Wietzepark Langenhagen - Neugestaltung des Parkeingangs Reuterdamm Projekt der Gartenregion Hannover 2009

Raseneisenstein

Ausgangspunkt für den Entwurf ist der in den Grundwasserböden des Landschaftsraums verbreitete Raseneisenstein, eine vor allem durch ausgefälltes Eisen hart verkittete Schicht im hier dominierenden Sandboden. Einstig Rohstoff zur handwerklichen Eisenverhüttung wurde er auch als Baumaterial in einem an Steinen armen Naturraum verwendet und findet sich im Mauerwerk zahlreicher historischer Gebäude in der Region wieder. Leitidee des Gestaltungskonzeptes war es, das „Eisen“ in den Langenhagener Böden bei der Gestaltung der Parkeingänge mit Mitteln der Landschaftsarchitektur sichtbar zu machen, es gewissermaßen aus dem Untergrund hervorzuheben. Das Bild einer tektonischen Verwerfung, bei der der eisenhaltige Bodenhorizont hervortritt, ist Gegenstand des Entwurfs.

Raseneisenstein © 2008 Dagmar Schmidt Villena-Kirschner

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Raseneisenstein © 2008 Dagmar Schmidt Villena-Kirschner

Entwurfskonzept

Um den unter der Erdoberfläche liegende Raseneisenstein "sichtbar" zu machen, sieht die Gestaltung Wetterfesten Baustahl vor. Wie bei einer tektonischen Störung treten die durch die rostige Oberfläche des Stahls verbildlichten eisenhaltigen Bodenhorizonte zu beiden Seiten des Parkeingangs "zu Tage". Während die aus Cortenstahl bestehenden Ecken Erdböschungen ähnlich geneigt sind, werden die Erdkörper mit pflegeextensiven Bepflanzungen aus Stauden und Gräsern begrünt. Die im Stadtgebiet eher seltenen Staudenanlagen heben die markante Gestaltung des Eingangs hervor. Der Boden unter den Pflanzen wird mit einer mineralischen Mulchdecke aus schottrig gebrochenem Raseneisenstein abgedeckt. So kontrastieren der rostige Stahl und der Mulch sehr ansprechend zum Grün der Pflanzen.

Entwurfskonzept © 2008 Dagmar Schmidt Villena-Kirschner

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Entwurfskonzept © 2008 Dagmar Schmidt Villena-Kirschner

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