Mit einer einfachen und landschaftlichen Strategie wird das historische Lager wieder sichtbar gemacht. © 2021 Nikolai Benner SINAI
Der neue Zugang zum Gelände, der Steinerne Weg, ist verbunden mit dem Dokumentationshaus. © 2021 Nikolai Benner SINAI
Ohne das Wissen der Besuchenden um das historische Geschehen an diesem Ort richtet Landschaftsarchitektur hier nichts aus. © 2021 Nikolai Benner SINAI
Lesezeichen im Rasenkorridor © 2021 Nikolai Benner SINAI
Mit einer einfachen und landschaftlichen Strategie wird das historische Lager wieder sichtbar gemacht. Im Zugang liegt der Schlüssel zum Verständnis.
Die Filmaufnahmen der britischen Befreier machten Bergen-Belsen weltweit berüchtigt. In der Nachkriegszeit wurde die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen als idyllisch anmutende Heidelandschaft gestaltet. Auf dem übrigen Teil des Lagergeländes ist Wald aufgewachsen.
Das landschaftliche Konzept schlägt eine „bildhauerische“ Strategie vor: Rodungen im Baumbestand lassen Grenzen und Raumstrukturen des Lagers wieder erkennen. Ein zentraler Rasenkorridor entlang der historischen Lagerstraße dient auf über einem Kilometer Länge als Orientierung gebende Passage. Entlang dieser für das Lager signifikanten Figur werden die Häftlingsbereiche mit steinernen Lesezeichen kenntlich gemacht und erläutert. Die heute kontrovers betrachtete Nachkriegsgestaltung wird überlagert, aber nicht zerstört.
Der neue Zugang zum Gelände, der steinerne Weg, ist verbunden mit dem neuen Dokumentationshaus. Das Gelände wird so zum Imaginationsraum für das in der Ausstellung Gesehene.
Ohne das Wissen des Besuchers um das historische Geschehen an diesem Ort, richtet Landschaftsarchitektur hier nichts aus.
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Planungsbüros
SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH
Berlin
Mitarbeiter
AW Faust
Projektzeitraum
2005
- 2012
Größe
80 ha
Bausumme
2,0 Mio. €
Auftraggeber
Stiftung Niedersächsische Gedenkstätte vertreten durch Staatliches Baumanagement Lüneburger Heide
Adresse
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide
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