Wiener Internationale Gartenschau 1974, „Kurgarten“

12345

Rundgang schließen

© 1974  Hansjakob Der Kurgarten 1974 

Ohne Bepflanzung ist das Landart-Kunstwerk bestimmend für die Raumbildung.

© 1974  Hansjakob Parkanlage 1974 

© 2017  Dr. Barbara Wolf Parkanlage 

Die Bepflanzung hat nach 40 Jahren mit ihren verschiedenen Baumarten ihre raumbildende Wirkung voll entfaltet. Die Geländemodellierung ist noch klar erkennbar.

© 2017  Dr. Barbara Wolf Parkanlage 

© 1973  Hansjakob Ausführungsplan des Kurgartens 

Ein Landart-Kustwerk. Bodenmodellierung und Bepflanzung bilden eine räumliche Einheit

Wiener Internationale Gartenschau 1974, „Kurgarten“


Die Wiener Internationale Gartenschau 1974 im Süden am Laaer Berg ein ehemaliges Ziegelleigelände hatte das Ziel als Nachnutzung einen Erholungspark für die Bewohner des Stadtteils zu schaffen. Ein Thermalbad entstand wegen der vorhandenen Mineralquellen.
Nach dem 1. Ankauf beim Wettbewerb erhielten wir den Planungsauftrag für den Kurgarten.

Das Gelände im Kurgarten fällt von Norden nach Süden etwa 10 m ab. Um benutzbare ebene Flächen zu schaffen wurde das zum Teil unwegsame Gelände terrassiert. Dabei wurde eine völlig neue geometrische Geländemodellierung entworfen.
Die Bepflanzung und die Geländemodellierung ergänzen sich und bilden eine räumliche Einheit.
Es entsteht ein erlebbarer Gegensatz zur weiteren Umgebung.

Die Bepflanzung erfolgte mit blühenden und duftenden Bäumen und Sträuchern, schönen Wuchs- und Blattformen kombiniert. Magnolien, Liriodendron, Catalpa, Akazien ergänzt mit einer großen Anzahl von Syringa (Fliedersorten) und dem jährlich wechselnden Sommerflor.

Form und Inhalt des Kurgartens versuchen an die Tradition der Jahrhundertwende anzuknüpfen. Die Lampen, die Wiener Parkbänke, die Gartenplastiken aus dem Wien der Jahrhundertwende beleben den Park.
Der Kurgarten ist für eine passive Erholung und leichte Ertüchtigung der Gäste bestimmt. Promenieren, Lesen, Ausruhen usw. Das visuelle und sensuelle Erlebnis steht hier im Vordergrund.

40 Jahre nach der Eröffnung ist man erstaunt wie sich das räumliche Konzept von Bodenmodellierung und Vegetation zur vollen Wirkung kommt.

Nicht zuletzt leistet die liebevolle Pflege und der wechselnde Sommerflor einen großen Beitrag, dass der Kurgarten ein Juwel bleibt und sehr gut angenommen wird.


Literatur

WIG 74. in: Garten+Landschaft, Juni 1970/6.

Hansjakob Gottfried. Kurgarten in: Der Aufbau 5/6 1974

Internationaler Ideenwettbewerb, in: Architekturwettbewerb 64 November 1970

Planung

Gottfried und Anton Hansjakob Landschaftsarchitekten
Gottfried Hansjakob und Anton Hansjakob

Habsburger Platz 2/1
80801 München


Projektinformationen

Projektzeitraum
1972 - 1974

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Wien

Adresse
Laaer-Berg-Straße
1100 Wien

 

Video schließen

Anfang

Übersicht schließen