Gärten der Welt

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©  DOM publishers Wie alles begann 

Als im Jahr 1987 die Berliner Gartenschau ihre Pforten öffnete, war nicht absehbar, in welchem Maße sich das Gesicht und die Bedeutung der Anlage in den kommenden Jahren wandeln sollten. Durch den Bau verschiedener authentischer Themengärten entwickelte sich aus dem Erholungspark Marzahn ein nationaler und internationaler Publikumsmagnet. Die nunmehr neun "Gärten der Welt", eingebettet in eine weitläufige Parkanlage, präsentieren eindrucksvoll Gartenkunst aus Asien, dem Vorderen Orient und Europa, werden aber gleichzeitig ihrer ursprünglichen Bedeutung als Ort der Entspannung und der Ruhe gerecht.

© 2011  Peter Tiedt Chinesischer Garten 

Der Garten entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Peking und erhielt seinen Namen "Garten des wiedergewonnenen Mondes" vom Institut für Klassische Gartenplanung Beijing (Peking). Der Mond, als traditionelles chinesisches Symbol für harmonische Einheit, steht hier als Sinnbild für die wiedergewonnene Einheit Deutschlands. Als klassischer Gelehrtengarten nach chinesischer Gartenbaukunst zeichnet er sich durch Schlichtheit und dezente Farben aus. Spezialisten aus Peking haben diesen größten Chinesischen Garten innerhalb Europas errichtet. Sein Zentrum bildet ein 4.500 Quadratmeter großer See. Dieser ist von Gebäuden, Brücken und Platzflächen umgeben. Das herausragenste Bauwerk des Gartens ist das Teehaus "Berghaus zum Osmanthussaft".

© 2011  Peter Tiedt Japanischer Garten 

Geplant vom Zen-Priester und Gartenkünstler Shunmyo Masuno, Yokohama, zeigt der 2.700 m² große "Garten des zusammenfließenden Wassers" Elemente des klassischen Zen-Stils. Er schuf eine in sich geschlossene Gartenwelt mit Pavillon, Teich, Wasserläufen, Trockengarten, imposanten Steinsetzungen und geharkten Kiesflächen, die seit Mai 2003 die Besucher verzaubert. Ein Rundweg erschließt die unterschiedlichen Gartenräume, deren zentraler Punkt ein kleines Gebäude, das so genannte Chaya, darstellt. Die topografisch sehr bewegte Gartengestaltung gewährt immer wieder einzigartige Momente. Der Garten wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Tokio errichtet.

©  Grün Berlin GmbH Balinesischer Garten 

Der "Garten der drei Harmonien" entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Jakarta und wurde als Teil eines südbalinesischen Wohnhofs mit Tempeln angelegt. Das nach balinesischen Vorbildern entstandene Bauensemble ist nur ein Ausschnitt eines üblichen traditionellen Wohnkomplexes einer Familie auf Bali. Den tropischen "Urwald" bilden Baumfarne, Orchideen, Moose und der duftende Frangipani (Westindischer Jasmin), aber auch viele Pflanzen, die man als Zimmerpflanzen oder aus Botanischen Gärten kennt. Die Pflanzen werden nicht nach gestalterischen Kriterien, sondern nur rein nach ihrer Funktion, z.B. als Nahrungsmittel oder als Medizin, gepflanzt.

© 2011  Peter Tiedt Orientalischer Garten 

Die Gartentradition verschiedener islamischer Länder findet sich in dem von Mauern umschlossenen Wohnhof oder Riyad wieder. Der "Garten der vier Ströme" entspricht symbolisch dem Paradies, wie es im Koran beschrieben wird. Wasserspiele vervollständigen die Vorstellung vom Paradies. Eine Brunnenschale im Zentrum des Gartens, überdacht von einem Pavillon symbolisiert die Quelle. Den Besucher empfangen duftende Blumen, Rosen, Palmen, Fruchtgehölze und Wasserspiele sowie erlesenes Kunsthandwerk. Die Ornamentik im "Garten der vier Ströme" ist wesentlich: Kalligraphie und florale Arabesken finden sich an den Wänden, Holzschnitzereien am Pavillon und Holzmalerei in den Arkaden und im Pavillon.

© 2011  Peter Tiedt Koreanischer Garten 

Er umfasst eine Fläche von ca. 3.000 Quadratmetern und zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Landschaft mit Hügeln und einem Wasserfall sowie durch ein mit vier Höfen gegliedertes Anwesen mit reichem Figurenschmuck und einem Pavillon aus. Der Garten ist ein Geschenk der Stadt Seoul an Berlin. Der "Seouler Garten" ist ein authentisches Beispiel koreanischer Gartenkultur. Die Grundlagen der koreanischen Kultur werden in der Gartengestaltung sichtbar: der volkstümliche schamanische Glaube in seiner Naturhaftigkeit, der Buddhismus in den fließenden Übergängen und der verschlungenen Wegführung und die Lehre des Konfuzius in seiner klaren räumlichen Gliederung. Diese drei Philosophien konkurrieren nicht miteinander; sie ergänzen sich in diesem "Garten der Freude im Einklang mit der Natur".

© 2007  Jürgen Hohmuth Irrgarten und Labyrinth 

Seit dem Sommer 2007 können die Besucher des Parks zwei unterschiedliche, dennoch verwandte Formen der europäischen Gartenkunst erleben – einen aus 1.250 Eiben bestehenden Irrgarten nach dem Vorbild des Parks des britischen Königsschlosses Hampton Court bei London und ein Bodenlabyrinth nach dem Vorbild der gotischen Kathedrale von Chartres, Frankreich. Beide Formen thematisieren den Lebensweg und die Suche nach der Mitte, unterscheiden sich aber in ihrer Wegeführung. Dieser Unterschied wird erstmals in diesem einzigartigen Ensemble, aus Irrgarten und Labyrinth, deutlich gemacht.

