Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich / Mosel

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Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung

Kompensationskonzept - mit und für die Region

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Prinzipskizze eines Pumpspeicherkraftwerks

© 2013 SWT Trier Versorgungs-GmbH | BGHplan Trier

Visualisierung Unterbecken

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zeitungsartikel im Trierischer Volksfreund

© 2012 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks

Die SWT plant die Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerks (PSKW) mit einer Leistung von ca. 300 MW. Voraussetzung für einen derartigen Energiespeicher ist ein ausreichend großes Ober- und Unterbecken (je ca. 6 Mio. m³ Fassungsvermögen) mit entsprechender Wasserversorgung für die erstmalige Befüllung und ein möglichst großer Höhenunterschied zwischen den Becken, um einen maximalen energetischen Wirkungsgrad zu erreichen.

Die für die Förderung des Wassers bzw. für die Stromerzeugung notwendigen Maschinen werden in einer unterirdischen Kaverne unterhalb des Oberbeckens untergebracht. Durch unterirdisch verlaufende Stollen und Schächte wird eine Verbindung zunächst vom Oberbecken zur Kaverne und von dort zum Unterbecken hergestellt. Diese Stollen und Schächte dienen zum Austausch des Wassers zwischen den Becken. Im Landschaftsbild sichtbar sind lediglich begrünte Erdwälle / Dämme und Betriebsgebäude.

 

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Strukturkonzept Beweidung in einem Seitental der Mosel bei Fell gegenüber des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Beweidung mit Heckrindern und Koniks

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zeitungsartikel Wanderung

© 2012 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zeitungsartikel im Trierischer Volksfreund

© 2012 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zeitungsartikel im Trierer Land

© 2012 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Prinzip: Synergien schaffen

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung

Voraussetzungen für eine (hoffentlich) erfolgreiche Umsetzung

2.1 Mehrwert für die Region schaffen - Kulturlandschaft erhalten und entwickeln
Ein Projekt dieser Größenordnung trifft nicht per se auf Zustimmung. Eine Chance, die Akzeptanz zu verbessern ist es, mit einem Großprojekt gleichzeitig Probleme mit zu lösen, die vor Ort existieren. Damit wird ein solches Projekt nicht als vorrangig technisches Projekt verstanden, sondern als ein Projekt der integrierten regionalen Entwicklung.


2.2 Die Betroffenen frühzeitig beteiligen
Die Realisierung dieses Projekts im angestrebten Zeitraum setzt eine rechtzeitige und von Anfang an mit allen Projektbetroffenen abgestimmte Planung voraus. Aus diesem Grund wird eine sehr offensive Informationspolitik seit den Erstüberlegungen zu dem Projekt betrieben. Regelmäßige Bürgerversammlungen und Ortsbegehungen dienen dem Transport von Informationen über die sich entwickelnde Planung und lassen die Möglichkeit zu, sich rechtzeitig mit aufkeimenden Sorgen von Bürgern auseinanderzusetzen. Die Stimmung zu dem Projekt ist dadurch positiv. Im Sinne einer Schwachstellenanalyse wurden darüber hinaus im Planungsprozess aufkommende Probleme unmittelbar mit den betroffenen Fachbehörden, Kommunen und Nutzern besprochen und planerische Lösungen gefunden. Die Naturschutzverbände und Fachbehörden werden regelmäßig während des gesamten Projektverlaufs eingebunden.
Erst mit einem durch die informellen Gespräche vorab geklärten, alle Aspekte umfassenden Plankonzept wurde das Raumordnungsverfahren eröffnet mit der Hoffnung, dadurch mit wenigen Widersprüchen das Verfahren zu bestehen.
Die gleiche Vorgehensweise wird auch zum Planfeststellungsverfahren angewandt, zu dem derzeit die Vorarbeiten angelaufen sind.

2.3 Regionalwirtschaftliche Aspekte beachten
Die Finanzierung des Vorhabens, insgesamt etwa 500 Mill €, soll überwiegend aus der Region („Aus der Region, für die Region“) erfolgen. Dazu werden auch neue Wege beschritten. Grundstückseigentümer im Projektgebiet haben z.B. die Möglichkeit, den Immobilienwert als finanzielle Einlage in das Projekt einzubringen. Gute Erfahrungen hat der Projektträger, die Stadtwerke Trier, auch mit breit gestreuten Anteilscheinen für Erneuerbare-Energie-Projekte sammeln können, die auch hier zum Einsatz kommen sollen. Damit verbleibt der wirtschaftliche Mehrwert in der Region und verbessert die Akzeptanz.

