Grünanlage Ochsenzwinger, Görlitz

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2001

©  Christian Freudrich | Christian Freudrich

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Grünanlage Ochsenzwinger

Das Stadtbild der mittelalterlichen Kaufmannsstadt Gölitz ist im Zentrum fast vollständig erhalten. Ab Mitte der 1990er Jahre hat die Stadt Plätze und Straßenräume, aber auch die noch vorhandenen Zwingeranlagen der historischen Stadtbefestigung neu gestaltet, die seither auf einem Rundweg erlebbar sind. Die Anlage des Ochsenzwingers stammt aus den Jahren 1962/63. Die Brunnenterrasse und der landschaftlich geprägte südliche Teil wurden 1998/99 denkmalgerecht rekonstruiert. Im Frühjahr 2000 folgte die Neugestaltung der Oberen Terrasse durch das Hoch-, Tiefbau und Grünflächenamt der Stadtverwaltung Görlitz.

 

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© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger Obere Terrasse 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger Ornamentbeete 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger Schale 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger Laubengasse Obere Terrasse 

© 2012  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger im Herbst 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Ochsenzwinger Brunnenterrasse 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Nikolaizwinger Magnolie und Nikolaikirche 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Nikolaizwinger Brunnen 

© 2013  Christian Freudrich | Stadtverwaltung Görlitz Nikolaizwinger Hotherturm 

Grünanlage Ochsenzwinger, Görlitz Neugestaltung obere Terrasse


Seit Anfang des 14. Jahrhunderts umgab eine stattliche Wehranlage die Stadt Görlitz, ein doppelter Mauerkranz mit Bastionen und Toren, die von wehrhaften Türmen gesichert wurden. Ein Rest dieser Wehrmauer ist in Görlitz an der Neiße stehen geblieben.
Nach Plänen des verdienstvollen Görlitzer Gartenarchitekten Henry Kraft entstanden in den Jahren 1953 und 1954 die reizvolle Gartenanlage im Zwinger zwischen Nikolaiturm und Peterskirche und 1962 ca. 80 Meter flussaufwärts eine zweite, der Ochsenzwinger.

Der Nikolaizwinger wurde ab 1995 erneuert, wobei man auf die Rekonstruktion der von Henry Kraft konzipierten Anlage verzichtete und dem schmalen Terrain unter Einbeziehung vorhandener wertvoller Gehölze ein neues Gesicht gab. Die Anlage gliedert sich in mehrere Räume, die einen Staudengarten, einen Wallgarten und eine Brunnenterrasse beinhalten.

Den Ochsenzwinger betritt man durch eine Toranlage und wird von einer in barocker Gestaltung nachempfundenen Brunnenterrasse überrascht. Vier aufwändige Beete mit Ornamenten aus geschnittenem Edelgamander und Buchsbaum werden gerahmt von sechs Brunnenbecken, in denen kleine Fontänen sprudeln. Am Ende der Brunnenterrasse führt eine Treppe auf die obere Terrasse. Dort rahmt die von Blauregen bewachsene Pergola einen Hofraum, dessen weitere Schmuckelemente ein Brunnen, ein Staudenbeet und Kübelpflanzen sind. Die Gestaltung dieses Anlagenteils wurde vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten 2001 mit einer Urkunde gewürdigt. Der sich südlich an die streng formale Brunnenterrasse anschließende Teil der Ochsenzwingeranlage ist landschaftlich gestaltet, geprägt von Gehölzen, Stauden- und Rasenflächen.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2001

Würdigung 2001
Juryurteil: In einer der schönsten Städte Europas wird jetzt auch der öffentliche Freiraum zu einem Thema der Stadterneuerung. Nachdem die Sanierung der innerstädtischen Gebäude nahezu abgeschlossen ist, wendet sich die Stadt dem Freiraum zu.

Der öffentliche Raum soll die gleiche Qualität bekommen wie die sanierten Gebäude. Der hier gewürdigte Platz ist geeignet, die Innenstadt wieder als Lebensraum attraktiv zu machen. Die verwendeten Stilmittel eines mediterranen Gartens sind an diesem süd-ost-exponierten Hang sinnvoll gewählt.

Er setzt ein Zeichen für die Bedeutung von Freiräumen für die Stadtreparatur.

Beteiligte Fachplaner/Firmen
Ingenieurbüro Schneider & Fussek, Görlitz (Wasser-/Elektrotechnik), Krusekopf-Heumann GmbH, Schlegel (Landschaftsbau, Bauausführung), SIMET GmbH, Görlitz (Installationsbetrieb


Bauüberwachung
Ingenieurbüro Reinhold GmbH, Görlitz

Planung

 

Stadtverwaltung Görlitz, SG Stadtgrün


Projektinformationen

Projektzeitraum
1953/54, 1962, 1995, - 2000

Größe
Nikolaizwinger: 3.900 m², Ochsenzwinger: 2.000 m²

Auftraggeber • Bauherr
Stadtverwaltung Görlitz, Hoch-, Tiefbau- und Grünflächenamt, SG Stadtgrün

Adresse

Görlitz


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