Lebensader Weser - Bremen

Stories

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Bremer Weser (-Aue) im Gestaltungswandel

(Er-)Lebensraum Lebensader Weser - Bremen

Renaturierung Weserufer Fuldahafen

Renaturierung Weserufer Hemelinger See

Renaturierung Weserufer Rablinghausen

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Veränderung der Unterweser (um 1880 bis 1980)

Der Ausbau der Unterweser (Bremen) führte zu Verlusten an Uferlänge und Wasserfläche.

©  Dr. Schirmer | Bremischer Deichverband am rechten Weserufer

Weserquerschnitt mit Ausbaugrößen

Der Ausbau führte zu veränderten hydraulischen Bedingungen mit Veränderungen der Tidewasserstände.

© 1987 Wetzel | Hafenbautechnische Gesellschaft

Negative Uferstruktur

Steile Uferbefestigung (Steinpackungen) und Kanalisierung prägen das typische Bild der Bremer Weser.

© 2011 pgg | planungsgruppe grün gmbh

Exkurs Grünzug Werdersee: Planung

1982 war das Weserhochwasser Anlass für umfangreiche, die Belange von Natur- und Umweltschutz berücksichtigende Hochwasserschutzmaßnahmen und die Planung des zentralen Bremer Grünzuges 'Werdersee'.

© 1984  | planungsgruppe grün gmbh

Exkurs Grünzug Werdersee: Zufluss Werdersee

Im Rahmen umfangreicher Hochwasserschutzmaßnahmen erhielt die planungsgruppe grün 1983 den Auftrag, die hydraulische Technik des Wasserbaus mit einer Umgestaltung, Erneuerung und Erweiterung der städtischen Freizeit- und Erholungsfläche zu verbinden.

©  B. Pohl | planungsgruppe grün gmbh

Exkurs Grünzug Werdersee: Freizeit- und Erholungsnutzung

Sowohl neue Ideen, wie die Verlängerung des Werdersees um über 1.100 m, als auch behutsamer Umgang mit bestehenden Nutzungen und Strukturen fügten sich zu einer städtebaulichen und grünplanerischen Entwicklungsmaßnahme.

©  B. Pohl | planungsgruppe grün gmbh

Naturnahe Auenlandschaft zwischen Weser und Hemelinger See

Aufwertung des Landschaftsbildes durch die Schaffung einer vielfältigen, naturnahen Auenlandschaft

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Bremer Weser (-Aue) im Gestaltungswandel

Die naturräumliche Entwicklung der Bremer Auen- und Flusslandschaft ist durch die seit 1880 durchgeführten Ausbaumaßnahmen der Unter/-Mittelweser für die Bremer Hafenwirtschaft gekennzeichnet. Daher finden sich heute im Bezug auf den Zustand und das Erscheinungsbild der Weser viele nachteilige Strukturen, Nutzungen und Auswirkungen. Die aktuellen Renaturierungsprojekte im Rahmen des Förderprojektes "Lebensader Weser" ermöglichen wertvolle naturnahe Lebensräume für Flora und Fauna in der Weseraue und eine Aufwertung des Landschaftserlebnisses.

 

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Renaturierung Uferzone Weserufer am Hemelinger See

Auf der ehemaligen Landzunge werden die höher gelegenen Sandhabitate durch die natürliche Sukzession sowie die Fließ- und Wellendynamik ständig verändert.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Sandbänke und Flutrinnen/-mulden

Habitatstruktur naturnaher Flachwasserbereiche.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Asiatische Keiljungfer (Gomphus flavipes)

Diese stark gefährdete und streng geschützte Libellenart wurde bereits direkt am Weserufer gesichtet. Die Larven dieser Art sind an strömungsberuhigte, unbewachsene und sonnenexponierte Uferzonen größerer Flüsse mit feinkörnigen Bodenbestandteilen gebunden.

©   | planungsgruppe grün gmbh

Flussseeschwalbe (Sterna Hirundo L.)

Die Flussseeschwalbe nutzte u.a. bislang schon die Flachwasserbereiche am Westufer des Hemelinger Sees während der Brutzeit als Nahrungshabitat. Der Lebensraum für die Nahrungstiere (Fische, größere Fluginsekten, schwimmende Larven) hat sich nun um ein Vielfaches vergrößert.