 

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Brachgefallene Weinbaulandschaft in einem touristisch genutzten Seitental der Mosel bei Fell am geplanten Pumpspeicherkraftwerk. Flächen sollen durch Beweidungsprojekt offengehalten werden

© 2013 BGHpla | Trier

Strukturkonzept Beweidung in einem Seitental der Mosel bei Fell gegenüber des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zeitungsartikel im Trierischer Volksfreund

© 2012 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Prinzip: Synergien schaffen

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Beweidung mit Heckrindern und Koniks

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Zunahme von Brachen in der Weinbaulandschaft der Mosel im Umfeld des geplanten Pumpspeicherkraftwerks

© 2013 BGHplan Trier | BGHplan Trier

Kompensationskonzept - mit und für die Region

Durch die Planung des Pumpspeicherkraftwerks kommt es zur Beeinträchtigung bzw. Verlust von Landschaftselementen (u.a. Magerwiesen, Bäche, Feuchtgebiete). Für diese Eingriffe müssen nach dem Naturschutz- und Wasserrecht Kompensationsmaßnahmen ausgewiesen werden. Gleichzeitig soll mit diesem Maßnahmen eine von den Kommunen und Landnutzern mitgetragene Landschaftsentwicklung betrieben und Probleme behoben werden.

Das soll an zwei Beispielen erläutert werden:
1. Das Moseltal ist eine der bedeutendsten Tourismusregionen in Rheinland-Pfalz. Prägend sind neben dem Fluss selbst insbesondere die Weinberge, die sich geschlossen beidseitig des Tales z.T. in Steillagen bis zur bewaldeten oberen Hangkante ziehen. Eines der größten regionalen Probleme ist der Rückgang des Weinbaus in der WeinKulturLandschaft Mosel. Dies führt zu einem Flickenteppich von Nutzflächen und z.T. großflächigen Brachen, die die Bewirtschaftung der verbliebenen Flächen erschweren und den Wert der Landschaft für den Tourismus und die Erholung erheblich mindern.
Mit dem Projekt konnte eine Leitbild-Diskussion in den umliegenden Gemeinden initiiert und finanziert werden, bei dem zusammen mit Winzern und Kommunen geklärt wurde, welche Flächen zukünftig noch weinbaulich genutzt werden und wo Aufforstungen oder Offenhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Gleichzeitig wurde kommuniziert, dass das naturschutz- und forstrechtliche Ausgleichskonzept für das Projekt sich an diesen Orientierungsrahmen halten und Ausgleichsmaßnahmen, soweit dies fachlich vertretbar ist, in die Flächenkulisse dieses Diskussionsprozesses einpassen wird. Dieser Prozess wurde im Sommer 2012 abgeschlossen. Derzeit erfolgt in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden die Auswahl der Flächen, die letztlich in das Genehmigungsverfahren gegeben werden. Die Flächenauswahl wird wiederum in die Kommunen kommuniziert.
Über ein Umlegungsverfahren, das parallel zur Erstellung der Genehmigungsunterlagen derzeit anläuft, erfolgt neben der Flächenbereitstellung für das Projekt auch die Bereitstellung zusammenhängender naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen, auf denen über Beweidungsprojekte eine erwünschte Offenhaltung der Landschaft gewährleistet werden soll. Als anvisiertes Nebenprodukt erfolgt damit gleichzeitig eine Zusammenlegung der Weinbauflächen zu zusammenhängenden, zukunftsfähig nutzbaren Weinbaulagen. Mit dem Instrument der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung wird so gleichzeitig der Ausgleich agrarstruktureller Nachteile erzielt.

2. Im Zuge der Stauregulierung der Mosel für die Schifffahrt vor einem halben Jahrhundert wurde bei Mehring ein Seitenarm angelegt, das nur oberstromig einen Anschluss an den Fluss besitzt. Als Folge sammelt sich hier bei Hochwasser viel Treibgut mit hohem Anteil an Müll, der die ökologischen und die ästhetischen Qualitäten deutlich mindert. Ein Teil der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen zur Entwicklung eines Feuchtgebietes wird in diesen Bereich verlagert, um das Gerinne durchgängig zu machen und als zeitwiese durchflossenen Nebenarm zu entwickeln.

