"Im Tal"

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©  Claudia Siebeck | Kunstverein Hasselbach e.V. Tänzerin Junko Wada, jour fixe 2007 

Tänzerin Junko Wada zu Klangkompositionen von Hans-Peter Kuhn Jour fixe am 23.06.2007 mit dem Thema "Choreographien der Landschaft"

©  Erwin Wortelkamp | Kunstverein Hasselbach e.V. Michael Deimel, Sonne-Licht-Mensch 1989 

Die Arbeit besteht aus einem Spiegel auf der Höhe und einem Steinkreis im Tal. Am Tag der Sommersonnenwende trifft der reflektierte Strahl der untergehenden Sonne in die Wasserfläche des zentralen Steines. Dieses Ereignis ist der Ursprung des jour fixe "im Tal".

©  Prof.Dr.mult. Ewald Schnug | Kunstverein Hasselbach e.V. Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger, Schlafende Schönheit 2008/2009 

Schlafende Schönheit - Blüten aus Harnstoff

©  Werner Hannappel | Kunstverein Hasselbach e.V. Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger, Schlafende Schönheit - Kim Wortelkamp, Brücke 2008/2009 

Brücke aus Cortenstahl von Kim Wortelkamp, Landschaftsarchitekt in Leipzig im Hintergrund ein liegendes Silo, die Umhausung der "Schlafenden Schönheit"

©  Schnug-Börgerding | Kunstverein Hasselbach e.V. James Reineking, TAl-Tilt 1989 

Konzept 1980 - Umsetzung 1989

©  Schnug-Börgerding | Kunstverein Hasselbach e.V. Ansgar Nierhoff, Beziehungen gegen Bedingungen 1987 

Zwei Streckungen über (eine) Achse auf fremdem Gebiet

©  Kunsteverein Hasselbach e.V. | Kunstverein Hasselbach e.V. Lageplan 

Lageplan "im Tal" mit Standorten der künstlerischen Arbeiten

"Im Tal"


„Es gibt Orte, die man lieber verheimlichen würde, als sie der Öffentlichkeit preiszugeben“ schrieb Shirin Sojitrawalla im ZEIT-Museumsfüher Nr. 145, DIE ZEIT Nr. 27, 23.06.2012. Über vierzig KünstlerInnen – Landschaftsarchitekten-Architekten-Bildhauer-Schriftsteller-Musiker – folgten der Einladung des Bildhauers Erwin Wortelkamp, die Landschaft zwischen Hasselbach und Werkhausen im Westerwald zu gestalten. Dabei nutzen sie die charakteristischen landschaftlichen Gegebenheiten: Talraum, Bachlauf, Wiesen, Weiden, Feldgehölze und Wald.
›im Tal‹ ist keine Parklandschaft, sondern eine naturnahe Kulturlandschaft mit extensiver landwirtschaftlicher Nutzung, die zunehmend im Diskurs mit der umgebenden Agrarlandschaft steht. Die Landschaft selbst wird zur begehbaren Großskulptur. Zumeist gemähte Wege erschließen das mittlerweile zehn Hektar große Gelände, in das um die fünfzig ortsbezogene, vielgestaltige Kunstwerke integriert wurden. Kunst und Natur suchen hier auf unterschiedliche Weise einen behutsamen Dialog. Entstanden ist –in Privatinitiative – eine in Europa einzigartige Anlage. Horst Bredekamp bezeichnet in einem Interview in DIE ZEIT Nr. 22 vom 24.05.2012 das "Tal" als "einen der großartigsten Gärten von heute mit enormer Aura".

Jörg van den Berg schreibt in: Künstler, kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, 2003:
„Der Kontext ›im Tal‹ wirkt wie eine große, offene Skulptur für Kommunikation: Ein privater, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellter Raum, in dem sich das Augenmerk gleichermaßen auf Kunstwerke, wie auf Landschaft richtet. Hier ereignen sich Kooperationen und Dialoge im Modus der Fremdstimmigkeit. An keiner Stelle wird ein Überblick über das Ganze ermöglicht, so dass der Besucher zum ständigen Akteur werden muss, will er sich die Vielschichtigkeit der Anlage ergehen. ... Die Kunst prägt als integraler Bestandteil eine Landschaftsgestalt, zeigt sich ›im Tal‹ nicht als Abbild oder Darstellung, zieht sich nicht – wie so oft im öffentlichen Raum – in den Kommentar zurück: Kunst gestaltet hier Wirklichkeit, ohne die Grenzen zu verwischen. Ganz im Gegenteil scheint die Inszenierung ›im Tal‹ die ästhetische Grenze deutlich zu betonen. Es zeigt sich geradezu die Lust an der Differenz. ...“

Nähere Angaben zur Gesamtanlage und allen Projektbeteiligten erhalten Sie unter www.im-tal.de/werke.

Carola Schnug-Börgerding begleitet das Projekt seit 1986. Neben der gesamträumlichen Landschaftsgestaltung betreut sie die erforderlichen Genehmigungsverfahren und hat die Gartenanlage vor dem Schulhaus entworfen.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

offene Anlage, Zutritt auf eigene Gefahr
Schlüssel zu einzelnen Objekten auf Anfrage erhältlich
Entgeld 4 € Erwachsene, 1 € Kinder, Jugendliche, Studierende
Führungen auf Anfrage

Jedes Jahr lädt die ›im Tal – Stiftung Wortelkamp‹ am ersten Samstag nach dem 21. Juni zum "jour fixe" ein. An diesem Tag finden im ›Haus für die Kunst‹, im Garten des alten Schulhauses und in den ›offenen Anlagen‹ Sonderveranstaltungen unterschiedlichen Formats statt: Ausstellungen, Vorträge, Symposien, Lesungen, Performances, Konzerte. Das Programm ist ab Anfang Mai 2013 unter: www.im-tal.de zu erfahren.

Zum "jour fixe" am 22. Juni 2013 wird auch im Rahmen der Aktion "100 besondere Orte" eingeladen. Das Programm ist ab Anfang Mai 2013 unter: www.im-tal.de zu erfahren.

Planung

Carola Schnug-Börgerding

Hochstraße 60
57610 Altenkirchen

Erwin Wortelkamp
Initiative und Gesamtplanung

Schulhaus
57635 Hasselbach


Projektinformationen

Projektzeitraum
1986 - fortdauernd

Größe
über 10 Hektar

Auftraggeber • Bauherr
Initiative der Familie Wortelkamp Hasselbach

Adresse
Schulhaus Hasselbach
57635 Hasselbach/Westerwald


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