Wiesenpark an der Wuhle

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©  Florian Profitlich | FP  

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Wiesenpark an der Wuhle Ein Park am Stadtrand Berlins


Der Wuhlepark wurde von gruppe F im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Landsberger Tor in Berlin-Marzahn realisiert.
In die weiten Wiesenflächen wurden besondere Spiel-, Sport- und Aufenthaltsorte integriert. Für Kinder und Jugendliche entstand u.a. der Kletterwal.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendzentrum „Anna Landsberger“ entstand ein Spiel- und Sportforum für Jugendliche. Ein Schwerpunkt war die besondere Berücksichtigung der Interessen jugendlicher Mädchen. Gruppe F führte mit dem Mädchenzentrum Marzahn zwei Workshops durch. Die Ergebnisse waren die Grundlage für die Raumaufteilung des Spiel- und Sportforums.
Die Hangkante zwischen Wohngebiet und Park wurde mit Balkonen und großzügigen Zugangsbereichen betont. Das Regenrückhaltebecken wurde in die Gestaltung einbezogen und ist als Wasserfläche für die Besucher erlebbar.

Nicht klassischer Park, nicht einfach Wiese. Der Entwurf wurde 1997 mit dem 1. Preis des internationalen landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs "Wuhlepark Landsberger Tor" ausgezeichnet. Ziel ist die Gestaltung des Stadtrandes durch die Entwicklung starker landschaftlicher Strukturen, die das Zwitterstadium des nicht mehr ländlichen, aber noch nicht städtischen Raumes als Stadtrandsituation bewusst inszenieren. In seiner großzügigen Weite bildet der neue Park eine spannungsreiche Mischung aus naturnaher Landschaft, artifiziellen Einlagerungen und städtischen Elementen. Der weite Wiesenraum wird geprägt durch einzelne Baumgruppen, sparsame Wegeführung und die "Loci spectabile", besondere Orte, die zur Aneignung des Raumes einladen. Ruhige Wiesenflächen mit unprätentiöser vegetativer Raumbildung - Anziehungspunkte für generations-übergreifende Erholung am Stadtrand. Besondere Orte (LOCI) als Attraktion. Das Spiel mit der Weite und dem Blick, die Kraft des Gegensatzes von streng und fließend, sind Elemente des Parkes. Spielen ist erwünscht! Spielorte für Kinder und Jugendliche, besonders auch für Mädchen wurden geschaffen.

400 Meter Welle
Nach dem Gewinn des internationalen Wettbewerbes für den „Wuhlepark" stellte der „Stadtgarten" den ersten Bauabschnitt dar. Der langgestreckte Stadtgarten wird durch die markante, wellenförmige Bodenmodellierung geprägt. In die Rasenwellen eingestanzt sind die besonderen Aufenthaltsorte. Die Vegetation markiert die Qualitäten der Orte, Strauchgruppen die mit der Welle tanzen, Baumquader an städtischen Orten, Haine als landschaftliche Zitate. Die Betonwand ist klare Begrenzung und damit Kennzeichnung der Rasenwelle als Bodenskulptur. Drehstuhl, Bank und Papierkorb als speziell für dieses Projekt entwickeltes Mobiliar prägen den zentralen Platz.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2003

Würdigung
Juryurteil: Obwohl die Verfasser bekannte Gestaltungselemente in ihrem Entwurf einsetzen, gelingt es, in einer städtebaulich vernachlässigten Situation einen qualitativ hochwertigen Park zu schaffen. In Zusammenarbeit mit Bewohnern entstand ein Gelände, das durch gezielt eingesetzte landschaftsarchitektonische Objekte den Menschen Begegnungsräume und neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.
Dabei wurde der Verlauf der Wuhle gestalterisch prägend eingebunden. Ergebnis ist ein stadtnahes Zitat großflächiger Stadtlandschaften in einer Plattenbausiedlung.

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Beteiligte Firmen
Herold und Gietz, Garten- und Landschaftsbau, Flöter & Uszkureit, Garten- und Landschaftsbau

Planung

gruppe F
ThoMi Bauermeister, Gabriele Pütz, Gerd Kleyhauer, Dr. Antje Backhaus

Gneisenaustraße 41
10961 Berlin


Projektinformationen

Projektzeitraum
1998 - 2001

Größe
11 ha

Adresse

Berlin


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