Masterplan emscher:zukunft.

Video

12345

Rundgang schließen

©  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, ASTOC Architcets and Planners, Köln, Landschaft Planen und Bauen, Berlin, Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken 

©  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, ASTOC Architcets and Planners, Köln, Landschaft Planen und Bauen, Berlin, Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken 

©  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, ASTOC Architcets and Planners, Köln, Landschaft Planen und Bauen, Berlin, Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken 

©  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, ASTOC Architcets and Planners, Köln, Landschaft Planen und Bauen, Berlin, Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken 

©  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, ASTOC Architcets and Planners, Köln, Landschaft Planen und Bauen, Berlin, Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken 

Masterplan emscher:zukunft. Die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken


Lange Zeit als Abwasserkanal in der Industrieregion zwischen Dortmund und Dinslaken genutzt, werden Fluss und Umgebung sukzessive wieder zu attraktiven Landschaftsräumen entwickelt. Bei der Renaturierung und Neugestaltung behalten wir den schon immer linearen und strengen Charakter des Gewässers bei. Die Emscher ist ein Stück Natur und Industriekulturgut zugleich. Das soll auch künftig so sein.

Wir sehen den Flussverlauf als EmscherKabel. Dieses durchzieht mit seinen drei Strängen – Wasser, Weg, (Deich-)Grün – den heterogenen Raum des nördlichen Ruhrgebietes. Das „Kabel“ versorgt, strahlt ab, wird angezapft und verzweigt sich. Wasser-, Wege- und Themenstränge werden eingeflochten. Nahe liegende „Attraktoren“, wie Parkanlagen, ehemalige Zechen, Halden oder Sportanlagen sind integrative Energiegeber. Das „Kabel“ ist somit Träger und verbindendes Element von Freizeitnutzungen, die sowohl kommerzielle Einrichtungen als auch Standorte der Industriekultur sowie quartiersbezogene Frei-, Spiel- und Sportanlagen umfassen.
Aus den Entwürfen für drei beispielhafte Gebiete haben wir in einer Arbeitsgemeinschaft einen homogenen Gestaltungskanon für die gesamte Region entwickelt.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2013

Sonderpreis Infrastruktur und Landschaft
Juryurteil: Der Umbau des Emschersystems von einem offenen, stickenden Abwasserkanal hin zu einem attraktiven, ökologischen Gewässersystem ist ein Generationenprojekt, das schon im Rahmen der IBA Emscher Park in Angriff genommen wurde. Initiiert und finanziert durch die Emschergenossenschaft wurde mit dem Masterplan emscher:zukunft ein für die Integration von Infrastruktur in die Landschaft beispielhafter Planungsprozess angestoßen.
In einem interdisziplinären Wettbewerb im Jahr 2003 gewann eine eindrucksvolle Strategie, die sich durch ein prägnantes Bild vermittelt: Die zukünftige Emscher soll sich als farbiger Kabelstrang entwickeln, innerhalb dessen vielfältige wasserbezogene, landschaftliche und städtebauliche Funktionen eng verwoben sind. Diese Verflechtung entfaltet Energie, erzeugt Synergien und ermöglicht raumgreifende Verzweigungen. Das programmatische Bild des Kabelstrangs wurde im Zuge des Masterplanprozesses räumlich konkretisiert und zu einem systematischen regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzept weiterentwickelt.
Der Masterplan emscher:zukunft ist eine interaktive Planungsplattform für die Einbeziehung und den Dialog mit den Emscherstädten, Kreisen und Grundeigentümern entlang der Emscher. Er zeigt beispielhaft, wie es gelingen kann, den infrastrukturellen Umbau eines Infrastruktursystems als Motor einer integrierten räumlichen Entwicklungsplanung auf regionalem Maßstab zu nutzen, die neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen Akteuren anstößt und ihre unterschiedlichen Planungen und Projekte bündelt. Der Masterplan ersetzt keine formellen Planungsinstrumente, stellt jedoch Leitlinien für geplante Projekte im Emscherraum auf und ist damit ein wichtiger strategischer Orientierungsrahmen.
Gleichzeitig wird der Masterplan kontinuierlich aktualisiert, indem rechtsgültige Planungen aufgenommen und laufend mit den übergeordneten Zielen abgeglichen werden. Das Projekt Masterplan emscher:zukunft zeigt in eindrucksvoller Weise, dass es möglich ist, durch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und einen dialogorientierten Planungsprozess einen isolierten infrastrukturellen Meideraum zu einer attraktiven, multifunktionalen, lebendigen Stadtlandschaft zu entwickeln.

Planung

RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
Stephan Lenzen

Klosterbergstraße 109
53177 Bonn

ASTOC Architects and Planners, Köln

Landschaft Planen und Bauen, Berlin

Post und Welters, Architekten und Stadtplaner, Dortmund


Projektinformationen

Projektzeitraum
2003 - 2020

Auftraggeber • Bauherr
Emschergenossenschaft Essen


Projekt auf Karte anzeigen

 

Video schließen

Anfang

Übersicht schließen