Landschaftsplan Offenburg

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Analyse: Beispiel Landschaftsbild

Schutzgutbezogene Ziele: Beispiel Oberflächenwasser

Leitbild: Beispiel Teilraum Niederterrasse und Kinzigniederung

Handlungsprogramm: Beispiel Teilaspekt Kleingartenkonzept

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Landschaftsbildbewertung

© 2009 HHP | HHP

Analyse: Beispiel Landschaftsbild

Offenland

Die flächendeckende Bewertung des Leistungs- und Funktionsvermögens der
Landschaftsbildeinheiten zeigt, dass im Offenlandbereich insbesondere der grünlandgeprägte,
durch Gehölze strukturierte Teil der Schutterniederung südlich des
Stadtwaldes Offenburg, die kleinstrukturierte Kulturlandschaft zwischen Niederschopfheim
und Zunsweier sowie die oberen Talbereiche von Durbach und Diersburg
von sehr hoher Bedeutung sind. Der Grünlandbereich westlich der Ortschaft
Schutterwald, der Talbereich zwischen Durbach und Obertal, der Hangbereich zwischen
Ergers- und Stürzelbach, der Bereich am Hähnlesbach, das NSG Talebuckel,
der Gifizsee sowie die Flurbereiche zwischen Offenburg, Rammersweier, Zell-
Weierbach und Fessenbach sind von hoher Bedeutung.
Von mittlerer Bedeutung sind die Obstbauflächen der Vorbergzone, der Ortsrandbereich
von Elgersweier, die Baggerseen bei Schutterwald, Niederschopfheim und
Waltersweier, die Schutterniederung westlich des Stadtwaldes sowie das Acker-
Weinbau-Gebiet nördlich Diersburg.

Wald

Von sehr hoher Bedeutung für die Landschaftserlebnisfähigkeit sind der Stadtwald
Offenburg und der Gottswald sowie die Wälder im Einzugsgebiet des Durbaches
zwischen Dünberg und Mooskopf. Mit Ausnahme des Mühlfeldes / Hädri im äußersten
Norden der VG sind alle restlichen Waldbereiche von hoher Bedeutung.

 

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Zielkonzept Oberflächenwasser

© 2009 HHP | HHP

Schutzgutbezogene Ziele: Beispiel Oberflächenwasser

Zieltyp Sicherung und Wiederherstellung

• Sicherung der noch vorhandenen Überschwemmungsflächen (Dorfbach und Talbach)
und Entwicklung der hierfür besonders geeigneten Flächen; keine Flächeninanspruchnahme
durch Bodenversiegelung, Überbauung und andere überschwemmungsempfindliche
Nutzungen (Ackerbau, Sportflächen etc.)
• Schonende Bodenbearbeitung der überwiegend hoch - sehr hoch verdichtungsempfindlichen
Böden zur Sicherung der Wasserretention und der Grundwasserneubildung
• Reduzierung des Düngemittel- und Pestizideinsatzes zur Verminderung des Eintrages
in Fließgewässer
• Verzicht auf Mais- und Hackfruchtanbau auf den zur Verschlämmung und Bodenerosion
neigenden Lössböden
• Entwicklung von extensiv gepflegten Uferschutzstreifen entlang sämtlicher Fließgewässer
(Bäche und Gräben)

 

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Leitbild Offenburg

© 2009 HHP | HHP

Leitbild: Beispiel Teilraum Niederterrasse und Kinzigniederung

Nördlich und südlich von Offenburg findet auf reichstrukturierten Flächen eine intensive landwirtschaftliche Nutzung unter Einhaltung der guten fachlichen Praxis statt.
Daneben finden sich großräumige, extensiv genutzte, gut gepufferte Schwerpunkt- und Rückzugsräume für die Natur.
Offenburg bildet den Siedlungsschwerpunkt mit einer gut erreichbaren Erholungslandschaft und klar ablesbaren Siedlungsrändern zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden.
Die Kinzig wird als prägende Freiraumachse deutlich hervorgehoben. Diese als auch der Mühlbach stellen die verbindend wirkenden Naturelemente der Stadt dar.
Möglichkeiten zur freiraumbezogenen Erholung sind durch die Sicherung des ‚Grünen Rings‘, die Vernetzung der Baggerseen etc. sowie durch klare Abgrenzungen und harmonische Übergänge zwischen Siedlung und Landschaft geschaffen. An historischen Kulturlandschaften wie z.B. Überresten des ursprünglichen Verlaufs der Kinzig, dem Lohwald oder historischen Ortsverbindungen ist die Geschichte des Teilraums erkennbar.
Die empfindlichen natürlichen standörtlichen Gegebenheiten werden durch die Umsetzung der ‚guten fachlichen Praxis‘ in der landwirtschaftlichen Nutzung geschont.
Die natürlichen Grundwasserverhältnisse werden bei zukünftigen Nutzungen berücksichtigt, sodass keine weitere Absenkung der Grundwasserflurabstände erfolgt.
Durch die Revitalisierung der Fließgewässer und die Ergänzung raumstrukturierender, vernetzender und landschaftsbildprägender Elemente (Wald- und Grünland, Nasswiesen, Gewässer- und Ackerrandstreifen, Baumreihen etc.) insbesondere in den intensiv genutzten Bereichen ist ein engmaschiger, großräumiger Biotopverbund entstanden, sodass es einen guten Austausch zwischen den großflächigen und gut gepufferten Biotopkomplexen wie der Kammbachsenke und den Waldgebieten gibt.
Die grünlandgeprägte Kinzigniederung (5c) bewahrt den Raum Offenburg durch weitläufige Überschwemmungsflächen, Auebereiche und Altarme vor Schäden durch Hochwasserereignisse.