 

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© 2013  BGHplan Trier Luftbild Landschaft Unterbecken 

© 2013  BGHplan Trier Visualisierung Unterbecken 

© 2011  BGHplan Trier Luftbild Landschaft Oberbecken 

© 2013  BGHplan Trier Visualisierung Oberbecken 

© 2012  BGHplan Trier Blick in das Kautenbachtal - ohne Staudamm Unterbecken 

© 2013  BGHplan Trier Visualisierung Staudamm Unterbecken im Kautenbachtal bei Ensch 

© 2013  BGHplan Trier Regionale Alternativenprüfung 

© 2013  BGHplan Trier Lageplan Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich/Mosel 

© 2013  BGHplan Trier Lageplan Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich/Mosel 

© 2013  BGHplan Trier Ausgleich Bäche 

© 2013  BGHplan Trier Traditionelle Weinbau-Kulturlandschaft im Umfeld des geplanten Pumpspeicherkraftwerks 

© 2013  BGHplan Trier Zunahme von Brachen in der Weinbaulandschaft der Mosel im Umfeld des geplanten Pumpspeicherkraftwerks 

© 2013  BGHpla | Trier Brachgefallene Weinbaulandschaft in einem touristisch genutzten Seitental der Mosel bei Fell am geplanten Pumpspeicherkraftwerk. Flächen sollen durch Beweidungsprojekt offengehalten werden 

© 2013  BGHplan Trier Landschaft am geplanten Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich/Mosel 

Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich / Mosel Integrierte Landschaftsentwicklung mit einem technischen Infrastrukturprojekt


Zur Aussteuerung der in der Region Trier aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie erzeugten Strommengen, die überwiegend unregelmäßig anfallen, wird von den Stadtwerken Trier ein Pumpspeicherkraftwerk bei Schweich an der Mosel geplant. Bei Stromüberangebot wird Wasser aus einem Unterbecken in ein Oberbecken gepumpt, bei Strombedarf wird Wasser aus dem Oberbecken über Generatoren in das Unterbecken geleitet und damit das Stromnetz ausgeregelt. Das Projekt wird als integriertes Landschafts-Entwicklungsprojekt verstanden, mit dem auch die umgebende Landschaft zusammen mit Kommunen, Lnadnutzern und Bürgern weiter entwickelt wird.

1. Das Projekt
Die SWT Stadtwerke Trier haben sich zum Ziel gesetzt, 50 Prozent des in der Region Trier verbrauchten Stroms bis 2020 über dezentrale, erneuerbare Energieerzeugungsanlagen (Windenergie, Fotovoltaik, Wasserkraft) in der Region zu erzeugen und so den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung konsequent voranzutreiben. Erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaik- und Windkraftanlagen, weisen eine starke Fluktuation auf und fallen nicht bedarfsgerecht an. Um den Anteil dieser Energien zu erhöhen und gleichzeitig die Erzeugung dem Bedarf anzupassen, bedarf es dem Ausbau flexibler Kraftwerksleistung sowie der Energiespeicherung. Ziel ist es daher, mit dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk den Stromverbrauch der gesamten Region auszuregeln und die Möglichkeit zu schaffen, ein regionales Energiekonzept auf der Grundlage erneuerbarer Energie umzusetzen. Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, möglichst viel regionale Überschussenergie aus erneuerbaren Energien direkt und ohne lange Leitungswege in der Region zu speichern und bei Bedarf wieder einzuspeisen.
In diesem Zusammenhang plant SWT die Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerks (PSKW) mit einer Leistung von ca. 300 MW. Voraussetzung für einen derartigen Energiespeicher ist ein ausreichend großes Ober- und Unterbecken (je ca. 6 Mio. m³ Fassungsvermögen) mit entsprechender Wasserversorgung für die erstmalige Befüllung und ein möglichst großer Höhenunterschied zwischen den Becken, um einen maximalen energetischen Wirkungsgrad zu erreichen.
Die für die Förderung des Wassers bzw. für die Stromerzeugung notwendigen Maschinen werden in einer unterirdischen Kaverne unterhalb des Oberbeckens untergebracht. Durch unterirdisch verlaufende Stollen und Schächte wird eine Verbindung zunächst vom Oberbecken zur Kaverne und von dort zum Unterbecken hergestellt. Diese Stollen und Schächte dienen zum Austausch des Wassers zwischen den Becken. Im Landschaftsbild sichtbar sind lediglich begrünte Erdwälle / Dämme und Betriebsgebäude.

