Schlosspark Glienicke

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Blumenbeete

Teppich- und Lilienbeet

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Rundbeet

© 2012 Bernd Kraft | BK

Rundbeet Detail

© 2012 Bernd Kraft | BK

Blumenbeete

Die in runder bzw. ovaler Form angelegten Blumenbeete waren zerstört. Sieben von ihnen konnten aber wieder nach alten Plänen rekonstruiert werden. Sie befinden sich der Nähe von Wegen, Gebäuden und Plätze im Pleasureground. Anhand der in der kleinen Neugierde gefundenen Beeteinfassungen aus Terrakotta konnten sechs verschiedene Typen originalgetreu nachgebildet werden. Sie fassen heute wieder die Blumenbeete. Die jahreszeitlichen Bepflanzungen sehen möglichst originalen Blumenschmuck vor.

 

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Lilienbeet

© 2012 Bernd Kraft | bk

Teppichbeet

© 2012 Bernd Kraft | bk

Teppichbeet Detail

© 2012 Bernd Kraft | bk

Teppich- und Lilienbeet

Auf der Grundlage historischen Foto- und Planmaterials konnten das Teppich- und das Lilienbeet wieder hergestellt werden. Sie befinden sich in unmittelbarer nähe des Schlosses.

Die Konturenbepflanzung besteht aus Buchsbaum, das Innere ist mit einer einjährigen Strohblume bepflanzt, womit eine kissenartige Wirkung erzielt wird. Ebenfalls mit Buchsbaum ist die Rahmung des Mäanderbeetes bepflanzt. Die Zierbänder werden aus rotblättrigen Iresinen und Alternatheren gebildet.

 

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© 2012  Bernd Kraft | bk Pleasureground mit Blick in die Havellandschaft 

© 2012  Bernd Kraft | bk Brunnen 

Die Löwenfontäne von 1838 mit Blick auf die Südseite des Schlosses.

© 2012  Bernd Kraft | bk Schloss Klein-Glienicke 

Das Schloss Glienicke diente Prinz Carl von Preußen als Sommersitz. Hier verwirklichte er seinen "Traum von Italien". Ursprünglich war es ein ehemaliges Gutshaus aus dem Jahre 1753. Carl ließ es 1825 von dem Architeketen Karl Friedrich Schinkel im Stile einer italienischen Villa umgestalten. Nach seinem Tod 1883 verwahrlosten Gebäude und Park zusehends. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Lazarett genutzt, in den 1950er Jahren beherbergte es ein Sporthotel und ab 1976 eine Heimvolkshochschule. Seit Ende der 1980er Jahre befindet sich im Schloss ein Museum, das Schinkel-Möbel und Kunstgegenstände ausstellt, die zu großen Teil aus dem Besitz von Prinz Carl stammen. Im Westflügel eröffnete im Jahr 2006 das erste Hofgärtnermuseum Europas, das die Geschichte der preußischen Hofgärtner dokumentiert.

© 2012  Bernd Kraft | bk Hofgärtnermuseum 

Im April 2006 eröffnete in den Räumen des Schlosses Glienicke das Hofgärtnermuseum. Es ist europaweit die erste ständige Ausstellung, die sich der Geschichte des Berufsstandes der Gärtner widmet. Gartenbesitzer und bekannte Gartenarchitekten wie Lenné werden meistens genannt. Die ungezählten Gärtner, die beim Entstehen einer Anlage und deren Pflege verantwortlich mitarbeiten, hingegen nicht. Das Hofgärtnermuseum hat sich zur Aufgabe gemacht, den Berufsstand der Gärtner mit all seinen praktischen und theoretischen Facetten in der Fokus zu rücken. Es werden Pläne und Skizzen, Gegenstände aus dem persönlichen Besitz der Gartenkünstler sowie historische Gartengeräte gezeigt. Die "Galerie der preußischen Hofgärtner" gibt mit ihren Porträts einen Überblick über deren Biografien und Werke. Im schönsten Raum der Schau, der sich im ersten Obergeschoss des Schlosses befindet, ist das wertvolle Mobiliar des Königlichen Oberhofgärtners Theodor II. Nietner zu sehen. Es zeugt von seinem hohen gesellschaftlichen Rang als Hofgärtner. Den altehrwürdigen Titel Hofgärtner gibt es leider nicht mehr. Heute sind Gartenbauingenieure und Denkmalpfleger für den Erhalt ihrer Werke zuständig. Sie haben es geschafft, die einzigartigen Gartenlandschaften rund um das Schloss wieder entstehen zu lassen.

© 2012  Bernd Kraft | bk Der Pleasureground 

Als das früheste Beispiel eines klassischen Landschaftsgartens in Preußen ist der Pleasureground mit seinen eingefassten runden und ovalen Blumenbeeten anzusehen. 1824 erwarb Prinz Carl von Preußen den Besitz. Beeindruckt von seiner ersten Italienreise fasste er den Entschluss, sich seinen "Traum von Italien" in Berlin zu verwirklichen. Der Pleasureground wurde mit ausländischen Gehölzen, exotischen Blattpflanzen, Brunnen, Sitzbänken und zahlreichen Kunstwerken vollendet.

