Außenanlagen der Chemischen Fabrik Budenheim

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1908-1962

1963-2001

2002-2003

ab 2004

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1930

Eine kleine Fabrik am Rhein wächst zum Global Player

Das Unternehmen wurde 1908 als „Chemische Fabrik Budenheim Utz und Hensel“ gegründet. Bereits 1924, mittlerweile hatte man sich auf die Herstellung von Phosphaten und Folgeprodukte spezialisiert, erfolgte die Firmenbeteiligung durch den Lebensmittelhersteller Dr. Oetker. In den 1950er Jahren wurde die benachbarte Ölfabrik übernommen, womit sich die Rheinfront auf 485 Meter verlängerte.

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1963: Im Vordergrund das gerade errichtete Verwaltungsgebäude

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Das Verwaltungsgebäude und seine Vorflächen

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Westliche Zufahrt ohne ausgewiesenen Parkplatz

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Sträucher...Abstandsgrün...

Expansion der Fabrik und Verlagerung der Verwaltung nach Budenheim

Mit der stetigen Modernisierung der Produktionsabläufe entstanden neue Produktionsanlagen und Gebäude, so dass das Bild der Chemischen Fabrik einem ständigen Wechsel unterworfen ist. Nach der kriegsbedingten Zerstörung der Mainzer Verwaltungszentrale in Mainz im wurde diese nach Budenheim verlagert, wo sie ab 1963 ein neues Verwaltungsgebäude bezog. Die Freiflächen waren von ausgedehntem Abstandsgrün geprägt. Eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen und nutzbare Freiräume hatten in der 60er Jahre Planung noch keine Rolle gespielt.

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Erdarbeiten im Rahmen des 2. Bauabschnitts

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Erdarbeiten auf dem Werksgelände

Umbauphase

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Die formale Formensprache greift Elemente der benachbarten Rheinauen auf

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Die Neuordnung der Parkplatzsituation trägt maßgeblich zum großzügig einladenden Eindruck des Firmenentrées ein. (Zitat „Gottfried Kühn Preis 2009“)

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Werksgelände mit "Blüten-Welle"

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Luftaufnahme in Richtung Osten

Die Chemische Fabrik Budenheim nach dem Umbau

Heute, gut hundert Jahre nach Gründung, ist die Firma einer der Weltmarktführer in der Phosphatherstellung und beschäftigt 670 Mitarbeiter. Mit der Neugestaltung der Freiflächen präsentiert sie sich als weltoffenes, modernes Unternehmen. Dieses Engagement und die Gestaltung wurden 2009 mit dem Preis für Landschaftsarchitektur in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, dem Gottfried-Kühn-Preis ausgezeichnet.

 

Zeitblende

Stories

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Integrierter Hochwasserschutz

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Das Werk im Überschwemmungsbereich Hier das Hochregallager direkt am Rhein

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Gefahrenabwehr durch die etwa 2 m hohe Mauer in den ufernahen Bereichen

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In den hinteren Bereichen schließt die niedrigere Hochwassermauer an, die im Ernstfall mit mobilen Elementen verstärkt werden können

©   | Thomas Riehle Architekturfotografie

Durch die niedrige Mauer bleiben die Sichtbeziehungen sowohl nach Süden, in den Ort Budenheim erhalten…

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… als auch in die Feldflur in Richtung Westen

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Verzahnung von Freiflächen und Landschaft

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Innerhalb des Werkgeländes ergeben sich durch die Einfriedung der Hochwassermauer geschützte Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter

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Integrierter Hochwasserschutz

Anfang dieses Jahrhunderts sollte eine umfassende Hochwasserschutzmauer mit einer Schutzhöhe für ein zweihundertjähriges Hochwasserereignis gebaut werden. Dies hätte den Bau einer hohen Mauer bedeutet, die das Werk komplett von außen abriegelt hätte. Der Firmenphilosophie entsprechend wurde statt Abschottung eher die Öffnung und Kooperation mit der Gemeinde und der Öffentlichkeit angestrebt. Dieser Ansatz beinhaltete auch die gestalterische Einbindung der Hochwassermauer und der Vorflächen des Werksgeländes.