©   | planungsgruppe grün gmbh

Erlebbarkeit der Flusslandschaft

Zugang zum Fliessgewässer am Naturstrand Rablinghausen

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Weseruferstrand Rablinghausen

Ein Ort für Stadtteilkultur.

© 2009  | Bremischer Deichverband am linken Weserufer

(Er-)Lebensraum Lebensader Weser - Bremen

Durchgehende Uferbefestigungen der Bremer Weser trennen die ökologischen Wechselwirkungen einer naturnahen Flussbiozönose zwischen Flussbett und der Wasserwechselzone, es fehlen naturnahe Habitatstrukturen am Fluss selbst. Diese Übergangszone bildet sich bei naturbelassenen Flachlandflüssen abschnittsweise als Sandstrandzone heraus, wenn die natürlichen Bodenschichtungen unter einer nicht zu starken Auelehmdecke Sandschichten beinhalten.
Ziel der Renaturierungsprojekte ist, die ehemals naturnahen Verhältnisse im weitgehend verbauten Weseruferbereich wieder herzustellen und damit Lebenräume für die dort typische Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen sowie die Erlebbarkeit der Flusslandschaft erheblich zu verbessern.

 

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Maßnahmen Renaturierung Weserufer Bremen-Hemelingen

Maßnahme 1: Gestaltung eines naturnahen Sandufers (Naturstrand) zwischen Fuldahafen und Sportboothafen Hemelingen

©   | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Bestandssituation ehemaliger Weseruferbereich am Fuldahafen

Situation des befestigten Uferabschnitts zwischen Fuldahafen und Sportboothafen vor der Aufweitung und Umgestaltung zu einem naturnahen Sandufer.

© 2011  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Naturnahes Sandufer nach Fertigstellung

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Schnitt Herstellung Naturstrand am Fuldahafen

© 2011  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Herstellung Sandufer zwischen Fuldahafen und Sportboothafen

Auf einer Länge von ca. 100 m ist die Steinpackung bis unter die MW-Wasserlinie abgesenkt und das Ufer in Form einer Bucht gestaltet und abgeflacht worden.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Abtrag anstehenden Kleibodens

Die Uferneigung wird durch den Abtrag des anstehenden Kleibodens (Mächtigkeit ca. 1-2 m) und des darunter liegenden Sandbodens auf ca. 1:10 abgeflacht, so dass ein naturnaher Sandtrand entsteht. Der abgetragene Kleiboden wird abgelagert und später für Deichbaumaßnahmen verwendet.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 1: Unterwassersteinwall

Die ehemals vorhandene Steinpackung des Weserufers wurde bis 0,2 m unter MW-Spiegel abgetragen und zur landseitigen Sicherung wieder eingebaut. Der verbleibende Unterwassersteinwall dient als Wellenschutz (Schifffahrt) und ist für kleinere Individuen der aquatischen Fauna passierbar.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Renaturierung Weserufer Fuldahafen

Die Renaturierungsmaßnahme des Hemelinger Weserufers zwischen dem gewerblichen Fuldahafen und dem Sportboothafen des Wassersportvereins Hemelingen beeinhaltet die Gestaltung (Freilegung bzw. Herstellung) eines naturnahen Sandufers in einer flachen Neigung. Die Übergangszone zwischen Gewässer und Land wurde in einen ökologisch wertvolleren Zustand zurück geführt.

 

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Maßnahmen Renaturierung Weserufer Bremen-Hemelingen

Maßnahme 2: Entwicklung eines naturnahen Flussuferbereiches zwischen Hemelinger See und Weser (2/1) sowie einer Uferrenaturierung mit Flachwasserzone südlich des Sees (2/2)

©  pgg | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Bestandssituation der ehemaligen Landzunge zwischen Weser und Hemelinger See

© 2011  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Renaturierte Flussuferzone am Hemelinger See

oben: Schnitt Planung Flussuferzone zwischen Weser und Hemelinger See unten: Flussuferzone nach Fertigstellung

©   | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Bodenabtrag zur Herstellung der Sandhabitate

