: metabolon

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© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Deponiekegel 03 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Deponiekegel 04 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Deponiekegel 02 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon die Recyclingachse 02 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon die Recyclingachse 03 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Eingangsbereich 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Spiel 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Deponiekegel 01 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon die Rutsche 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon die Recyclingachse 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Reitstiefel 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Müllmann 

© 2012  FSWLA FSWLA : metabolon Lageplan 

: metabolon Entsorgungszentrum Leppe I Regionale 2010


: Müll einmal ganz anders

Eine Mülldeponie recyceln? Ein Abfallprodukt unserer kurzsichtigen Handlungsweise wird zum Zentrum des neuen Denkens. Aus einem einstigen Abfallprodukt unseres Lebens entsteht eine Deponie des Nachdenkens und Handelns. Einprägsame Bilder des Metabolismus zeigen dieses Gelände als zukünftigen Prozess. Veränderung ist Teil unseres Konzeptes. Die Veränderung liegt dem Konzept der Sukzession zugrunde. Von der Deponiespitze bis zum Tal werden verschiedene Stadien der Sukzession erlebbar gemacht. In dieses Sukzessionsband eingebettet ist der sportliche Aspekt ein wichtiger Baustein des Konzeptes. Weiter werden zwei Stoffkreisläufe inszeniert. Der natürliche Kreislauf, am Hangfuß angegliedert, erklärt den ständigen Kreislauf des Lebens. Dieser bildet eine Schnittstelle mit der Recyclingschiene. Dieser, durch den Menschen geprägte Kreislauf wird auf dem Weg vom neuen Multifunktionszentrum bis zur Deponiespitze anschaulich verdeutlicht. Der Deponiekegel wird sowohl als weithin sichtbare Landmarke ein Zeichen setzen, als auch für Freizeitaktivitäten der Region zur Verfügung

: metabolon hat eine Würdigung des Bund Deutscher Landschaftsarchitekten NRW 2012 erhalten

: metabolon

Eine Mülldeponie recyceln? Ein Abfallprodukt unserer kurzsichtigen Handlungsweise wird zum Zentrum des neuen Denkens. Aus einem einstigen Abfallprodukt unseres Lebens entsteht eine Deponie des Nachdenkens und Handelns. Einprägsame Bilder des Metabolismus zeigen dieses Gelände als zukünftigen Prozess. Veränderung ist Teil unseres Konzeptes. Die Veränderung liegt dem Konzept der Sukzession zugrunde. Von der Deponiespitze bis zum Tal werden verschiedene Stadien der Sukzession erlebbar gemacht. In dieses Sukzessionsband eingebettet ist der sportliche Aspekt des Konzeptes. Weiter werden zwei Stoffkreisläufe inszeniert. Der natürliche Kreislauf, am Hangfuß angegliedert, erklärt den ständigen Kreislauf des Lebens. Dieser bildet eine Schnittstelle mit der Recyclingschiene. Dieser durch den Menschen geprägte Kreislauf wird auf dem Weg vom neuen Multifunktionszentrum bis zur Deponiespitze anschaulich verdeutlicht.


: der Eingangsbereich

Bereits an der Zufahrtsstraße wird ein Zeichen gesetzt: eine Schneise im bewaldeten Hang zeigt einen ersten Eindruck vom Deponiekegel. Im heutigen Eingangsbereich entsteht ein Besucherzentrum, das Räumlichkeiten für Vorträge, Seminare und Schulungen bietet. Auch die Führungen über das Gelände beginnen hier.


: der Deponiekegel

Der Deponiekegel ist das Herzstück von :metabolon. Seine klare Geometrie macht ihn zur weithin sichtbaren Landmarke des Entsorgungszentrums und zum Schaubild der Setzungsprozesse. Auf dem Gipfel des Deponiekegels am Ende der Recyclingachse befindet sich die Kegelspitze. Eine gummierte Landschaft zum Relaxen und zum Genießen der Aussicht. Hier ist auch der Startpunkt einer ca. 100m langen Rutsche bis zum Fußpunkt des Kegels.


: die Recyclingachse

Über die Recyclingachse gelangt man von ganz unten zum Gipfel des Kegels. Auf vierhundert Metern Länge werden einhundert Meter Höhe überwunden. Flankiert wird die Achse von einer hunderten Mülltonnen. Einige dieser Tonnen beinhaltet jede Menge Wissenswertes zum Thema Müll und die Auswirkungen auf die Umwelt, Müllvermeidung und Recycling.


: das Sukzessionsband

Die Kraft der Natur zur Rückeroberung und Weiterentwicklung ist auch ein zentrales Thema des Entwurfes. Vom Tal bis zur Deponiespitze entwickelt sich ein sich selbst überlassenes Sukzessionsband. Ähnlich den natürlichen Vegetationzonen eines Berges staffeln sich die Planzengesellschaften vom Wald bis hin zur kargen Gebirgsvegetation am Gipfel. Das etwa zwei kilometerlange begehbare Pflanzband wurden mit den vielfältigsten Arten bepflanzt. Die Zukunft wird zeigen wie sich die eingebrachten Arten entwickeln werden, da die Vegetation sich selbst überlassen bleibt.


: der Natürliche Kreislauf

In der Natur herrscht ein ständiger Kreislauf des Lebens. Es ist ein in sich geschlossener Kreislauf. Am Rand des Deponiehügels wird dieser Kreislauf durch ein Vegetationsschema dargestellt. Kleine Bäume entwickeln sich zu großen, sterben ab und werden von der Natur in Humus verwandelt…. aus dem wieder neue Bäume entstehen.


