert:
- Was macht für Sie die Region Rheinhessen aus?
- Was ist das Regionaltypische, Besondere für Sie?
- Welche Themen, Orte und/ oder Symbole möchten Sie im Regionalpark Rheinhessen wieder finden?
- Haben Sie konkrete Projektideen für den Regionalpark Rheinhessen in ihrer Region?

In kleinen Gruppen werden an Tischen, die mit Plangrundlagen und Zeichenmaterial ausgestattet waren, zahlreiche kreative Ideen und Vorschläge entwickelt. In drei Runden á 30 Minuten wird diskutiert, gemalt, erklärt, erzählt – begleitet von den Landschaftsarchitekten und Planern. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde werden die Teilnehmer gebeten, mit Hilfe von Klebepunkten die ihrer Ansicht nach wichtigsten Themen und Ideen zu markieren.

An den Diskussionen in den ersten vier Planungswerkstätten haben sich über 100 Bürger und Fachleute beteiligt. Dabei kommen ca. 400 Projektideen sowie Routenvorschläge zusammen. Die gesammelten Ideen bilden einen Pool, auf den jederzeit und in jeder Planungs- bzw. Umsetzungsphase für den Regionalpark zurückgegriffen werden kann.

 

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Themenvorschläge zur Ideenfindung

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Moderation innerhalb der Werkstatt

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Werkstattverfahren 2

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Diskussionen im Werkstattverfahren

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Zweite Werkstattrunde - Impulsprojekte erarbeiten

Die Anregungen, denen größere Realisierungschancen eingeräumt werden, bilden das Grundgerüst für den zukünftigen Regionalpark. Dieses Gerüst aus Routen- und Projektvorschlägen dient in der zweiten Werkstattphase als Diskussionsgrundlage und setzt sich aus dem Vorschlag für ein regionales Routennetz sowie zwei großen Themenblöcken zusammen.

Die Planungswerkstätten der zweiten Phase werden in Anlehnung an die Open-Space- Methode durchgeführt. Nach Präsentation der in der ersten Runde entwickelten Planungskonzeption wird die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt.

Die Leitfragen zu den Diskussionsthemen lauten diesmal:
− Sagen Sie uns Ihre Meinung zu den vorgeschlagenen Routen und Impulsprojekten.
− Haben Sie für die Umsetzung der Routen und Projekte Hinweise zur Flächenverfügbarkeit, zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie zu potenziellen Maßnahmenträgern?
− Fehlen wichtige Maßnahmen bzw. Routen?

Nach der Vorstellung der erarbeiteten Ergebnisse im Plenum formulieren die Planer anschließend ihre Schlussfolgerungen aus der Diskussion. Als Fazit der Werkstatt-Phase können sie festhalten, dass das Routenkonzept, das sich abzeichnende Maßnahmenkonzept und eine Reihe möglicher Impulsprojekte einvernehmliche Zustimmung bei allen Werkstattteilnehmern finden.

 

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Karte Entwicklungsschwerpunkte

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Entwicklungsschwerpunkt Rochusberg Bingen

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Entwicklungsschwerpunkt Selztal

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Entwicklungsschwerpunkt Holzamer Literaturweg

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Entwicklungsschwerpunkte Rheinterrasse Nackenheim / Bretzenheimer Ebene

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Entwicklungsschwerpunkte Erich-Koch-Höhenweg / Burgweg Bodenheim

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Entwicklungsschwerpunkte

Einen wichtigen Baustein der Regionalparkentwicklung bilden die im Masterplan ausgewiesenen Entwicklungsschwerpunkte mit den darin integrierten Projekten. Aufbauend und korrespondierend mit dem Netz der Regionalparkrouten werden in zehn räumlichen Entwicklungsschwerpunkten zahlreiche Impulsprojekte und Maßnahmen dargestellt. Beispielhaft sollen einige Karten zu Entwicklungsschwerpunkten dargestellt werden.

Die Auswahl der Entwicklungsschwerpunkte erfolgte anhand folgender Kriterien:
− Benennung und Gewichtung durch Teilnehmer in den Planungswerkstätten
− vorhandene kommunale Teilkonzepte
− kurzfristige Umsetzbarkeit und Umsetzungsbereitschaft
− mögliche Synergien und Kooperationen
− Entwicklungsperspektiven aus laufenden Planungsverfahren
− Nutzungskonflikte / Entwicklungsmöglichkeiten und Ansätze zur Konfliktlösung
− räumlicher Zusammenhang

 

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Routenvorschlag aus einem Werkstattverfahren

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Das Routenkonzept Regionalpark Rheinhessen mit Haupt- und Ergänzungsrouten

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Gestaltungselement Schattenbaum

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Gestaltungselement Landschaftsrahmen

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Gestaltungselement 'Grünes Wegband'

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Das Routenkonzept

Das Routenkonzept

Die Hauptrouten markieren die zentralen überörtlichen Erschließungs- und Entwicklungsachsen des Regionalparks und verbinden ihn mit den Nachbarregionen. Als Tal- und Höhenrouten folgen sie den im Regionalen Raumordnungsplan ausgewiesenen regionalen Grünzügen und Grünzäsuren und leisten so einen Beitrag zu deren Sicherung als zusammenhängende Lebens- und Landschaftsräume.

Die Hauptrouten erschließen die stark frequentierten Erholungsräume im nördlichen Rheinhessen. Ringverbindungen ergänzen diese und verbinden diese zu geschlossenen Ringrouten.

Die Höhenrouten führen entlang der Hangkante des Rheinhessischen Plateaus, an ausgedehnten Weinbergsflächen und Waldrelikten vorbei. Die Höhenwege bieten spektakuläre Ausblicke in die Ebenen von Rhein und Nahe und verbinden nicht selten wertvolle Landschafstypen wie Trocken- und Halbtrockenrasen.