Der Boden auf der gesamten ehemaligen Landzunge wurde oberhalb der Wasserwechselzone abgetragen.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Abtrag und Wiederwendung des Bodens

Der Abtragboden wurde zur Herstellung eines großzügigen Flachuferbereiches am Westufer des Hemelinger Sees verwendet.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Herstellung der Sandhabitate

Herstellung von Flutrinnen/-mulden, die die höher gelegenen Sandflächen (Sandbänke, Naturstrand, Dünen) durchziehen.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/1: Sandhabitate zwischen Hemelinger See und Weser

Die teilweise überfluteten Gewässerrandbereiche sind die Voraussetzungen für eine naturnahe, kleinräumige Habitatstruktur der Weseraue mit Sandbänken, Röhrichten, Durchflüssen und Weichholzgehölzen und vielfältigen, wertvollen naturnahen Lebensräumen für Flora und Fauna.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/2: Bestandssituation ehemaliges Weserufer südlich des Hemelinger Sees

Ehemaliger Weseruferbereich südlich des Hemelinger Sees vor Umgestaltung zu einer Flachwasserzone mit naturnahem Weserufer.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/2: Naturnahes Weserufer mit Flachwasserzone

Die Flachwasserzone des renaturierten Weserufers wurde in einer Breite von ca. 10 m Breite und ca. 350 m Länge hergestellt.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/2: Schnitt Herstellung Weserufer mit Flachwasserzone

© 2011  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/2: Herstellung Weserufer südlich des Hemelinger Sees

Die vorhandene Steinschüttung wurde bis 0,2 m unter der MW-Linie zurückgebaut und eine Flachwasserzone entlang der Weser hergestellt.

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Maßnahme 2/2: Renaturierter Weseruferbereich

Die am Ufer vor den Arbeiten ehemals vorhandenen Kopfweiden wurden an den neuen Uferbereich umgepflanzt

© 2012  | planungsgruppe grün gmbh

Renaturierung Weserufer Hemelinger See

Auf der ehemaligen Landzunge zwischen Weser und dem Hemelinger See sind naturnahe Flussuferzonen hergestellt worden, die bei Normalwasser teilweise regelmäßig überstaut werden und durch wechselnde Wasserstände unterschiedliche Biotopstrukturen des Gewässerrandes und einer Aue entwickeln. Desweiteren wurde in einer Teilmaßnahme eine Flachwasserzone mit naturnahem Weserufer geschaffen.

 

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Planung Renaturierung Weserufer Rablinghausen

© 2008  | planungsgruppe grün gmbh

Situation ehemaliges Weserufer Rablinghausen

Das unzugängliche, befestigte Weserufer in Höhe Weseruferpark vor der Renaturierungsmaßnahme.

© 2008  | planungsgruppe grün gmbh

Naturstrand des renaturierten Weserufers Rablinghausen

Naturnaher Sandstrand und Liegewiese am Weseruferpark Rablinghausen nach Renaturierung.

© 2010  | planungsgruppe grün gmbh

Schnitt zur Herstellung der Weseruferrenaturierung Rablinghausen

© 2008  | planungsgruppe grün gmbh

Herstellung Sandufer Rablinghausen

Entfernung der Steinschüttung oberhalb der mittleren Tideniedrigwasserlinie und Abtrag der anstehenden sandigen Böden bis auf Strandebene.

© 2009  | planungsgruppe grün gmbh

Naturstrand Weserufer Rablinghausen

Die Uferflächen werden bei normalen Tidegeschehen regelmäßig zu ca. 50 % mit Wasser überstaut und fallen wieder trocken. Der obere Strandabschnitt ist zu einer trockenen Wiese, die als Liegewiese genutzt werden kann, entwickelt.

© 2009  | planungsgruppe grün gmbh

Herstellung der Dünen im Weseruferpark

Geländemodellierung flacher Dünen und Entwicklung ökologisch wertvoller Sandmagerrasen mittels der abgetragenen sandigen Böden im angrenzenden Weseruferpark.