: der Pilotpark

Derzeit befinden sich 3,5 ha genutztes Gewerbegebiet im nördlichen Bereich des Entsorgungszentrums Leppe. Für die immer vielfältiger werdende Abfallwirtschaft werden südlich angrenzend weitere 7,0 ha Gewerbefläche geschaffen. Die Entwurfselemente von :metabolon werden auch im Pilotpark Spuren hinterlassen und dem Gewerbegebiet Identität verleihen.


: die Zwischenräume

Die Zwischenräume erfüllen innerhalb von :metabolon vor allem den Zweck, die Funktionsräume von einander abzugrenzen. Als Zielvorgabe für die Regionale 2010, insbesondere aber für den Endzustand des Geländes gilt, diese Flächen schlicht zu halten, zu ‚entrümpeln‘ und ebenso bescheiden zu begrünen. Die ausgedehnten Rasenflächen, die dabei entstehen, können langfristig als weitere Aktionsflächen dienen.


: die Membran

Um den Deponiezaun bieten verschiedene Einblicke die Möglichkeit die Arbeitsabläufe einer Deponie zu von außen zu entdecken. Die Membran wird Bestandteil des Rad- und Wanderwegekonzeptes, das die Deponie mit ihrer Umgebung vernetzt.


: der Außerschulische Lernort

Umweltbildung ist ein entscheidender Aspekt auf unserem Weg in die Zukunft. Abfallsortierung, Müllvermeidung und Recycling sind nur einige der Schlagworte zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung. Neben trockenem Frontalunterricht in der Schule ist eine praxisnahe Aufklärung für das frühzeitige Erlernen und Weitergeben von umweltbewusstem Verhalten maßgeblich.


: Sport und mehr

Die Deponie wird in Zukunft vielfältige Freizeitaktivitäten bieten:
Moutainbike-Strecken, Bobby-Car, Downhill, Treppenlauf, Cross-Country-Golf und viele weitere Möglichkeiten machen die Deponie zu einem besonderen Erlebnis.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2015

Würdigung
Juryurteil:

Mit der Idee, eine Mülldeponie zu recyceln, erschaffen die Verfasser eine komplexe Landschaft als ein Abbild heutiger gesellschaftlicher Systeme und Stoffkreisläufe. Während des zum Teil noch laufenden Entsorgungsgeschäftes entsteht eine vielfältig strukturierte Freizeitanlage, deren moderner Ansatz Wege in die Zukunft aufzeigt.

Die geometrische Figur des Deponiekegels wird mit der „Kegelspitze“ als eine Landmarke inszeniert und steht für den Wandel einer ganzen Region. Mit weiteren Bausteinen wie z.B. der „Recyclingachse“ oder dem „Sukzessionsband“ werden Themen präsentiert, die in typischer Weise zum funktionalen Programm derartiger Transformationsräume gehören. Hier gelingt es den Verfassern, den eher alltäglichen Aufgaben mit einem außergewöhnlich hohen ästhetischen Anspruch zu begegnen. Die auf dieser Grundlage entwickelte Detaillierung generiert suggestive Bilder und Objekte mit künstlerischer Ausstrahlungskraft. Diese offensive Ästhetik kann sich glaubhaft gegen die noch laufende Bewirtschaftung behaupten und sich auch langfristig in der Nachbarschaft gewerblicher Nutzungen etablieren.

Nicht nur die vielfältigen Aktionsangebote, sondern vor allem auch das mit der gestalterischen Idee verknüpfte pädagogische Konzept stehen für eine auch langfristig sehr hohe Attraktivität und kulturelle Strahlkraft des Ortes.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Klaus Brandhuber, Ferdinand Ortman, Christian Schäfer, Karsten Suckau

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen


Pier 7 Architekten, Düsseldorf



Quast GmbH & Co.KG



Stade Garten- und Landschaftsbau



LBN Landschaftsbau



Josef Wiegand GmbH & Co. KG

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Mit dem Auto
Von der BAB A 4 die Ausfahrt Engelskirchen nehmen, dann links abbiegen auf die Schnellstraße. Nach ca. 2,5 km links abbiegen Richtung Lindlar. Nach ca. 1,5 km links abbiegen, auf der Straße bleiben zum Entsorgungszentrum Leppe. Insgesamt ca. 4 km, ca. 5 Minuten Fahrtzeit ab BAB-Ausfahrt.

Mit der Bahn
Kölner Hauptbahnhof (Gleis 10) mit der Regionalbahn in Richtung Gummersbach-Marienheide. Die Regionalbahn fährt bis zur Haltestelle „Engelskirchen“ ca. 45 Minuten. Am Bahnhof befindet sich ein Taxistand. Bitte nennen Sie dem Fahrer als Zielort „Entsorgungszentrum Leppe“ Lindlar-Remshagen. Der Fahrpreis liegt bei ca. 15,00 €. Insgesamt 6 km, ca. 10 Minuten Fahrtzeit ab Bahnhof Engelskirchen.

Öffnungszeiten Bergisches Energiekompetenzzentrum/ Betreute Daueraustellung:
montags bis freitags: 10 - 17 Uhr, samstags: 10 - 16 Uhr, sonn- und feiertags: 11-16 Uhr

Planung

FSWLA
Thomas Fenner I Jörg Weisser

Bergische Landstraße 606
40629 Düsseldorf


Projektinformationen

Projektzeitraum
2007 - 2011

Größe
31,5 ha

Bausumme
10.300.000 €

Auftraggeber • Bauherr
Bergischer Abfallwirtschaftsverband BAV, Engelskirchen

Adresse
Am Berkebach 1
51789 Lindlar


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