Potenzialanalyse und Öffentlichkeitsarbeit Gartenhorizonte

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Gesundheitsorientiertes, gartenkulturelles Entwicklungsleitbild für die Stadt Westerstede

Besonderes Potenzial der niedersächsischen Gartenkultur

Öffentlichkeitsarbeit zum gartenkulturellen Netzwerk

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Erkunden der „Parklandschaft Ammerland“ mit dem Fahrrad

©  Ammerland-Touristik | Ammerland-Touristik

Gesundheitsorientiertes, gartenkulturelles Entwicklungsleitbild für die Stadt Westerstede

Für die Beispielregion der Stadt Westerstede wurde ein gesundheitsorientiertes, gartenkulturelles Entwicklungsleitbild mit Maßnahmenempfehlungen zur regionalen Vernetzung diskutiert, das an bestehende Leitziele der Stadt Westerstede und gartenkulturellen Besonderheiten anknüpft. Das Ammerland ist als Baumschulregion bekannt, die auch über touristischen Qualitäten z.B. als „Radfahrerparadies“ verfügt. Westerstede zeichnet sich zudem als Rhododendronzentrum aus. Der Landkreis Ammerland kommuniziert diese Stärken bereits erfolgreich als „Parklandschaft Ammerland“ für die touristische Vermarktung. Deutlich wurde aber auch, dass die gartenkulturelle Informationsvermittlung für Bürgerinnen und Bürger der Region zurzeit unterrepräsentiert zu sein scheint und deshalb ratsam wäre.

 

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Pflanzenverkauf im Rhododendronpark der Baumschule Hobbie

© 2011 Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum

Besonderes Potenzial der niedersächsischen Gartenkultur

Der Erwerbsgartenbau, der nicht unmittelbar mit Gartenkultur assoziiert wird, stellt darüber hinaus für das niedersächsische Potenzial eine Alleinstellung im Vergleich mit anderen gartenkulturellen Netzwerken dar. Der Erwerbsgartenbau ist zum einen ein wichtiger Arbeitgeber in zahlreichen Regionen und trägt zur Wirtschaftsentwicklung von Niedersachsen bei. Zum anderen hat er die niedersächsische Kulturlandschaft wie beispielsweise das Ammerland mit seinen zahlreichen, renommierten Baumschulen mit geformt.
Darüber hinaus kann man in vielen Regionen Niedersachsens die Verbundenheit von „Agrarlandschaft – Garten – Gut“ noch erleben, wie z.B. im so genannten „Nassen Dreieck“ zwischen Aller, Elbe und Weser.
Die Vielfalt der niedersächsischen Gartenkultur wurde in fünf Potenzialkategorien strukturiert. Diese sogenannten Gartenhorizonte-Kategorien umfassen die „kulturellen“, die „formenreichen“, „bildenden“, „lebendigen“ und „produktiven“ Gartenhorizonte und bilden eine Grundlage für alle weiteren Überlegungen.

 

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Wanderausstellung Gartenhorizonte

© 2010 Schoelkopf | Freiraumforum Schoelkopf

Öffentlichkeitsarbeit zum gartenkulturellen Netzwerk

Eine Wanderausstellung, die erstmals 2010 im Rahmen der Landesgartenschau Bad Essen mit begleitendem Faltblatt präsentiert wurde, ist die erste Maßnahme für das Innen- und Außenmarketing.
Synergien werden auch in der Öffentlichkeitsarbeit gebündelt. So präsentiert sich das Netzwerk in der Broschüre "Landreiselust-Urlaub und Freizeit in bäuerlichen Gärten und Parks", die beispielsweise bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin auslag und im Tourismusmarketing eingesetzt wird.
Ausgewählte Ergebnisse der Potenzialanalyse wurden in der Fachzeitschrift "Stadt und Grün" unter dem Titel "Der Gartenbesucher - das unbekannte Wesen? Erwartungsorientierte Entwicklung des gartenkulturellen Potenzials in Niedersachsen" publiziert.
Als Auftaktveranstaltung für ein landesweites Netzwerk Gartenhorizonte werden die Ergebnisse und Empfehlungen der Potenzialanalyse im Jahr 2014 im Rahmen von drei regionalen Symposien in Lübeln, Vechelde und Westerstede mit Experten, Vertretern von Garteninitiativen und Anlagenbetreibern diskutiert und z.B. durch das Aufzeigen zusätzlicher Handlungsfelder weiterentwickelt.
Die Schirmherrschaft der Initiative hat der niedersächsische Ministerpräsident übernommen.

 

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© 2008  Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum Landschaftspark des Rittergutes Eckerde 

©  Ammerland-Touristik Erkunden der „Parklandschaft Ammerland“ mit dem Fahrrad 

© 2009  Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum Kulturelle Veranstaltung im Landschaftspark Eckerde 

© 2009  Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum Attraktive Pflanzungen und Blühaspekte in den Schaugärten des Klosters Mariensee 

© 2009  Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum Historische Gebäude des Klosters Mariensee 

© 2011  Schoelkopf | Schoelkopf freiraumforum Pflanzenverkauf im Rhododendronpark der Baumschule Hobbie 

© 2010  Schoelkopf | Freiraumforum Schoelkopf Wanderausstellung Gartenhorizonte 

Potenzialanalyse und Öffentlichkeitsarbeit Gartenhorizonte Von der Küste bis zum Harz - Erhebung zur Erwartungshaltung von Fachbesuchern und interessierten Laien an Gartenanlagen in Niedersachsen


