Ideenwettbewerb © 2010 planung.freiraum
Ideenwettbewerb © 2010 planung.freiraum
Pläne vor Ort © 2010 planung.freiraum
Grundsteinlegung © 2010 planung.freiraum
Abendsituation © 2011 Andreas Süß
Blick von der Promenade auf den Sportplatz © 2011 Andreas Süß
Sport- / Spielbereich © 2011 Andreas Süß
Übergangsbereich © 2011 Andreas Süß
Bereich Spielen + Entspannen © 2011 Andreas Süß
Blick von der Promenade © 2011 Andreas Süß
Boulevard © 2011 Andreas Süß
Spielbereich © 2011 Andreas Süß
Boulevard © 2011 Andreas Süß
Schaukel © 2011 Andreas Süß
Spielbereich © 2011 Andreas Süß
Bereich Spielen + Entspannen © 2011 Andreas Süß
Liegewiese © 2011 Andreas Süß
Spielplatz © 2011 Andreas Süß
Bewegungselemente © 2011 Andreas Süß
Sport- / Spielbereich © 2011 Andreas Süß
Sport- / Spielbereich © 2011 Andreas Süß
Planung.freiraum © 2010 planung.freiraum
Aufgrund der klaren räumlichen Zonierung und Differenzierung in „innen und außen“ wurde mit der Umgestaltung im Bestand ein Platz in Berlin-Reinickendorf geschaffen, der allen Nutzergruppen und Generationen Raum für unterschiedlichste Aktivitäten bietet: ausruhen, ballspielen, entspannen, liegen, schaukeln, sitzen, springen, treffen, turnen, unterhalten … Das Projekt wurde 2012 mit dem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verliehenen Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur „Stadt bauen. Stadt leben.“ ausgezeichnet.
Partizipation von und mit dem Quartiersmanagement
Im Vorfeld des konkurrierenden Gutachterverfahrens zur Vergabe der Planungsleistungen für die Umgestaltung des Letteplatzes führte das örtliche Quartiersmanagement eine Befragung durch, um Wünsche der Anwohnenden für den Letteplatz zu erfahren. Diese Wünsche wurden Bestandteil der Ausschreibung und im Rahmen der Erarbeitung des Wettbewerbsbeitrages von planung.freiraum in nutzungsgruppenspezifische Bedarfe übersetzt. Was brauchen Mädchen, was würde ältere und alte Menschen auf den Platz locken? Wie spricht ein Ort Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller, religiöser Hintergrunde an? Was braucht der Letteplatz, damit an alle gedacht ist, sich alle gemeint fühlen?
In einer öffentlichen Vorstellung des Wettbewerbsbeitrages konnte die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Jury vom vielfältigen räumlich-strukturellen Konzept und der daraus abgeleiteten Gestaltung für den Letteplatz überzeugt werden.
Beteiligung im Planungsprozess
Es folgten öffentliche Präsentationen von Vorentwurf und Entwurf. Im Anschluß daran wurden die Pläne jeweils in Gruppen besprochen und ggf. ergänzt. Dabei fungierten die Beteiligten als Expertinnen und Experten ihres Alltags, als Stellvertretende aller potentiellen Nutzungsgruppen des Letteplatzes. Ist an alle gedacht? Finden alle Platz? Kann so ein friedliches Mit- und Nebeneinander wachsen?
Durch diese Beteiligung einer denkbar breiten Öffentlichkeit konnten geschlechter-, kultur- und generationenübergreifende Aspekte für die Menschen nachvollziehbar von der Auslobung bis zum Entwurf berücksichtigt werden. Rückzugsorte für Jugendliche, Aufenthaltselemente für Betreuungspersonen und Menschen ohne Kinder, das Bewegungsband für Alt und Jung - all das sind übereinstimmende Bedarfe der Anwohnenden verschiedener Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts, die im Rahmen der Beteiligung erfragt und umgesetzt werden konnten. Der Platz wird deshalb jetzt von einer kulturübergreifend als heimatlich empfundenen Stimmung getragen.
Entsprechend viele Menschen kamen, um in einem großen Fest den 1. Spatenstich und später die Eröffnung des Platzes zu feiern.
in Betrieb
Der Letteplatz erfüllt auch 4 Jahre nach seiner Eröffnung nachhaltig die ganz unterschiedlichen Ansprüche der Nutzenden. Er ist darüber hinaus in der Lage, auch neue Bedarfe zu integrieren: so findet aktuell der Schulsport auf dem Letteplatz statt, da die Turnhalle der benachbarten Grundschule als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wird. Der Letteplatz ist außerdem ein Ort für erste integrativer Kontakte von Menschen aus dieser Unterkunft in die Nachbarschaft.
Das Quartiersmanagement nutzt den Platz als Plattform für verschiedene Aktionen. Er ist Ziel und Anlaufstelle für älterer Menschen auf ihren Spaziergängen (Bewegungstraining, Treffpunkt,) integriert Menschen mit Beeinträchtigungen, Familien, Kinder und viele andere – friedlich und in großer Dichte.
Tägliche Kontrollen gewährleisten die Pflege und Unterhaltung des Letteplatzes trotz der starken Nutzung. Gestaltung und Ausstattung erweisen sich als robust und nachhaltig. Der Letteplatz ist ein Beleg dafür, daß eine methodisch auf den Ort und seine Menschen abgestimmte Beteiligung Vandalismus verhindert, weil an alle gedacht ist, alle sich mit dem Ort identifizieren und ihn entsprechend schützen.
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Planungsbüros
planung.freiraum
Berlin
Mitarbeiter
Clara Jäkel, Ronny Kräft, Leonie Rhode, Frank Skupin
Projektzeitraum
2010
- 2011
Größe
7.300 qm
Bausumme
550.000 EUR netto
Auftraggeber
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Adresse
Pankower Allee / Letteplatz
13409 Berlin
Deutschland
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Projekttyp
Parkanlagen und Grünflächen
Plätze, Promenaden, Fußgängerzonen
Spielplätze, u.a. an Kitas und Schulen
Sportanlagen
Bürger:innenbeteiligung / Moderation