© 2012  Grün Berlin GmbH Karl-Foerster-Staudengarten 

Der bereits zur Berliner Gartenschau 1987 entstandene Karl-Foerster-Staudengarten wurde, frei nach dem Foerster-Motto "Es wird durchgeblüht", nach zweijähriger Überarbeitungszeit im März 2008 wiedereröffnet. Es entstand ein "gartenkünstlerisches Doppelreich" aus formal architektonischen Elementen und frei gestalteten Naturgärten. Der formale innere Heckengarten mit seinen Prachtstauden und die umgebenden frei gestalteten Bereiche, deren Staudenpflanzungen an Gehölzsäume und Heidelandschaften erinnern, bilden zusammen mit dem Steingarten die wesentlichen, für Karl Foerster typischen Pflanzenbilder. Er ist ein Beispiel für die Gartenkunst Deutschlands und soll im Sinne Karl Foersters ein Ort der Schönheit, der Freude und der Versöhnung mit der Natur sein.

© 2012  Grün Berlin GmbH Italienischer Renaissancegarten 

Im Mai des Jahres 2008 wurde unweit des Eingangs Blumberger Damm ein weiteres Projekt der "Gärten der Welt": der Italienische Renaissancegarten "Giardino della Bobolina" eröffnet. Er zeigt die frühe Gartenkunst Europas (14.-16. Jh.) und lässt den Besucher längst vergangene Gartenwelten erahnen. Der Garten gliedert sich in drei formale Bereiche: den steinernen Vorplatz mit seinen anmutigen Wasserspeiern, den Hauptgarten mit der wunderschönen Statue, der "Venus della Grotta" auch liebevoll "Bobolina" genannt, und den geheimnisvollen "Giardino segreto", der durch seine filigranen Staudenrabatten und geschnittenen Buxusskulpturen das Augenmerk auf die architektonischen Elemente des Gartens lenkt. Eine überdachte Loggia im Hauptgarten lädt zum Verweilen ein. Von dort aus blickt man auf imposante Brunnen, Terrakotten, antike Skulpturen, Wasserspiele und Kübelpflanzen.

© 2011  Peter Tiedt Christlicher Garten 

Im Frühling 2011 eröffnete in den "Gärten der Welt" ein Garten, dessen Thema die christliche Kultur ist. Hierbei wurde die Urform des Kreuzganges künstlich in eine zeitgenössische Symbol-, Zeichen- und Formsprache übersetzt. Es entstand ein quadratischer Garten, der sich auf besondere Weise in die natürlichen Gegebenheiten einpasst. Seinen Mittelpunkt bildet ein überquellender Wasserstein. Begrenzt wird er von einer Buchenhecke und einem goldfarben lackierten, aus einzelnen horizontal angeordneten Metallzeilen bestehenden Wandelgang. Die zwischen den Zeilen eingearbeiteten Texte entstammen zum Teil dem Alten, dem Neuen Testament und der Philosophie. Ältestes Zitat ist der erste Satz der Bibel: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde", aber auch Texte von Goethe, Bonhoeffer, Luther und vielen anderen sind vertreten.

©  Grün Berlin GmbH Englischer Garten 

Auf der ca. sechs Hektar großen Erweiterungsfläche der "Gärten der Welt" wird ab 2012 ein bis zu 5.000 m² großer Englischer Garten entstehen. Dieser wird nach den Plänen des Büros Austin•Smith:Lord aus Manchester – dem Wettbewerbsgewinner – gestaltet. Der zehnte Themengarten innerhalb der "Gärten der Welt" wird geprägt durch die traditionelle englische Landschaftsgestaltung mit einem kleinen Cottage, Cottagegarten, Rosen- und Staudengarten, einer Obstwiese und weiten Rasenflächen. Weitläufig geplante Wegeverbindungen, Sichtachsen und Blickbeziehungen werden die umgebenden Flächen erschließen und diese somit in die Gesamtanlage integrieren. Der neue Garten wird durch seine traditionelle Gestaltung eine weitere Attraktion der "Gärten der Welt".

©  Frau Kleine-Uthmann Parkansicht 

© 2010  Frau Kleine-Uthmann Karl-Foerster-Staudengarten 

©  Christian Seel Tulpenfeld 

©  Grün Berlin GmbH Wechselbepflanzung 

Gärten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf


Neun fremde Gartenwelten laden zum Staunen ein: Gärten aus China, Japan, Korea, dem Orient und Bali sowie der Karl-Foerster-Staudengarten und der Italienische Renaissancegarten. Bei Kindern ganz besonders beliebt sind der Irrgarten und das Labyrinth. Im Jahr 2011 wurde der Christliche Garten eröffnet. Die Eröffnung des neuen Englischen Garten ist für 2014 geplant.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Eingänge:
Eisenacher Straße 99
Blumberger Damm
Kienberg / Siegmarstr. Am Wochenende ab 9.00 Uhr

Eintrittspreise:
Hauptsaison: 3,00 €/erm. 1,50 €
Anfang November bis Ende März: 2,00 € / 1,00 €

 


Weitere Informationen im Internet

Gärten der Welt

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Planung

 


Projektinformationen

Projektzeitraum
1987

Adresse
Eisenacherstr. 99
12685 Berlin


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