Für die Regionalparkrouten entwickelten wir einen Katalog an Gestaltungselementen, die als wiederkehrende Ausstattungsbeispiele die Routen in die Landschaft einbinden.

 

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Abschlussveranstaltung im Landtag von Rheinland-Pfalz, Mainz

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Abschlussveranstaltung auf dem Rochusberg in Bingen

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Unterzeichnung der Mainz-Binger-Erklärung

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Ausblick

Im Anschluss an die Vorstellung des Masterplanentwurfs 21.01.2009 im Mainzer Landtag wurde die Mainz-Binger-Erklärung verabschiedet. Der Entwurf wurde in einem breiten Konsens von den politischen Gremien der beteiligten Städte und Landkreise getragen. Diese übernehmen auch die Aufgabe, einen Beauftragten für die ganzheitliche Entwicklung des Regionalparks zu bestellen. Als Grundlage soll eine Regionalparkcharta mit konkreten Vereinbarungen erarbeitet werden.

 

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©  BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Kulturgeschichtliches 

Masterplan Regionalpark Rheinhessen


Mit der Aufstellung eines Masterplanes schaffen die Landkreise und Kommunen eine gemeinsame Plattform zum Aufbau eines zukünftigen Regionalparks in Rheinhessen. Der Masterplan ist kein rechtsverbindlicher Plan. Sein informeller Charakter als Orientierungs- und Gestaltungsrahmen bietet die notwendige Flexibilität für künftige Entwicklungen. Er soll Leitbilder formulieren und die regionalen Akteure motivieren, den Park und die Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Als Teil der Metropolregion "Rhein-Main-Gebiet" ist es für Rheinhessen wichtig, seine weichen Standortfaktoren zu bewahren und zu entwickeln. Die Städte und Gemeinden wollen hierzu vor allem die Naherholungs- und Naturerlebnispotenziale der rheinhessischen Landschaft aktivieren. Die lokalen Planungen sollen in dem überörtlichen Freiraumkonzept zusammengeführt werden.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, neue Projekte und Maßnahmen zu erarbeiten. und diese mit den bereits bestehenden Projekten zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Schließlich sollen Vorschläge gemacht werden, wie die Regionalparkplanung künftig umgesetzt werden kann. Dazu benennt der Plan die voraussichtlichen Kosten, Realisierungszeiträume und möglichen Träger der Projekte.

Unverwechselbares Kennzeichen des Masterplanprozesses ist der umfassende Dialog über die Planungs- und Projektinhalte mit allen am Regionalpark Interessierten und Beteiligten. Mit dieser Form einer Planung „von unten“ wird die Orts- und Sachkenntnis der Akteure und Bürger in den Kommunen genutzt und eine ausschließlich durch Fachgutachter entwickelte Planung „von oben“ vermieden. Das Planungsergebnis erhält hierdurch eine breitere Akzeptanz und Legitimationsgrundlage. Die Planungsfachleute beschränken sich auf die Koordinierung, Begleitung und Strukturierung der Planung, moderieren den Ablauf und steuern fachlich begründete Prüfungen, Expertisen und Vorschläge nur dort bei, wo dies zur Sicherstellung eines schlüssigen, umsetzungsfähigen und gesamträumlich wirkenden Konzepts notwendig ist.

Zwei moderierte Werkstattrunden schufen eine Plattform, um gemeinsam Projektideen zu entwickeln, zu sammeln und zu diskutieren. Etwa 220 Teilnehmer trugen rund 400 Projektideen zusammen. Die Bürger übernahmen die Rolle der »Experten vor Ort«. Ortskenntnisse und Erfahrungen flossen in die gemeinsame Konzeptentwicklung ein.

Im Anschluss wurden die erarbeiteten Ideen und Vorstellungen durch die Planer und die Lenkungsgruppe in ein zusammenhängendes Netz von Regionalparkrouten gebracht, räumliche Entwicklungsschwerpunkte definiert. Den Auftakt der zweiten Werkstattrunde bildete die Präsentation der bis dahin erzielten Ergebnisse. Die Teilnehmer waren aufgefordert, diese zu vertiefen und gegebenenfalls auch durch bessere Alternativen zu ersetzen. Ergebnis der Werkstattphase war ein abgestimmtes Routenkonzept mit Vorschlägen für Entwicklungsschwerpunkte und Impulsprojekte.

Im Anschluss erfolgte durch die Planer eine Überprüfung aller Projekt- und Maßnahmenvorschläge auf ihre Vereinbarkeit mit der Grundidee und dem Leitbild des Regionalparks sowie ihre Umweltverträglichkeit, insbesondere in den tangierten Vogel-, FFH und Naturschutzgebieten. Anhand dessen wurden die Ideen in kurz-, mittel- und langfristig realisierbar bzw. als Vision kategorisiert.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2016

Juni 2016

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Klaus-Dieter Aichele

Brigitte Auernheimer

Franziska Brauns

Frank Finger

Julia Hohmann

Planung

BIERBAUM.AICHELE. landschaftsarchitekten
Klaus-Dieter Aichele, Günter Schüller

Untere Zahlbacher Straße 21
55131 Mainz

Schmidt/Bechtle GmbH (Herdecke) / BUERO KRISTINA ESSER (Frankfurt am Main)


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2010

Größe
ca. 700 km²

Auftraggeber • Bauherr
Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe
mit Unterstützung durch die Stadt Mainz, den Landkreis Mainz-Bingen und der Obersten Landesplanungsbehörde im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz

 

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