© 2012  Bernd Kraft | bk Wiese im Pleasureground 

© 2012  Bernd Kraft | bk Bänke 

An besonders imposanten Stellen im Pleasureground laden heute wieder die von Schinkel entworfenen gusseisernen Sitzbänke zum Verweilen ein.

© 2012  Bernd Kraft | bk Casino 

Im Jahre 1824/25 wurde von Karl Friedrich Schinkel das ehemalige Billardhaus in ein Casino im italienischen Stil umgebaut. Direkt am Ufer der nahegelegenen Havel bietet das Bauwerk einen wunderschönen Blick nach Potsdam und auf die am gegenüberliegende Ufer stehende Sacrower Dorfkirche.

© 2012  Bernd Kraft | bk Große Neugierde 

Die "Große Neugierde" mit dem wieder hergestelltem Rundbeet. Die 1835-37 nach den Plänen von Schinkel errichtete Rotunde diente als Ausichtspunkt zur Glienicker Brücke und nach Potsdam.

© 2012  Bernd Kraft | bk Blick in die Kulturlandschaft Potsdams 

© 2012  Bernd Kraft | bk Stibadium 

Dieses "halbrunde Speisesofa" (ital.) wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, konnte aber in den Jahren 1957 bis 1967 wieder hergestellt werden. Das von Ludwig Persius 1840 entworfene Stipadium befindet sich ganz in der Nähe der Löwenfontäne. Die erhobene Sitzplattform bietet einen weiten Ausblick Richtung Potsdam.

© 2012  Bernd Kraft | bk Der Klosterhof von 1850 

© 2012  Bernd Kraft | bk Remise 

In der ehemaligen Remise ist heute ein beliebtes Ausflugsrestaurant untergebracht, auch Ort gutbesuchter Konzerte. Vor dem Gitter zum Hof befindet sich eine Neptunfigur. Sie war ein Geburtstagsgeschenk von Friedrich Wilhelms III. an seinen Sohn und wurde am 23. Juni 1838 an diesem Ort aufgestellt.

© 2012  Bernd Kraft | bk Sichtachse 

Nach den Plänen von Lenné wurden Wiesen und Pflanzungen von Bäumen so angelegt, dass wunderschöne Sichtbeziehungen in die Kulturlandschaft, wie hier auf das Belvedere in Potsdam, entstanden.

© 2012  Bernd Kraft | bk Baumbestand 

Bei der Erweiterung des Parks nach den Plänen von Lenné entstanden entlang der Havel einige große Wiesenflächen sowie abwechslungsreiche Baum- und Gehölzgruppen.

© 2012  Bernd Kraft | bk Wiese 

Schlosspark Glienicke Potsdamer Kulturlandschaft und Hofgärtnermuseum


Eingebettet in die einzigartige Kulturlandschaft Potsdams und Berlins ist der Glienicker Park ein bedeutendes Dokument der Gartenkultur des 19. Jahrhunderts. Seit 1990 steht der Park - zusammen mit den Schlössern und Parks von Sanssouci in Potsdam und der Pfaueninsel in Berlin - als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO.

Nachdem die Anlage in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts immer mehr verwilderte, begann man ab 1978 mit der Wiederherstellung des Parks. Ziel der konservatorischen Arbeiten war, die Anlage in einen Zustand, wie er 1850 existierte, wieder zu versetzen.

Der preußische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg hatte das Gut 1814 gekauft und den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné beauftragt, das Gelände umzugestalten. Zwei Jahre später legte Lenné einen Entwurf für den Bereich zwischen Schloss und Havelbrücke vor. Es entstand ein Landschaftsgarten mit raumbildenden Gehölzen, Rasenflächen, die sich weit zur Havel hinunter öffnen und einem geschwungenen Wegenetz mit Ausblick auf die Havellandschaft.

Das Schloß und die im Park befindlichen Gebäude wurden nach italienischen Vorbildern von den Architekten Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius ergänzt und umgebaut. Zusammen mit dem Böttcherberg und dem gegenüberliegenden Jagdschlosspark stellt der Glienicker Park in seiner Einheit von Architektur und Garten heute wieder ein herausragendes Gesamtkunstwerk dar.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Der Eintritt ist frei.

 


Weitere Informationen im Internet

Stiftung Preußische Schlösser

Anderes Berlin

Restaurant Goldner Greif

Hofgärtnermuseum Berlin de Das offizielle Haupstadtportal

Wikipedia

Planung

 


Projektinformationen

Projektzeitraum
1816

Größe
90,1 Hektar

Adresse
Königstr. 36B
14109 Berlin


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