Der Storchplatz von Calbe/Saale

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© 2011  Welz Der neue Storchplatz von Calbe/Saale. 

© 2009  Welz Die Ausgangssituation 

© 2009  Welz Vereinsmitglieder beräumen den Platz 

© 2010  Welz Bürger der Stadt Calbe/Saale nehmen aktiv Teil an der Umgestaltung ihrer Stadt. 

© 2010  Welz Die Bauphase 

© 2010  Welz Fachfirmen realisieren Tiefbau- und Wegebauarbeiten, im Auftrag der Stadtverwaltung. 

© 2010  Naumann Anja | Welz Der Storchplatz wird von der Stadt und dem Verschönerungsverein an die Bürger übergeben. 

© 2010  Welz Die feierliche Übergabe. 

Der Storchplatz von Calbe/Saale Partizipation und ein Verein für eine lebenswerte Stadt


Angelehnt an eine Initiative die es in Deutschland schon in den 20-ziger Jahren gab, gründete sich in der Stadt Calbe/Saale nach 90 Jahren wieder ein Verschönerungsverein. Das erklärte Ziel bestand darin, durch die aktive Mitwirkung der Bürger, die Stadt Calbe/Saale, attraktiver und lebenswerter erscheinen zu lassen.
Aus einer Prioritätenliste ging das Projekt „Storchplatz“ als eines der ersten komplexeren Maßnahmen hervor. In Abstimmung mit dem Bürgermeister und dem Bauamt wurde klar, dass die Vorhaben ohne fachliche Planung nicht umsetzbar sind. So wurde das ortsansässige Landschaftsarchitekturbüro Welz, zunächst zur Beratung hinzu gezogen. Im Rahmen von zwei Vorstandssitzungen wurde gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Vertretern Stadtverwaltung, die verschiedensten Vorstellungen zur Gestaltung, zur Umsetzung und zur Finanzierung von Maßnahmen zusammen getragen. Das Landschaftsarchitekturbüro Welz erhielt daraufhin, von der Stadtverwaltung, den Auftrag zur Planung der Maßnahme „Storchplatz“, unter der Maßgabe der Bürgerbeteiligung und der Einbeziehung des Verschönerungsvereins bei der Entwurfsplanung, Finanzierungsplanung und bei der Umsetzung. Es wurde eine öffentliche Vereinssitzung abgehalten, zu der auch alle interessierten Bürger eingeladenen waren. Hier wurden das Vorhaben vorgetragen erste Vorstellungen erklärt sowie weitere Anregungen aufgenommen und Wünsche diskutiert. Danach machte sich mein Büro an die Arbeit den Vorentwurf zu erarbeiten. Hierfür wurden alle zusammengetragenen Vorstellungen auf Umsetzbarkeit untersucht und abgewogen.
Die Ergebnisse wurden, bei der Vorstellung der Vorentwurfsplanung, im Rahmen einer weiteren öffentlichen Vereinssitzung diskutiert. Art und Umfang von Eigenleistungen sowie die Höhe der notwendigen Finanzierung der Eigenmittel wurden im Rahmen der Planung vorgegeben und bei den Vorstandssitzungen besprochen. Die ernsthafte Abwägung führte allgemein zu einer guten Akzeptanz der Planung.
So ging mit dem „Storchplatz“ ein Projekt, in die Planung und Umsetzung, bei dem die notwendigen Eigenmittel zu 75 % durch den Verschönerungsverein aufgebracht wurden. Dies geschah zum Teil durch Sachspenden, z. B. für eine neue Skulptur, für das geplante Pflanzmaterial oder für bereitgestellte Technik und Container zu Entsorgung der Abbruchmaterialien. Finanzielle Unterstützung gab es auch durch Spenden von Einwohnern und von vielen ortsansässigen Gewerbetreibenden. Eigenanteile durch Arbeitsleistungen wurden von Vereinsmitgliedern, im Rahmen von Arbeitseinsätzen für Beräumungsarbeiten, für Hilfsarbeiten, Pflanzarbeiten und Pflege erbracht.
Alle weiteren Leistungen wurden im Rahmen der Ausschreibung an Fachfirmen vergeben. Alle Fremd- und Eigenleistungen wurden durch das Büro Welz, geplant, eingetaktet und fachlich überwacht. Die Organisation von Sachspenden, finanziellen Spenden und der Eigenleistungen erfolgte über den Verein, entsprechend der, im Rahmen der Planung erarbeiteten und vorgegebenen Finanzplanung, Materialplanung und Arbeitsplanung.

Die Vorbereitung der Maßnahme begann im Sommer 2009, mit den Planungsleistungen, wurden im Oktober 2009 begonnen. Im April 2010 erfolgte eine Baufeldberäumung durch die Vereinsmitglieder, im August 2010 begann die Realisierung durch die gebundenen Fachfirmen, mit der abschließenden Bepflanzung durch die Vereinsmitglieder, im Oktober 2010 wurde die Maßnahme fertig gestellt.
Der kleine Platz ist inzwischen gut angenommen und für die Bürger der Stadt ein wertvolles Zeichen für positive Entwicklung und Identifizierung mit der eigenen Stadt. Die Stadtverwaltung plant auch für die Zukunft weitere Maßnahmen gemeinsam mit dem Verschönerungsverein umzusetzen.

Planung

Dagmar Welz Landschaftsarchitekturbüro
Dipl. Ing, (FH) Dagmar Welz, freie Landschaftsarchitektin

Fährweg 16
39240 Calbe/Saale


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2010

Größe
600 qm

Bausumme
75.000€

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Calbe/Saale
Verschönerungsverein Calbe/Saale

Adresse
Bernburger Straße, Ecke Neustadt
39240 Calbe/Saale


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