Maschpark Hannover

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© 2012  Scherer Zentraler Punkt des Maschparks ist das Neue Rathaus am Nordufer des Maschteichs 

© 2012  Scherer Blick über den Maschteich zum Landesmuseum 

© 2012  Scherer Beindruckende alte Bäume prägen den Park 

© 2011  Scherer Vom Landesmuseum auf öffnet sich der Blick in weitläufige Rasenflächen 

© 2012  Scherer Die erste Frühlingssonne lädt ein zum Verweilen auf der von dem Neuen Rathaus zum Maschteich herabführenden Treppe 

© 2009  Scherer Im Winter ist der Maschpark beliebtes Ziel von Schlittschuhläufern und allen, die sich auf`s Eis wagen 

© 2009  Ostermeyer Der Spaziergang auf dem Eis ist ein Vergnügen für Kind und Kegel 

Maschpark Hannover


Erster kommunaler Park in Hannover, Zeugnis der Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Bedeutendes erhaltenes Ensemble aus Architektur und Parklandschaft.
Parkanlage mit symetrischen Gartenräumen in Nähe der Gebäude (Neues Rathaus, Landesmuseum) und allmählichem Übergang in einen Landschaftspark.
Anordnung der Gehölzkulissen nach malerischen Gesichtspunkten mit hainartigen Bereichen, Strauchpartien und Baumgruppen; erstmalige Verpflanzung großer Bäume.
Teich mit kurvenreichen Ufern, einer kleinen Insel sowie einer Seerosenbucht als zentraler Bestandteil des Parks.
Heute bedeutende innerstädtische Grünanlage in Zusammenhang mit dem nahe gelegenen Maschsee.

Der Maschpark liegt im ehemaligen Überschwemmungsgebiet (Masch) der „Leine“.

Nach der Schleifung der Stadtbefestigung um 1780 entstanden breite Promenaden und am Freidrichswall eine gestreckte Parkanlage. Ab 1860 gab es Überlegungen zur Bebauung der vorderen Masch mit Ministerialgebäuden. Trotz Protesten – die die Wiesen als Spiel- und Tummelplatz mit freiem Blick bis zum Höhenzug des Deisters erhalten wollten - setzte der Magistrat der Stadt 1895 die sog. Aegidienmasch als Platz für den Bau des Neuen Rathauses fest. Ein Wettbewerb wurde aus- und die Anlage eines Parks vorgeschrieben Das Stadtbauamt entwickelte unter Mitarbeit des Stadtgartendirektors Julius Trip einen Plan für eine Parkanlage, in die das Neue Rathaus und auch das Landesmuseum eingebettet werden sollten.

Vorgesehen waren unterschiedliche Partien im Park, die sich von den Gebäuden (Neues Rathaus und 1897 begonnenes Landesmuseum) in einem allmählichen Übergang in Maschpark Hannover die Landschaftentwickeln sollten. Der Blick zum Höhenzug „Deister“ südlich von Hannover sollte dabei erhalten bleiben.

In der Parkanlage wurden daher regelmäßige Gartenräume (Platz- oder Parterreanlagen) aus der Mittelachse des Neuen Rathauses bzw. des Landesmuseums heraus entwickelt. Diese symmetrischen Gartenbereiche wurden in die anschließende „natürliche“ Parkanlage eingebettet.

Die Gehölzkulissen wurden nach malerischen Gesichtspunkten und zur Lenkung von Blickbeziehungen angeordnet. Die Bestände waren bis zum Boden geschlossen, ihre Umrisse wurden durch Vorpflanzungen von Stauden aufgelockert. Insgesamt zeichnete sich der Maschpark durch hainartige, locker plazierte Baumgruppen und eine Fülle von Stauden aus. Erstmals wurden bei dem Aufbau der Gehölzbereiche auch große Bäume aus der vorher existierenden Grünanlage am Friedrichswall in den Park verpflanzt.

Zentraler Bestandteil des Parks war – und ist - der im Jahr 1900 geflutete Maschteich mit kurvenreichen Böschungen und einer kleinen Insel. Am Südufer des Teichs, an der Seerosenbucht, wurde eine Felsenhalbinsel (Miniaturlandschaft eines Alpinums) angelegt.

Die Flächeninanspruchnahme durch den Straßenverkehr hat auch vor dem Maschpark nicht Halt gemacht. Im Wesentlichen unverändert geblieben sind bis heute die im Zusammenhang mit dem Park stehenden Bauwerke des Neuen Rathauses und des Landesmuseums. Die dicht gewordene Gehölzkulisse und die später entstandenen Baumalleen um den Maschsees verstellen heute den Blick in die freie Landschaft.

1985 wurde der Maschpark zum „Park der Partnerstädte“ (Blantyre, Bristol, Hiroshima, Leipzig, Perpignan, Poznan und Rouen) erklärt. Von 1990 bis 1992 stellte die Stadt Hannover Teile des Maschparks in ihrer ursprünglichen Form wieder her. Hier ist insbesondere das Parterre vor dem Landesmuseum zu nennen.

Der zu Beginn des 20. Jh. durch Blüten- und Blattstauden erzeugte Schmuckcharakter konnte aufgrund veränderter Lichtverhältnisse und vor Allem wegen des hohen Pflegeaufwandes in den vergangenen Jahren nicht mehr aufrechterhalten werden.

Texte: Sabine Scherer, Kirchner Ingenieure

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Ganzjährig öffentlich zugänglich

Planung

 


Projektinformationen

Projektzeitraum
Planung 1896 - Bau 1899 - 1913

Größe
10 ha

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Hannover

Adresse
Tramplatz 2
30159 Hannover


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