Für das Netzwerk Gartenhorizonte in Niedersachsen wurde eine landesweite Potenzialanalyse durchgeführt, um Erkenntnisse für die Nutzbarmachung des gartenbaulichen, kulturellen und des touristischen Potenzials der niedersächsischen Gartenkultur zu gewinnen. Der Fokus richtet sich verstärkt auf die gartenkulturellen Orte und Angebote, die bislang in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen wurden, aber gerade für den ländlichen Raum wichtige Impulsgeber darstellen können. Eigentümer gartenkultureller Orte und Angebote bekommen handlungsorientierte Hinweise, wie sich diese Orte und Angebote in Hinblick auf mögliche Besuchererwartungen inwertsetzen lassen. Für die angestrebte Netzwerkbildung gibt die Potenzialanalyse Handlungsempfehlungen für die niedersachsenweite Informationsvermittlung. Das im Rahmen der Untersuchung ermittelte gartenkulturelle Potenzial wurde den Besuchererwartungen, die im Rahmen einer nichtrepräsentativen Befragung erhoben wurden, gegenübergestellt. Die quantitative Primärerhebung ergab u.a. in neun ausgewählten Parks 682 Datensätze zu den Kernthemen Besuchs- und Informationsverhalten, Bekanntheit von niedersächsischen Gärten, Interesse an gartenkulturellen Aspekten, Erwartungen an den Gartenbesuch sowie zur Qualität der ausgewählten Gärten.

Menschen nutzen Gärten und Parks nicht nur als Erholungs- und Freizeitorte, um Ruhe und einen seelischen und körperlichen Ausgleich zu finden. Bereits heute besuchen viele Menschen im Zuge von Kultur-, Bildungs- und Erholungsreisen gartenkulturelle Anlagen. Gärten und Parks bieten darüber hinaus das passende Ambiente für Gartenfeste, Konzerte und Festivals. Neben ihrer Bedeutung für die Gartenkultur und ihrer Erholungsfunktion werden Gärten und Parks vor diesem Hintergrund zunehmend auch ökonomisch interessant. Gartenschauen ziehen Millionen von Besuchern an und seit einigen Jahren nehmen touristische Angebote in Verbindung mit Gärten und Parks auffallend zu. Darüber hinaus wird die Gartenkultur durch ein hohes Maß an privatem bürgerschaftlichen Engagement getragen, das sich in den weitverbreiteten Initiativen der „Offenen Pforten“ widerspiegelt.
Ebenso vielschichtig wie sich das gartenkulturelle Angebot darstellt, verhalten sich auch die Interessen und Erwartungen von Menschen, die Parks und Gärten besuchen. Der Gartenbesucher wird deshalb häufig als „unbekanntes Wesen“ eingeschätzt, wenn es darum geht, Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um die gartenkulturellen Werte den Menschen näher zu bringen.
Dementsprechend vielschichtig gestaltet sich die Aufgabe, zu einer Einschätzung des breitgefächerten gartenkulturellen Potenzials für ein Flächenland wie Niedersachsen zu gelangen, wenn man sich dabei an den heterogenen Erwartungen der Besucher orientieren möchte. Den besucherorientierten Ansatz hat man in Niedersachsen bei der Entwicklung der Landesinitiative Gartenhorizonte gewählt, um einen möglichst breiten Blickwinkel auf die Möglichkeiten zur Inwertsetzung der niedersächsischen Gartenkultur zu öffnen. Dementsprechend weitgefasst werden anstelle von Gärten und Parks alle gartenkulturelle Orte und Angebote in Betracht gezogen. Sie umfassen neben Gärten und Parks auch andere Freiräume, Bezüge zu den umliegenden Kulturlandschaften sowie gartenbezogene Veranstaltungen und Bildungsangebote oder die Produktion und den Vertrieb regionaltypischer, gartenbezogener Produkte.
Für die Inwertsetzung wurden auf lokaler, regionaler und landesweiter Ebene in Niedersachsen Empfehlungen und Maßnahmenansätze erarbeitet. Auf der lokalen Ebene besteht die direkte Möglichkeit, die Qualität und Bekanntheit der gartenkulturellen Orte und Angebote zu steigern, sofern dies als Ergebnis einer gesonderten mit Eigentümern und Fachleuten durchgeführten Einzelfallbetrachtung erforderlich wird. Ein erarbeiteter Einstufungs- und Erfassungsbogen soll eine Hilfestellung bei der Bewertung der eigenen Anlagen geben, eine Einstufung in die Gartenhorizonte-Kategorien ermöglichen und gleichzeitig für die landesweite Erfassung notwendige Basisinformationen liefern. Die Untersuchung liefert darüber hinaus Maßnahmenempfehlungen für die lokale Informationsvermittlung und gestalterisch- infrastrukturelle Entwicklung der Anlagen.
Das hohe ermittelte Interesse an den landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten im Umfeld der Gärten und die große, oben beschriebene Anreisebereitschaft der Besucher legen auf regionaler Ebene die Empfehlung nahe, vernetzte regionale Angebote zu entwickeln und zu kommunizieren.
Im Rahmen der landesweiten Inwertsetzung kann die Informationsvermittlung zur Stärkung der gesellschaftlichen und politischen Relevanz der Gartenkultur beitragen, die letztlich wieder den gartenkulturellen Orten zu Gute kommt. Hierfür sind naturräumliche, aktionsräumliche, inhaltliche, organisatorisch-personelle und mediale Dimensionen ermittelt und mit ersten Maßnahmenempfehlungen untersetzt worden.

 


Downloads

 Faltblatt Gartenhorizonte
     0.32 MB

Planung

freiraumforum schoelkopf
Dipl.-Ing. (TU) Petra Schoelkopf

Lister Meile 21
30161 Hannover

Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft GmbH & Co KG
Gudrun Viehweg


Projektinformationen

Projektzeitraum
2010 - 2012

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Westerstede
Am Markt 2
26655 Westerstede

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Calenberger Straße 2
30169 Hannover


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