WB Landesgartenschau "Natur in Roth"

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© 2000  Herz LA Ausstellungskonzept 

Plan Ausstellung

© 2000  Herz LA Dauerkonzept 

Plan Daueranlagen

© 2000  Herz LA Detailplan 

Detailplan

WB Landesgartenschau "Natur in Roth" Offener landschaftsarchitektonischer Wettbewerb, Platzierung: Ankauf


Idee:

Die geplante Stadtparkerweiterung nimmt fügt sich in die Tradition der Parkgründungen durch Herrn von Stieber. Sie führt mit den ´Lohbeeten´ langjährig gepflegtes Kulturland einer neue Nutzung zu. Die vormals entstandenen Strukturen werden durch neue Schichten überformt, bleiben aber als Grundmuster erkennbar.

Entwurfsansätze:

1. Öffnung der Lohbeete:
Durch Aufgabe privater Besitzverhältnisse (Realteilung) werden größere Flächenstrukturen für Gemeinschaftsnutzungen ermöglicht (Spiel, Sport, Liegewiese).
Diese werden durch eine zentrale Wegeachse über die Mitte erschlossen. Zusammen mit einem Wegen, die sich an der vorhandenen Querparzellierung orientieren, fügt sie sich zu einem Erschließungsraster zusammen.

2. Erweiterung des Stadtparkes:
Wie durch Selbstaussaat entsteht ein neuer Gehölzsaum vor dem bisherigen Park- und Waldrand. Dadurch wird der Prozeß der Parkerweiterung ablesbar, beide Parkteile – Lohbeete und Wald - verbinden sich.

3. Bewahrung der Grundstruktur:
Das Grundmuster der Parzellierung von Gärten und Äckern wird im Entwurf beibehalten, nunmehr aber in größerem Maßstab mit größeren Flächen. Um dies zu struktuerieren, bedarf es größerer Heckenstrukturen: Baumhecken, Haine. Tradierte Strukturen und Elemente werden erhalten und wieder aufgenommen: Salfnerhaus mit neuem ´Lohweiher´, Gärten im Bereich der alten Kleingartenanlage.

4. Zonierung der Nutzungen:
Die bandartige Grundstruktur der Raumaufteilung ermöglicht eine Nutzungszonierung längs der zentralen Wegeachse von aktiven (Sport) zu kontemplativen (Blumenwiese) Bereichen. Diese sind auf die vorhandenen Nutzergruppen im Einzugsgebiet ausgerichtet (Familien mit Kindern, Senioren, Singles...).

5. Die Parkanlage muß in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen angelegt und unterhalten werden können. Einfachheit in Material und Form sowie Nutzung vorhandener Strukturen für neue Inhalte (Tribühne für Freilichtbühne auf vorhandenem Wall, Gartenbereiche im Bereich der vormaligen Gartenanlage, Teich-Anlage am Gelände-Tiefpunkt etc.) dienen diesem Zweck ebenso, wie sie die Identität des Ortes steigern.


Freiraumkonzept:

Eine Promenade erschließt den neuen Parkbereich, indem sie den Bereich der Stadthalle mit dem Wohnstift Augustinum verbindet und ohne Verkrampfungen den bestehenden Privatgarten (Flst.Nr. 617/1, 618) umgeht und das historische Salfnerhäuschen anbindet. Sie hebt sich durch eine Baumreihe aus Säulenpappeln hervor und liegt in einer wassergebundenen Fläche mit der sie einen zentralen Bereich („Magistrale“) bildet. Von ihm aus vollzieht sich der Übergang in die angrenzenden Bereiche hinein: Wiesen, Baumhaine, Gärten.


Auf dieser Magistralen ist die vormalige Kleinteiligkeit der Grundstücksparzellen durch geschnittene Hecken ablesbar, während die jetzt größeren Flächenzusammenhänge auf den angrenzenden Wiesenflächen von Großgehölzbändern begrenzt werden, die den Gesamtraum in Teilbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen und Inhalten kammern. Sie stellen als strenge Gehölzraster charakteristische Pflanzthemen mit unterschiedlichen Stimmungen dar : Kirschen- und Spitzahorn-Allee, Birken- und Haselwäldchen).

Die Flächennutzungen und - inhalte leiten sich pragmatisch von den gegebenen und neu definierten Verhältnissen ab:
- Sport und Spiel bei der Stadthalle und dem Festplatz (Aktivbereich, Thema Sportstadt Roth/Triathlon),
- öffentliche Gärten in der vormaligen Kleingartenanlage,
- Freilichtbühne auf vorhandenem Wall im Bereich des Festplatzes
- Flanier- und Verweilbereiche unter den Baumhainen der Gehölzbänder und des Waldsaumes

Erschlossen wird der Park über Zugänge ´Am Stadtpark´ sowie am südlich gelegenen Waldrand von der Otto-Schrimpff-Straße und dem Zugang südlich des Seniorenwohnheimes aus. Zusätzlich wird eine Wegeverknüpfung zentral vom Altersheim aus eingeführt. Das innere Wegesystem orientiert sich an der Parzellenstruktur.


Thematische Schwerpunkte während der Gartenschau und danach sind

- Wasser
Bewegtes Wasser (vertikal und horizontal) an den Eingangsbereichen in artifizieller Form: Am Eingang Stadtpark als Wasserbecken mit Fontänen, am Eingang Seniorenwohnheim als Kaskadenbach
Stehendes Wasser in natürlicher Form : Neuer ´Lohweiher´ = Teich beim Salfnerhaus.

- Sport/Spiel
Neuer Abenteuerspielplatz sowie Spiel- und Sportwiese südlich Festwiese

- Senioren und junge Familien
Spiel- und Sportplatz als Aktivbereiche auch für Senioren
Bürger-Gärten als Zonen der Begegnung
Liegewiese als Ruhezonen

Der gärtnerische Schwerpunktbereich während der LGS liegt im Bereich der ehemaligen Kleingartenanlage und entlang der Promenade. Hier können die Garten- und Pflanzthemen sowie die Arbeit von Verbänden und Vereinen kompakt dargestellt werden.

Flankierende Maßnahmen werden im Bereich des Kirmesplatzes und dessen Verkehrsanbindung vorgenommen durch Klärung der Belags- und Nutzungsstrukturen und des westlichen Hallenvorfeldes (Biergarten/Baumdach, Eingangssituation Park zwischen Stadthalle und Schützenhaus). Außerdem wird die unbefriedigende Spielplatzsituation westlich des Schützenhauses gelöst durch Auslagerung zum neuen Abenteuerspielplatz in den Lohbeeten.
Für den Triathlon bietet sich im Bereich der Spiel- und Sportwiese die Option der neuen Wechselzone für Fahrräder an.

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Sandra Zivcovic

Antje Domnik

Planung

Herz Landschaftsarchitektur - Dietmar Herz

Grabenstraße 18
76534 Baden-Baden


Projektinformationen

Projektzeitraum
2000 - 2000

 

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