© 2009  | planungsgruppe grün gmbh

Dünen Weseruferpark Rablinghausen

© 2010  | planungsgruppe grün gmbh

Einweihung des renaturierten Weserufers Rablinghausen

© 2009  | Bremischer Deichverband am linken Weserufer

Strandspiel am renaturierten Weserufer Rablinghausen

©   | Bremischer Deichverband am linken Weserufer

Naturstrand Weserufer Rablinghausen

©   | planungsgruppe grün gmbh

Renaturierung Weserufer Rablinghausen

Bei der Umgestaltung des Weserufers Rablinghausen im Bereich des Weseruferparks in ein etwa 220 m langes naturnahes Sandufer wurden die anstehenden sandigen Böden im Renaturierungsbereich bis auf die Strandebene abgetragen und im angrenzenden Weseruferpark zur Geländemodellierung (flache Dünen) und Entwicklung von ökologisch wertvollen Sandmagerrasen aufgetragen.

 

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© 2012   | planungsgruppe grün gmbh Renaturierung Weserufer Hemelinger See 

©   | planungsgruppe grün gmbh Die Lebensader Weser - Bremen 

© 2012   | planungsgruppe grün gmbh Bauschild Lebensader Weser 

© 2012   | planungsgruppe grün gmbh Renaturiertes Weserufer in Bremen-Hemelingen 

© 2010   | planungsgruppe grün gmbh Renaturiertes Weserufer in Bremen-Rablinghausen 

© 2009   | Bremischer Deichverband am linken Weserufer Lebendiges Weserufer 

Lebensader Weser - Bremen Renaturierungsprojekte Weserufer in Bremen


Die Renaturierungsprojekte verschiedener Weseruferbereiche in Bremen-Hemelingen (Mittelweser/rechtes Weserufer, 2010 - 2012) und in Bremen-Rablinghausen (Unterweser/linkes Weserufer, 2008 - 2009) sind im Rahmen des Förderprojektes „Lebensader Weser“ im Auftrag der Bremischen Deichverbände von der planungsgruppe grün gmbh geplant und baulich realisiert worden.
Mit den Uferrenaturierungsmaßnahmen der Weserufer wurden die Erlebbarkeit und Attraktivität der Bremer Flusslandschaft und tidebeeinflussten Gewässer verbessert sowie die negativen Uferstrukturen (starke Kanalisierung und durchgehende steile Uferbefestigung) beseitigt.
Im Rahmen des vom Land Bremen aufgelegten Programmes "Lebensader Weser“ wurden die Renaturierungsprojekte als vorgezogene Maßnahme zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie unter anderem vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Das Ziel der Projekte war, in verschiedenen Uferabschnitten der "Lebensader Weser " im Gebiet der Stadtgemeinde Bremen die ehemals naturnahen Verhältnisse der Wasserwechselzone als Pionierstadium herzustellen und Lebensräume für die dort typische Tier- und Pflanzenwelt zu entwickeln sowie die Erlebbarkeit und Attraktivität der Flusslandschaft (Naturbeobachtung und Zugang zum Fliessgewässer) zu verbessern.
Durch die Maßnahmen wurden u.a. die vorhandenen, befestigten Uferstrukturen (Steinschüttung) oberhalb der mittleren Tideniedrigwasserlinie entfernt, die natürlichen Sandbodenschichten freigelegt und zu naturnahen Sandufer mit Flachwasserzone umgestaltet.

Leistungen planungsgruppe grün gmbh:
° Entwurf und Ausführungsplanung (Lph 1-5)
° Vergabe und Bauüberwachung (Lph 6-8)
° Beantragung EFRE (Abschnitt Hemelingen)
° Genehmigungsverfahren, LBP (Abschnitt Rablinghausen)

 


Weitere Informationen im Internet

planungsgruppe grün gmbh I Renaturierung Weserufer Fuldahafen / Hemelinger See

planungsgruppe grün gmbh I Renaturierung Weserufer Rablinghausen

Deichverband am linken Weserufer I Lebensader Weser

Planung

planungsgruppe grün gmbh

Rembertistraße 30
28203 Bremen


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2012

Größe
ca. 5 ha / 2,5 ha

Bausumme
ca. 520.000 € netto / 320.000 € netto

Auftraggeber • Bauherr
Bremischer Deichverband am rechten Weserufer /
Bremischer Deichverband am linken Weserufer
Träger: Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bremen


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