Die Lösung lag in einer niedrigen Hochwasserschutzmauer an der Südseite des Werksgeländes, die im Hochwasserfall mit mobilen Hochwasserschutzelementen auf die erforderliche Schutzhöhe gebracht wird. Gleichzeitig war somit die Möglichkeit gegeben, statt einer fast zwei Meter hohen Mauer ein einladendes Entree zur Verwaltung der CFB zu schaffen. Vorfahrt und Vorstands –sowie Besucherparkplätze wurden neu geordnet und westlich des Haupteingangs angeordnet.

 

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©  Chemische Fabrik Budenheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Im Anschluss an die Terrasse wurden Sitzbereiche geschaffen, die Rückzugsmöglichkeiten bieten bzw. Orte der ruhevollen Entspannung. 

©  BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Sonne oder Schatten – in den von Pergolen und Hecken gefassten Sitzbereichen lässt es sich bestens zur Ruhe kommen. 

©  Dietmar Strauß, Besigheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Eine Terrasse zur Außenbewirtschaftung der Kantine ergänzt das Angebot für die Mitarbeiter zur Pausenerholung in einer parkartig gestalteten Umgebung. 

©  Dietmar Strauß, Besigheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten In einem zweiten Bauabschnitt wurden Aufenthaltsflächen für Mitarbeiter und Gäste im Umfeld der neu gebauten Kantine gestaltet. 

Ein von Zieräpfeln überstelltes Blütenband fließt in einer Wellenbewegung entlang des Verwaltungsgebäudes und begleitet die Mitarbeiter auf dem Weg zur Kantine. Jahreszeitlich wechselnde Blühaspekte schaffen Abwechslung und ein heiteres Farbenspiel.

©  Chemische Fabrik Budenheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Die vorhandenen Altbaumbestände auf dem Grundstück wurden erhalten und in die neue repräsentative Gestaltung integriert. 

©  Dietmar Strauß, Besigheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Die Gestaltung der Freifläche greift in einer formalen, teils artifiziellen Gestaltungssprache die Landschaftselemente der angrenzenden Rheinaue auf: 

Obstbau wird in Form eines Zierapfelhains aufgegriffen, die vorhandene kleinteilige Flurgliederung findet sich in den linienhaften Strukturen der Buchshecken und Rasenstreifen wieder.

©  Dietmar Strauß, Besigheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Verschiedene Bodenbeläge strukturieren die Vorflächen. Hochwertige Materialien und Ausstattungsgegenstände dokumentieren den hohen Qualitätsanspruch der Firma auch nach außen. 

Im Rahmen der Umgestaltung konnte ein einladendes Entree geschaffen werden, das in seiner Offenheit die Firmenphilosophie des Auftraggebers wiederspiegelt.

©  Dietmar Strauß, Besigheim | BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Chemische Fabrik Budenheim 

Außenanlagen der Chemischen Fabrik Budenheim


Die direkte Lage der Chemischen Fabrik Budenheim am Rhein machte einen verbesserten Hochwasserschutz notwendig. Um das Firmengelände nicht mit einer zwei Meter hohen Mauer von der Gemeinde abzuriegeln, wurde für den größten Abschnitt eine niedrige Mauerlösung gefunden, die bei Bedarf mit mobilen Hochwasserschutzelementen aufgestockt werden kann. Mit den neugestalteten Vorflächen öffnet sich das Werksgelände zur Gemeinde Budenheim. Zusätzlich wurden die Erschließung und das Parkplatzangebot neu organisiert.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2010

April 2010

Planung

BIERBAUM.AICHELE. landschaftsarchitekten
Klaus-Dieter Aichele, Günter Schüller

Untere Zahlbacher Straße 21
55131 Mainz


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