 

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Kleingartenkonzept

© 2009 HHp | HHP

Handlungsprogramm: Beispiel Teilaspekt Kleingartenkonzept

In der VG Offenburg besteht ein hoher Bedarf an Kleingärten. Die kleingärtnerische Nutzung gilt als
Sonderform der freiraumbezogenen Erholung. Durch ihre Flächenbeanspruchung werden u.a. visuelle und
landschaftsbildprägende Aspekte berührt, so dass eine Eingliederung in die raumstrukturelle
Gesamtkonzeption erforderlich ist.

Entsprechend der Empfindlichkeit der verschiedenen landschaftlichen Gegebenheiten werden den
unterschiedlichen Formen der kleingärtnerischen Nutzung bestimmte Räume zugeordnet.

Empfohlene Maßnahmen:
• Berücksichtigung einer vielseitigen Nutzbarkeit bei der Gestaltung der Kleingartenanlagen und
anderer nutzungsspezifischer Grünflächen
- öffentliche Zugänglichkeit gewährleisten
- Kombination aus spezifischer Nutzung und allgemeiner Nutzbarkeit berücksichtigen (Rundwege,
Rast- und Spielmöglichkeiten)
- Beschränkung der Nutzungen außerhalb der Kleingartenanlagen (Anzahl der Kleingärten, Größe der baulichen Einrichtungen, Art der Flächennutzung)

 

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© 2012  Stadt Offenburg VG Offenburg: bestehend aus der Stadt Offenburg 

Historisches Rathaus Offenburg

© 2006  HHP sowie den Gemeinden Durbach, Hohberg, Ortenberg und Schutterwald 

Durbachtal

© 2006  HHP Eingebettet in die idyllische Landschaft der Vorbergzone... 

© 2006  HHP ... und in die ausgeräumte Landschaft des Rheintals 

© 2006  HHP Umgeben von Streuobst und Weinbergen... 

© 2009  HHP und großflächigem Maisanbau zur Energiepflanzenerzeugung 

© 2006  HHP Mit mäandrierenden Bächen in malerischen Tälern... 

© 2006  HHP ... und ausgebauten Wasser-"straßen" in strenger Geometrie 

© 2006  HHP Eingegrünter Ortsrand ... 

© 2006  HHP ... und Schuppen-Wildwuchs am Ortsrand 

© 2009  HHP Prognose der Umweltauswirkungen des Flächennutzungsplanes 

Landschaftsplan Offenburg Erweiterter Landschaftsplan mit Umweltprüfung der VG Offenburg


Die Aufgaben von HHP umfassten neben der sachinhaltlichen Grundlagen- und Konzeptionsarbeit des Landschaftsplans v.a. den ständigen, prozessorientierten Input in verschiedene planerische Zusammenhänge der Stadtplanung. Außerdem wurde der Umweltbericht zum FNP erarbeitet.

Inhalte des Landschaftsplans mit integrierter Umweltprüfung:

Der erweiterte Landschaftsplan der VG Offenburg besteht aus einem Textteil, Themenkarten und dem Maßnahmenplan und lässt sich in folgende Abschnitte unterteilen:

1. Einleitung: Hier wird eine Übersicht der Inhalte und Ziele des Landschaftsplans gegeben.

2. Analyse aller Schutzgüter – Boden, Wasser, Klima, Tiere, Pflanzen und Biodiversität, Landschaft, Gesundheit des Menschen, Kultur- und Sachgüter - im Maßstab 1:25.000 und 1:10.000.

3. Darstellung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Ziele des Umweltschutzes.

4. Auf der Grundlage verschiedener Entwicklungsszenarios wurde ein Leitbild für die zukünftige Entwicklung der VG Offenburg erarbeitet. Sowohl Leitbild als auch die Szenarios sind auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt geprüft worden.

5. Im Handlungsprogramm werden Hinweise zur Umsetzung des Leitbildes sowie die Begründung und das Ziel der jeweiligen Maßnahmen gegeben (M 1:10.000). Das Handlungsprogramm setzt sich aus den Bereichen Naturhaushalt, Freiraumstruktur und Landschaftserleben und Natur- und Landschaftsschutz zusammen.

6. Im Hinblick auf die Umweltprüfung des FNPs wurde der Landschaftsplan um einige Aspekte ergänzt:
- Scoping / Beteiligungsverfahren Umweltprüfung
- Erarbeitung zusätzlicher Schutzgüter (nach BauGB und UVPG): Gesundheit der Menschen, Kulturgüter und sonstige Sachgüter, Abwasser und Abfall, Erneuerbare Energien
- Prognose der Umweltauswirkungen des Flächennutzungsplanes (Gesamtkonzept und einzelne Bauflächen)
- Vorschläge der Umweltüberwachung und -beobachtung in Form eines GIS-gestützten Monitorings
- Darstellung der Umweltprüfung FNP in Form eines zusammenfassenden Umweltberichts zur Integration in den FNP.

Der Landschaftsplan der VG Offenburg wurde im Hinblick auf die konkreten Anforderungen der Verwaltungsgemeinschaft maßgeschneidert. Mit den Themen Kleingartenentwicklung und Umweltprüfung des Flächennutzungsplanes wurden raumspezifische Schwerpunkte bearbeitet.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Jutta Bachmann, Renate Galandi, Sabine Mall-Eder, Jacqueline Rabus

Planung

HHP Hage+Hoppenstedt Partner
Gottfried Hage und Adrian Hoppenstedt

Gartenstr. 88
D-72108 Rottenburg a.N.


Projektinformationen

Projektzeitraum
2006 - 2009


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