Enzuferumgestaltung beim Pulverturm in Vaihingen an der Enz

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©  Geitz & Partner Enzufer 

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Enzuferumgestaltung beim Pulverturm in Vaihingen an der Enz


Mit der Baumaßnahme am Vaihinger Enzufer wurde der bis dato von der Stadt durch eine Ufermauer getrennte Fluss für die Bevölkerung und Besucher zugänglich gestaltet. Ziel der Planung war die Schaffung stadtnaher Erholungs- und Erlebnisräume, die den Vaihinger Bürgern zu einem neuen Stück heimatlicher Identität verhelfen.

Die strukturreich umgestalteten Ufer bieten heute für viele Gewässerorganismen hochwertige Lebensräume im zuvor gleichförmig und kanalartig ausgebauten Enzbett. Die Planung wurde nach zahlreichen Fachdiskussionen über Gesamtkonzeption und Einzelinhalte zu einem rundum abgestimmten und durchdachten Entwurf entwickelt, in welchem die teils schwierigen Randbedingungen wie begrenzende Leitungstrassen, Entlastungsbauwerke der Mischwasserkanalisation, Parkierungs- und Verkehrsraumsituation, stadtbildprägende Gehölzvegetation, Einbindung des historischen Stadtbilds etc. gleichermaßen berücksichtigt und harmonisiert werden konnten.

Das Projekt Enzuferumgestaltung gliedert sich in 3 Teilbereiche:

Bereich 1:
- Die partielle Verschwenkung und Öffnung der Ufermauer sowie der Einbau mobiler Hochwasserschutzwände gewährleisten den direkten Zugang zur Enz und eröffnen neuen Erholungsraum am Flussufer.
- Die Verschmälerung des Straßenraums schafft Platz für neue Grünflächen und flachere Uferböschungen.
- Eine gepflasterte Platzfläche mit Strom- und Wasseranschluss bietet Aufenthaltsraum für Festlichkeiten.
- Das 3-teilige, höhenversetzte Stufendeck mit Holzbohlenbelag und transparentem Stahlseilgeländer öffnet dem Besucher den Blick über die Enz.
- Drei zum Verweilen angelegte Steinzeilen befinden sich entlang des Weges sowie in der neuen Uferböschung; für mehr Sitzkomfort sorgen hölzerne Sitzauflagen.
- Die hart, sehr monoton und geradlinig verbaute Uferböschung wurde lokal mit buhnenartigen Vorschüttungen naturnah strukturiert: Damit stellt sie zukünftig optisch attraktive Aufenthaltsbereiche und gewässerökologisch wertvolle Lebensräume dar.

Bereich 2 :
- Ein neues Beleuchtungskonzept sowie die Verbreiterung des Gehwegs bieten dem Besucher die Möglichkeit bequem von Bereich 1 zu Bereich 3 zu flanieren.

Bereich 3:
- Die Öffnung der Ufermauer schafft einen direkten Zugang zum Fluss. Über locker platzierte, gruppenartig angeordnete Treppenzeilen gelangt man auf ein Holzdeck, welches nur knapp über dem Stauwasserspiegel der Enz liegt und so den Ein- und Ausstieg in anlegende Boote erleichtert. Zudem kann der Besucher an heißen Sommertagen die Füße bequem im Wasser baumeln lassen und die willkommene Erfrischung genießen.
- Auf der Fläche des angrenzenden Verkehrsgrüns entstand ein kleiner Platz mit gemütlicher Sitzgruppe; Heckenpflanzungen schirmen die angrenzende Straße ab.
- Strukturbauwerke, die gleichermaßen im aquatischen, amphibischen wie terrestrischen Bereich wirken, verbessern gewässerökologisch und optisch auch diesen dritten Bereich.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Peter Geitz, Silja Kahnau

Bauüberwachung: Guido Lerch (freier Mitarbeiter)

Planung

Geitz & Partner GbR
Dipl.-Ing. (FH) Peter Geitz, Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kusche, Dipl.-Hyd. Holger Kappich

Sigmaringer Straße 49
70567 Stuttgart


Projektinformationen

Projektzeitraum
März 2014 - Juli 2014

Bausumme
825.000 €

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Vaihingen an der Enz


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