Der ausgewählte Standort liegt an der Mosel ca. 2 km östlich von Schweich. Die geplante Anlage besteht aus einem Oberbecken auf einem Höhenrücken und einem Unterbecken, das durch Abriegelung eines Tales entsteht. Der nutzbare Höhenunterschied zwischen den Becken beträgt rd. 200 m. Für die Erstbefüllung wird Wasser aus der Mosel entnommen. Eine Nutzung der Mosel als Unterbecken scheidet aus, weil dann keine geregelte Schifffahrt mehr möglich wäre. Aufgrund der im Gebiet vorhandenen Freileitungen ist eine ortsnahe Anbindung an das Hochspannungsnetz möglich.
Das Oberbecken erstreckt sich über die Kuppe des Hummelsberges oberhalb von Mehring. Zur Erzeugung des Stauraums wird ein in sich geschlossener, ringförmiger Damm erstellt. Der Flächenbedarf für das Oberbecken beläuft sich auf rund 70 ha.
Das Unterbecken wird durch den Einstau des Kautenbachtals oberhalb von Ensch erzeugt. Dafür ist ein ca. 60 m hoher Damm vorgesehen, der ca. 500 m oberhalb des Ortsrandes platziert wird. Für das Unterbecken wird eine Fläche von insgesamt ca. 43 ha benötigt.
Der Flächenbedarf für das Projekt beträgt incl. wasserwirtschaftlicher, naturschutz- und forstrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen insgesamt ca. 300 ha.
Aufgrund der Raumwirksamkeit des geplanten Vorhabens wurde ein Raumordnungsverfahren (ROV) durchgeführt, es wurde 2013 mit positivem Ergebnis abgeschlossen. 2015 soll die Planfeststellung beantragt werden, die Inbetriebnahme des Pumpspeichers ist für 2020 vorgesehen.


2. Voraussetzungen für eine (hoffentlich) erfolgreiche Umsetzung
2.1 Mehrwert für die Region schaffen - Kulturlandschaft erhalten und entwickeln
Ein Projekt dieser Größenordnung trifft nicht per se auf Zustimmung. Eine Chance, die Akzeptanz zu verbessern ist es, mit einem Großprojekt gleichzeitig Probleme mit zu lösen, die vor Ort existieren. Das soll an zwei Beispielen erläutert werden:
Das Moseltal ist eine der bedeutendsten Tourismusregionen in Rheinland-Pfalz. Prägend sind neben dem Fluss selbst insbesondere die Weinberge, die sich geschlossen beidseitig des Tales z.T. in Steillagen bis zur bewaldeten oberen Hangkante ziehen. Eines der größten regionalen Probleme ist der Rückgang des Weinbaus in der WeinKulturLandschaft Mosel. Dies führt zu einem Flickenteppich von Nutzflächen und z.T. großflächigen Brachen, die die Bewirtschaftung der verbliebenen Flächen erschweren und den Wert der Landschaft für den Tourismus und die Erholung erheblich mindern.
Mit dem Projekt konnte eine Leitbild-Diskussion in den umliegenden Gemeinden initiiert und finanziert werden, bei dem zusammen mit Winzern und Kommunen geklärt wurde, welche Flächen zukünftig noch weinbaulich genutzt werden und wo Aufforstungen oder Offenhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Gleichzeitig wurde kommuniziert, dass das naturschutz- und forstrechtliche Ausgleichskonzept für das Projekt sich an diesen Orientierungsrahmen halten und Ausgleichsmaßnahmen, soweit dies fachlich vertretbar ist, in die Flächenkulisse dieses Diskussionsprozesses einpassen wird. Dieser Prozess wurde im Sommer 2012 abgeschlossen. Derzeit erfolgt in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden die Auswahl der Flächen, die letztlich in das Genehmigungsverfahren gegeben werden. Die Flächenauswahl wird wiederum in die Kommunen kommuniziert.
Über ein Umlegungsverfahren, das parallel zur Erstellung der Genehmigungsunterlagen derzeit anläuft, erfolgt neben der Flächenbereitstellung für das Projekt auch die Bereitstellung zusammenhängender naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen, auf denen über Beweidungsprojekte eine erwünschte Offenhaltung der Landschaft gewährleistet werden soll. Als anvisiertes Nebenprodukt erfolgt damit gleichzeitig eine Zusammenlegung der Weinbauflächen zu zusammenhängenden, zukunftsfähig nutzbaren Weinbaulagen. Mit dem Instrument der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung wird so gleichzeitig der Ausgleich agrarstruktureller Nachteile erzielt.

