Die Gärten von Walter Rossow

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Historische Aufnahme des Buchenhofs

Historische Aufnahme des Gräserhofs

Landschaftsarchitekt Walter Rossow

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Buchenhof

Der Buchenhof kurz nach seiner Fertigstellung mit Mobiliar der Zeit.

©  Foto-Kessler, Berlin | Foto-Kessler, Berlin

Historische Aufnahme des Buchenhofs

 

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Gräserhof

Schon bald gaben die hochwachsenden Gräser dem Innenhof eine angenehme Atmosphäre.

©  Hilde Zenker | Akademie der Künste

Historische Aufnahme des Gräserhofs

 

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Walter Rossow
Landschaftsarchitekt 1910-1992

©  Peter Kluska | Peter Kluska

Landschaftsarchitekt Walter Rossow

 

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©  Manfred Mayer Vorplatz der Akademie 

Zum Haupteingang führt eine über Stufen sanft abfallende Platzfläche, flankiert durch "Die Liegende" von Henry Moore (1956).

©  Florian Bolk | Stadtwandel Verlag Die Akademie von oben 

Die große Baugruppe bleibt niedrig und integriert sich gut in den Tiergarten und das Hansaviertel.

©  Walter-Rossow-Archiv | Akademie der Künste Berlin Planausschnitt Außenanlagen - Pflanzplan  Professor Walter Rossow, Gartenarchitekt, Blatt 488, 12.01.1960

Der Plan aus dem Archiv von Walter Rossow macht deutlich, dass Architektur und Gartenkunst hier so miteinander entworfen und verwoben wurden, dass die Grenzen zwischen Landschaft und Haus aufgehoben scheinen.

©  Inge Zimmermann Gräserhof 

Der Gräserhof im ersten Stock zeigt heute am deutlichsten die Ideen von Düttmann und Rossow - die Gestaltung von Haus und Freiraum als Gesamtkunstwerk.

©  Inge Zimmermann Gräserhof 

Er wurde vor wenigen Jahren sachkundig restauriert.

©  Inge Zimmermann Buchenhof 

Die kleine Buche in der Mitte des Hofes hat sich in den Jahren zu einem raumprägenden, imposanten Baum entwickelt.

©  Inge Zimmermann Theatergarten 

Der Theatergarten war ursprünglich als ein weiterer Stauden- und Gräsergarten gedacht. Heute ist er stark verschattet und zugewachsen.

Die Gärten von Walter Rossow Akademie der Künste am Hanseatenweg


Die Gärten in der Akademie der Künste spiegeln die Ideen des Landschaftsarchitekten Walter Rossow und des Architekten Werner Düttmann wieder, die in kongenialer Zusammenarbeit das Haus der Akademie mit seinen Gärten als Zusammenspiel von Innen und Außen, von Haus und Freiraum als ein Gesamtkunstwerk entwickelten, sodass die Grenzen zwischen Landschaft und Haus aufgehoben scheinen.

Mit der Internationalen Bauausstellung (Interbau) 1957 entstand am Rand des Tiergartens das Hansaviertel, eine Komposition von herausragenden solitären Bauten internationaler Architekten. Sie sind eingebettet in eine locker gestaltete Parklandschaft, bis heute ein besonderer Ort in der dicht bebauten Stadt. Walter Rossow war intensiv in die Konzeption der Interbau involviert.
Wenig später machte eine private Stiftung es möglich, am Rande des Hansaviertels für die 1954 im Westteil Berlins wiedergegründete Akademie ein neues Domizil zu bauen. Haus und Gärten wurden am 18.06.1960 eingeweiht. Der Architekt war Werner Düttmann mit Sabine Schumann; die Gärten entwarf Walter Rossow, eine wahrhaft kongeniale Zusammenarbeit. Wie Düttmann schätzte Rossow eine klare und sachliche Formensprache. Der Reiz entstand vor allem durch sensibel komponierte Pflanzenbilder, die in einem spannungsvollen Gegensatz zur Architektur standen.

Ein Plan aus dem Archiv von Walter Rossow macht deutlich, dass Architektur und Gartenkunst hier so miteinander entworfen und verwoben wurden, dass die Grenzen zwischen Landschaft und Haus aufgehoben scheinen.

Rossow nutzt die Kulisse der großen Bäume, die das Grundstück umgeben, und lässt sie zu einem Rahmen für die Gebäude werden. Große, wiederum mit Bäumen bestandene Rasenflächen bilden im Norden ein ruhiges Vorfeld und integrieren die Parkplätze. Charakteristisch für die Entwurfshaltung Rossows sind die niedrigen gemauerten Kanten, die schlichte Rasenflächen wie ein kostbares Parterre erscheinen lassen.

Zum Haupteingang führt eine über Stufen sanft abfallende Platzfläche, eine einladende Geste, die zugleich die große Gebäudegruppe in der Umgebung noch bescheidener erscheinen lässt. Man erreicht das Foyer, niedrig wirkend, aber nicht bedrückend, weil sich schon hier der Blick in die Höfe und Gärten des Hauses weitet. Die grauen Schieferplatten führen vom Vorplatz durch das Foyer und wieder hinaus in die Höfe, dort lockerer und von Pflanzflächen durchsetzt.

Der Innenhof, vom Foyer nur durch hohe Fensterwände getrennt, wird heute durch eine mächtige Buche dominiert, die einen eigenen Raum bildet. Die gegenüberliegende Seite des Hofes, der Glasgang, lässt schon den südlichen Garten durchscheinen, der sich zum Tiergarten öffnet. Ursprünglich durch Gräser, Stauden und Rosengarten als heiteres Sommerbild entworfen, wirkt er heute, in die Jahre gekommen, als Wildnis. Das ursprüngliche Pflanzkonzept ist nicht mehr ablesbar, wie überhaupt die Anlagen insgesamt 50 Jahre nach ihrer Entstehung einer Restaurierung und fachkundiger Weiterentwicklung bedürften. Das Gartendenkmal ist nicht in bestem Zustand.

Herzstück der Ausstellungsräume im ersten Stock ist der Gräserhof. Er wurde vor wenigen Jahren sachkundig restauriert und spiegelt heute am deutlichsten die Ideen von Düttmann und Rossow, die Gestaltung von Innen und Außen, von Haus und Freiraum als Gesamtkunstwerk wieder.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Die Gärten sind einsehbar, aber nicht immer zugänglich. Im Zusammenhang mit Ausstellungen und Veranstaltungen werden sie zeitenweise geöffnet.

Im Buchenhof ist in der Sommerzeit tagsüber das Café.

 


Weitere Informationen im Internet

Akademie der Künste

Planung

 

Adresse
Hanseatenweg 10
10557 Berlin


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