Im Zuge der Stauregulierung der Mosel für die Schifffahrt vor einem halben Jahrhundert wurde bei Mehring ein Seitenarm angelegt, das nur oberstromig einen Anschluss an den Fluss besitzt. Als Folge sammelt sich hier bei Hochwasser viel Treibgut mit hohem Anteil an Müll, der die ökologischen und die ästhetischen Qualitäten deutlich mindert. Ein Teil der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen zur Entwicklung eines Feuchtgebietes wird in diesen Bereich verlagert, um das Gerinne durchgängig zu machen und als Nebenarm zu entwickeln.


2.2 Die Betroffenen frühzeitig beteiligen
Die Realisierung dieses Projekts im angestrebten Zeitraum setzt eine rechtzeitige und von Anfang an mit allen Projektbetroffenen abgestimmte Planung voraus. Aus diesem Grund wird eine sehr offensive Informationspolitik seit den Erstüberlegungen zu dem Projekt betrieben. Regelmäßige Bürgerversammlungen und Ortsbegehungen dienen dem Transport von Informationen über die sich entwickelnde Planung und lassen die Möglichkeit zu, sich rechtzeitig mit aufkeimenden Sorgen von Bürgern auseinanderzusetzen. Die Stimmung zu dem Projekt ist dadurch positiv. Im Sinne einer Schwachstellenanalyse wurden darüber hinaus im Planungsprozess aufkommende Probleme unmittelbar mit den betroffenen Fachbehörden, Kommunen und Nutzern besprochen und planerische Lösungen gefunden. Die Naturschutzverbände und Fachbehörden werden regelmäßig während des gesamten Projektverlaufs eingebunden.
Erst mit einem durch die informellen Gespräche vorab geklärten, alle Aspekte umfassenden Plankonzept wurde das Raumordnungsverfahren eröffnet mit der Hoffnung, dadurch mit wenigen Widersprüchen das Verfahren zu bestehen. Tatsächlich gingen im Verfahren nur 3 kritische Stellungnahmen von Bürgern und einer Kommune ein.
Die gleiche Vorgehensweise wird auch zum Planfeststellungsverfahren angewandt, zu dem Ende 2013die Vorarbeiten angelaufen sind.

2.3 Regionalwirtschaftliche Aspekte beachten
Die Finanzierung des Vorhabens, insgesamt etwa 500 Mill €, soll überwiegend aus der Region („Aus der Region, für die Region“) erfolgen. Dazu werden auch neue Wege beschritten. Grundstückseigentümer im Projektgebiet (u.a. Kommunen, aber auch viele Privatleute) haben z.B. die Möglichkeit, den Immobilienwert als finanzielle Einlage in das Projekt einzubringen. Gute Erfahrungen hat der Projektträger, die Stadtwerke Trier, auch mit breit gestreuten Anteilscheinen für Erneuerbare-Energie-Projekte sammeln können, die auch hier zum Einsatz kommen sollen. Damit verbleibt der wirtschaftliche Mehrwert in der Region und verbessert die Akzeptanz.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Bernhard Gillich (Projektleiter)

Reinhold Hierlmeier

Susanne Schönecker

Peter Simon

Peter Zwingmann

 


Weitere Informationen im Internet

Aktueller Stand der Projektentwicklung (SWT)

Planung

BGHplan Umweltplanung und Landschaftsarchitektur GmbH
Bernhard Gillich und Christoph Heckel

Fleischstraße 56-60
54290 Trier


Projektinformationen

Projektzeitraum
2011 - 2020

Größe
300 ha

Bausumme
500 Mill. €

Auftraggeber • Bauherr
SWT PSKW-RIO GmbH & Co. KG

Adresse
Auf dem Hummelsberg bei Mehring / Kautenbachtal bei Ensch
54338 Schweich


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